Sonntag , 4. Dezember 2022
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Torschütze Maxi Zoch
LSK-Stürmer Maximilian Zoch erzielte in Heide das wichtige 2:0. Letztlich gewannen die Lüneburger mit 2:1 (Foto: t&w).

LSK rettet sich ins Ziel

Wichtiger 2:1-Sieg beim Heider SV gibt im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga Nord neue Hoffnung

Heide. Nach dem Abpfiff gab es eine La-Ola-Welle mit den knapp 20 mitgereisten Fans, die Anspannung fiel ab, die Freude war riesig. Fußball-Regionalligist Lüneburger SK gewann das so wichtige Auswärtsspiel beim Heider SV mit 2:1 (2:0), machte es am Ende aber unnötig spannend und hätte mehrfach beinahe den Ausgleich kassiert. Doch diesmal war das Glück auf LSK-Seite. So haben die Lüneburger nun 18 Punkte auf dem Konto.

"Das war heute richtig wichtig für uns. So ein Sieg schweißt uns noch mehr zusammen", berichtete LSK-Coach Qendrim Xhafolli krächzend, denn seine Stimme hatte im Spiel doch sehr gelitten. Vor allem aufgrund der nervenaufreibenden Schlussphase. "Da haben die Jungs leidenschaftlich verteidigt und sind für ihren Kampf belohnt worden", lobte der Coach.

Die Gastgeber kamen besser ins Spiel und bestimmten die ersten 15 Minuten. LSK-Ersatzkeeper Zlomusica, der den an Corona erkrankten Birjukov ersetzte, hatte Mühe, seine Nervosität in den Griff zu bekommen, denn zweimal musste er bei hohen Bällen nachfassen. Doch dann hielt er einen Schuss von Butzek stark (7.). Danach lief es beim Youngster deutlich besser. "Haris hat ein richtig starkes Spiel gemacht", freute sich Xhafolli.

Pauer sorgt für die wichtige Führung

Die Lüneburger brauchten zwölf Minuten, um die erste Möglichkeit zu kreieren. Der starke Kunze, über den fast alle erfolgsversprechenden Chancen erspielt wurden, brachte einen Ball auf den lange Pfosten, doch der Schuss von Hübner ging nur ans Außennetz.

Drei Minuten später durften die Gäste dann das erste Mal jubeln. Zoch hatte einen Freistoß am Strafraum-Eck herausgeholt. Kunze den Ball dann nach innen gebracht, wo Pauer die Kugel in die Maschen köpfte. Jubel bei allen Lüneburgern.

Im Anschluss bestimmten die Gäste das Spiel, immer wieder angetrieben von Ghubasaryan, der den gesperrten Hefele im Mittelfeld gut ersetzte. In der Abwehr begann dafür Oelkers, der ebenfalls stark spielte.

Zoch steht am langen Pfosten goldrichtig

Zoch vergab in der 21. Minute eine gute Chance nach Meyer-Pass, doch sechs Minuten später durfte der LSK-Stürmer dann jubeln. Kunze hatte eine weite Flanke auf den zweiten Pfosten gegeben, wo Zoch goldrichtig stand und per Kopf einnickte.

Danach versuchte Heide, das Spiel an sich zu reißen, doch der LSK machte im Mittelfeld die Räume geschickt eng. Viel mehr als eine Chance durch Butzek und wenig später C. Ehlert (32.) kam nicht heraus.

Nach dem Wechsel spielte der LSK so weiter wie vor der Pause. Eine Hereingabe von Kunze verpasste Zoch knapp, kurz danach zielte der Stürmer links vorbei.

Ab Minute 60 lässt die Kraft nach

Doch nach einer Stunde übernahm Heide das Kommando. Beim LSK ließ die Kraft nach, viele Zweikämpfe gingen verloren. Glück hatte Zlomusica, als ein Schuss von Kieselbach knapp am langen Pfosten vorbei ins Aus trudelte (60.).

Xhafolli musste zudem reagieren, weil der erkältete Meyer nicht mehr konnte. Er brachte Filimonov und stellte auf 4-4-2 um, Hübner ging in die Spitze. Mit der Systemumstellung lief es ganz gut. So hätte es beinahe 3:0 gestanden, als ein Schuss von Pägelow nach Kunze-Ecke abgefälscht an die Latte klatschte (75.).

Doch nach 78 Minuten begann das Spiel neu. Nach einer langgezogenen Flanke köpfte Storb freistehend für Heide zum Anschluss ein. Danach witterten die Gastgeber Morgenluft und warfen alles nach vorn. Dazu kam, dass der LSK verletzungsbedingt Pauer und Zoch wechseln musste, danach kaum noch großgewachsene Spieler auf dem Platz hatte.

Correia Ca und Ghubasaryan retten spektakulär

Und zwischen der 81. und 86. Minute hatte der LSK richtig Glück, erst rettete Ghubasaryan auf der Linie, dann klatschte der Ball an die Latte, dann rettete Correia Ca vor der Linie. Da war mehrmals Durchatmen auf der LSK-Bank angesagt. "Bei einem Ausgleich wären wir nicht mehr zurückgekommen", wusste Xhafolli.

In den vier Minuten Nachspielzeit machte es der LSK dann besser, sorgte für Entlastung. So hatte Hübner die Entscheidung auf dem Fuß, doch HSV-Keeper Bartell hielt seinen Schuss (90.+2). Als auf der anderen Seite Paulsen freistehend verzog, war das letzte Mal Zittern vorbei. Beim Schlusspfiff rissen alle LSK-Spieler die Armen hoch. Es war geschafft. Die Mission Klassenerhalt geht weiter.

LSK: Zlomusica - Correia Ca, Pägelow, Oelkers - Kunze, Pauer (76. Hildebrand), Ghubasaryan, Hübner - Barajas - Zoch (84. Yagmur), Meyer (59. Filimonov).

Tore: 0:1 Pauer (15), 0:2 Zoch (27.), 1:2 Storb (78.).

Zuschauer: 583.

Schiedsrichter: Scharf.

Gelbe Karten: Neelsen / Correia Ca, Pauer, Oelkers, Hübner.

Beste Spieler: Storb / Kunze, Ghubasaryan, Pägelow.

Von Ulrich Pott

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