Sonntag , 4. Dezember 2022
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Fußball, Regionalliga, LSK, Lübeck, Heide
Marian Kunze (2. v.l.), hier ein Archivfoto gegen Heide, zeigte zuletzt auf der rechten Außenbahn eine starke Leistung für den LSK. Foto: t&w

LSK muss gierig sein aufs Toreschießen

In kämpferischer Hinsicht kann man dem Lüneburger SK keinen Vorwurf machen. Doch nur Kampf allein wird nicht ausreichen, um die Klasse zu halten. Der Fußball-Regionalligist muss im Angriff effektiver werden. Trainer Xhafolli hat vor dem Spiel bei Phönix Lübeck eine klare Forderung.

Lüneburg. Nach dem Tabellenzweiten Eintracht Norderstedt hat Fußball-Regionalligist Lüneburger SK mit Phönix Lübeck, dem Spitzenreiter der Abstiegsrunde, gleich das nächste Topteam aus seiner Gruppe vor der Brust. Die Lüneburger müssen am Sonnabend (14 Uhr) in Lübeck auf Kunstrasen antreten (Travemünder Allee).

Ein bisschen viel auf einmal für den LSK, der als Tabellensiebter weiterhin jeden Punkt im Abstiegskampf braucht? „Nein“, meint Cheftrainer Qendrim Xhafolli, „es ist sogar ein guter Moment, um gegen Phönix zu spielen. Man passt sich ja oft dem Gegner an. So haben wir die Möglichkeit, unser Spiel weiter zu verbessern für die nächsten schweren Wochen.“

Guter Moment für ein Spiel in Lübeck?

Nach Ostern nämlich hat der LSK mit den Spielen in Heide (23. April) und gegen Altona (1. Mai) Begegnungen zu absolvieren, die mehr als alle anderen den Titel „Endspiel“ verdienen. Doch nun gilt es erstmal, in Lübeck zu bestehen. Die Ausgangslage ist klar: Der LSK ist seit vier Spielen sieglos (drei Remis, eine Niederlage), Phönix hat in der Abstiegsrunde bisher alle vier Spiele gewonnen, wenn auch zuletzt gegen HSC Hannover beim 3:2 nur mühsam.

Es müssen mehr Spieler in den Strafraum

Zuletzt gegen Norderstedt errang der LSK beim 0:0 zumindest einen Teilerfolg. Kämpferisch konnte man der Mannschaft keinen Vorwurf machen, das Problem lag einmal mehr im Angriff. „Vorne war das zu wenig“, sagt auch Xhafolli, „wir haben mit Malte Meyer nur einen Box-Spieler. Leute wie Abdul Gafar oder Maximilian Zoch sind gute Fußballer, aber sie fühlen sich rund um den Sechzehner wohler. Insgesamt gesehen, müssen wir einfach wieder mehr Spieler in die Box bekommen. Da, wo es dem Gegner wehtut. Dann kann man so ein Tor auch mal erzwingen. Wir müssen einfach viel gieriger darauf sein, ein Tor zu machen.“

Phönix im Umschaltspiel stark

Für den Chefcoach ist es in seiner fünften Saison beim LSK das erste Aufeinandertreffen mit Phönix Lübeck. „Das ist ein Team, das nicht zuletzt durch den Trainerwechsel zu einer sehr guten Umschaltmannschaft geworden ist“, sagt Xhafolli. Im Mittelfeld zieht Fabian Graudenz (bisher acht Tore) die Fäden, vorne ist Stürmer Haris Hyseni (10 Treffer) am gefährlichsten. Der LSK muss also bei seinen eigenen Angriffen sehr präzise sein, um nicht in Lübecker Konter zu laufen.

Pauer und Otte fallen aus

Bei der schweren Aufgabe an der Trave werden die Lüneburger aller Voraussicht nach auf Tomek Pauer verzichten müssen. Der defensive Mittelfeldspieler laboriert an einer Wadenzerrung, wird wohl nicht rechtzeitig fit. Er war gegen Norderstedt nach 20 Minuten ausgewechselt worden. Auch Abwehrspieler Alessandro Otte (erkrankt) fällt aus. Eine Option für die Startelf ist Winter-Neuzugang Kevin Barajas im Mittelfeld. Der US-Amerikaner ist fußballerisch auf Kunstrasen groß geworden.

Von Matthias Sobottka

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