Dienstag , 6. Dezember 2022
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Die Vastorfer Mauer steht
Vastorfer Mauer (v.l.: Sami-Lee Mansour, Clemens Brilz, David Böhm, Kevin Kämpfer, Nico Kliche und Ali Halawi) beim Freistoß des Barendorfers Niels Bergmann. In drei Spielen der Abstiegsrunde hat Vastorf erst ein Gegentor kassiert. (Foto: be)

Vastorfer SK baut auf neue Mentalität

Ein Heimsieg gegen Wustrow wäre der nächste Schritt zum Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga. Neetze braucht nur noch zwei Siege zum Aufstieg. Wendisch Everns Spiel ist abgesagt

Lüneburg. Mit einem Sieg gegen Borussia Dortmund will der FC Bayern am Wochenende die deutsche Meisterschaft klarmachen. In der Bezirksliga könnte es demnächst ähnlich laufen wie in der Bundesliga: TuS Neetze möchte am liebsten im Duell gegen seinen größten Rivalen den angestrebten Aufstieg eintüten – am 8. Mai in Bardowick. Vorher braucht Neetze nur noch einen Dreier an diesem Sonntag in Melbeck gegen den SV Ilmenau.

„Wenn wir nochmal unsere Hausaufgaben machen, können wir in Bardowick in Sachen Aufstieg den Deckel draufmachen“, so Neetzes Trainer Maik Peyko. Nach dem Spiel beim SVI hat der TuS am 1. Mai spielfrei. „Die nächsten zwei Wochen wollen wir nutzen, um weitere Gespräche mit den Spielern für die nächste Saison zu führen.“ Torjäger Mehl hat bereits zugesagt.

SV Ilmenau will diesmal besser mithalten

Der SV Ilmenau will besser mithalten als im Hinspiel. Da verlor er zwar nur 0:1, das knappe Ergebnis war aber nur dem Neetzer Chancenwucher geschuldet. „Wir müssen kämpferisch zulegen und kreativer nach vorne spielen“, weiß Trainer Sascha Hartig. „Ich hoffe, wir können diesmal ein paar Nadelstiche setzen.“

Der lange verletzte Torjäger Hertting gab sein Comeback gegen Römstedt. Nach seinem zweiten Ballkontakt lag der Ball gleich im Netz – allerdings war‘s Abseits. Während der ersten Saisonhälfte zeichnete den SVI mannschaftliche Geschlossenheit aus. Hartig: „Daran müssen wir uns wieder erinnern.“

Heimspiele an diesem Sonntag bestreiten auch der TSV Bardowick (gegen Bodenteich) und die SV Scharnebeck (gegen Suderburg). In der Abstiegsrunde spielen gleich drei hiesige Mannschaften zu Hause: Barendorf, Vastorf und SV Eintracht.

Vastorf hat Respekt vor Wustrow

Vastorf hat mit sieben Punkten aus drei Spielen einen fast perfekten Start in die Abstiegsrunde hingelegt. „Wir haben besonders an unserer Mentalität gearbeitet und betrachten jedes Spiel als Endspiel“, sagt Trainer Olaf Walter.

Mit Poplat und Brkic hat der VSK zwei erfahrene Spieler für die Offensive zurückgeholt. Aber dem Trainer geht’s in erster Linie um die Entwicklung der jungen Spieler: „Da sehe ich einen guten Prozess. Zum Beispiel David Böhm hat eine super Entwicklung gemacht. Langfristig muss der Junge eine Liga höher spielen.“

Den Gegner TuS Wustrow sieht Walter stärker, als er in der Tabelle dasteht: „Die spielen sehr guten Fußball. Die Mannschaften in dieser Liga sind sehr eng beisammen.“ Nur der SV Eddelstorf, Walters Ex-Club, gegen den der VSK noch zweimal spielt, fällt ein wenig ab.

TuS Barendorf hat wieder mehr Druck

Der TuS Barendorf spürt nach zwei Niederlagen in Folge wieder etwas mehr Druck. „In der Tabelle sieht‘s nicht so gut aus, aber die Entwicklung der Mannschaft ist für mich wichtiger“, sagt Trainer Kevin Panek. „Und die ist sehr positiv. Wir haben uns als Mannschaft gefunden, sind bei Ballbesitz deutlich aktiver geworden und schaffen es jetzt auch, unser Spiel durchzudrücken, statt nur zu reagieren. Vor der Saison galten wir ja bei vielen als Absteiger Nummer eins.“

Jetzt geht’s gegen Emmendorf. Das Hinspiel endete 3:3. „Auch die sind schlagbar“, sagt Panek. „Wir wollen uns nicht verstecken.“ Nur die Standards muss der TuS besser verteidigen als in den letzten Spielen: „Da geht’s um Konzentration und Entschlossenheit.“

Für zwei Spieler ist die Saison beendet: Marken Gertz bekam die Diagnose Kreuzbandriss, Bjarne Herbst hat wegen dauerhafter Knieprobleme aufgehört.

Eintracht ist in der Offensive zu harmlos

Schon sechs Punkte hinter dem rettenden Ufer hängt die SV Eintracht zurück. Hinten stabil, vorne harmlos – schon das Torverhältnis der SVE spricht Bände: 2:3-Tore stehen nach den ersten vier Spielen der Abstiegsrunde zu Buche. Jetzt kommt der SV Rosche auf die Hasenburg.

Das Auswärtsspiel des SV Wendisch Evern in Eddelstorf wegen einiger Corona-Fälle beim SVE verlegt worden. Neuer Termin ist Mittwoch, 11. Mai.

Von Frank Lübberstedt

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