Sonntag , 4. Dezember 2022
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Um die Mentalität und den Kampfgeist der SVG Lüneburg in der Volleyball-Bundesliga muss sich niemand Sorgen machen. Am Donnerstag geht es im zweiten Spiel der Viertelfinal-Playoffs gegen Frankfurt. Foto: be

Mentalität ist der große Trumpf der SVG

Die Volleyballer der SVG Lüneburg haben in den Viertelfinal-Playoffs eigentlich zwei Gegner: Die United Volleys Frankfurt und Corona. Eines aber ist sicher: Die, die auf dem Feld stehen, werden sich zerreißen. Am Donnerstag steigt der zweite Vergleich gegen die Hessen.

Lüneburg. Auf diese Phase der Saison freut sich jeder Volleyballspieler: Playoffs. Darauf trainiert man viele Monate hin, die Partien sind, neben dem Pokalfinale, die absoluten Highlights der Bundesliga-Saison. Umso härter trifft die SVG Lüneburg der Corona-Ausbruch im Team. Einen schlechteren Zeitpunkt als jetzt gibt es nicht für diese Situation. Dennoch will die SVG alles versuchen, um am Donnerstag (19.30 Uhr, LKH-Arena) gegen die United Volleys Frankfurt im zweiten Spiel der Viertelfinal-Serie (Best of 3) zu gewinnen und ein drittes Match zu erzwingen, das dann am Sonntag in Frankfurt ausgetragen würde.

Erster Vergleich ging 3:0 an Frankfurt

Das erste Spiel dieser Serie in Frankfurt ging aus Sicht der SVG mit 0:3 verloren, wobei vor allem die ersten beiden Sätze knapp waren. Die eigentlich für den vergangenen Sonntag geplante zweite Begegnung musste dann wegen Corona bei der SVG verschoben werden. „Alle Mannschaften hatten damit im Laufe der Saison zu kämpfen“, sagt Lüneburgs Chefcoach Stefan Hübner, „aber dieser Moment jetzt ist wirklich schwierig. In der Vor- oder Zwischenrunde konnte man noch etwas ausbügeln, da wurden Partien gewertet oder fielen zum Teil eben einfach aus. Das geht jetzt nicht mehr.“

Vor diesem Hintergrund hadern die Lüneburger schon mit ihrer Situation. Wie die personelle Situation wirklich aussieht, wird Hübner erst am Spieltag wissen. „Es gibt einige, die zurückkommen, einige, die es vielleicht noch erwischt. Und dann muss man sehen, wie fit diejenigen sind, die wieder da sind. Das ist schon eine echte Herausforderung“, so der Coach, „es kann schon sein, dass es eine abenteuerliche Aufstellung gibt.“

Corona-Ausbruch zum ungünstigsten Zeitpunkt

In Frankfurt gab zum Beispiel Teammanager Matthias Pompe den Ersatz-Libero für den seinerzeit erkrankten Tyler Koslowsky, machte seine Sache sehr gut. „TK“ wird nun aller Voraussicht nach wieder spielen können, auch bei Mittelblocker Pearson Eshenko sah es zuletzt gut aus. Man wird nun sehen, wer wie am Donnerstag aufläuft.

Der Trainerstab wird dann sehr übersichtlich auf der Bank erscheinen. Denn bis auf Hübner hat es die gesamte Crew erwischt, also auch „Co“ Bernd Schlesinger und Scout Christian Knospe, der normalerweise für die Statistik und die direkte Übermittlung der Daten während der Partie an Hübner zuständig ist.

Ein weiteres Mal gefährdet aber scheint die Partie nicht zu sein. „Stand jetzt haben wir wohl eine spielfähige Mannschaft. Und dann müssen wir auch ran, das sind die Regeln“, erklärt Hübner, „die Liga hat ja auch Zeitdruck und kann die Spiele nicht mehr unendlich nach hinten schieben.“

Angriffsleistung wird entscheidend sein

Um eine Sache immerhin muss sich Hübner keine Sorgen machen. Die, die auf dem Feld stehen, werden alles geben, um die SVG im Wettkampf zu halten. „Wir haben alles Wettkämpfer. Um die Mentalität müssen wir uns da keine Gedanken machen“, sagt der Chefcoach.

Mitentscheidend wird für Hübner sein, welches Team im Angriff die bessere Performance abliefert. Vor diesem Hintergrund wird es doppelt wichtig sein, dass Außenangreifer Jordan Ewert spielen kann.

Für Kurzentschlossene: Erstmals wird es am Donnerstag eine Abendkasse in der LKH-Arena geben.

Von Matthias Sobottka

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