Donnerstag , 1. Dezember 2022
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Mit 2:0 ging das Hinspiel an den TuS Neetze. Wie läuft's im Rückspiel in Bardowick? (Foto: be)

TuS Neetze will in Bardowick den Aufstieg feiern

Im Topspiel der Fußball-Bezirksliga kann schon die Entscheidung fallen: Mit einem Sieg in Bardowick steigt der TuS Neetze in die Landesliga auf. Der TuS Barendorf hat einen neuen Co-Trainer für die nächste Saison gefunden.

Lüneburg. Erster Matchball für den TuS Neetze: Mit einem Sieg am Sonntag in Bardowick kann das Bezirksliga-Topteam den Aufstieg eintüten. „Wir wollen den Deckel draufmachen“, sagt Trainer Maik Peyko. Doch die Bardowicker wollen mit aller Macht verhindern, dass ihr Konkurrent ausgerechnet auf ihrem Platz den Aufstieg feiert. „Die Konstellation ist anders als im Hinspiel“, sagt TSV-Trainer Roman Razza. „Wir haben jetzt nichts mehr zu verlieren.“

Letzte Mini-Chance für Bardowick

Die Bardowicker haben nur eine winzige Restchance, Neetze noch zu überflügeln. Dafür muss aber alles in ihre Richtung laufen: Erstens müssen sie Neetze schlagen. Zweitens müssen sie auch ihre restlichen drei Spiele gewinnen. Drittens muss Neetze eines seiner letzten beiden Spiele gegen Scharnebeck und Barum verlieren.

Eine Rechnung, die kaum noch aufgehen dürfte. Vielmehr geht’s dem TSV jetzt vor allem darum, sich für die Niederlage im Hinspiel zu revanchieren. „Dafür brauchen wir aber mehr Druck nach vorne“, weiß Razza. „Wir müssen den Respekt ablegen und mutiger spielen.“

Personell sieht's inzwischen etwas besser aus. Holzhütter und Zechel können wohl wieder mitmischen, auch Sharba ist zumindest wieder im Training. Für Lazo-Garcia kommt das Spiel noch zu früh, für N. Zemke (Muskelfaserriss) ist die Saison wohl vorbei.

Erst Aufstieg, dann Meisterschaft

Die Neetzer haben wieder alle Mann an Bord. Kafetzakis und Jähner sind zurück, auch Rudloff ist wieder fit. Gerade die ehemaligen Bardowicker Thinius, Alak und L. Zemke sind heiß auf das Duell. Peyko: „Wir wollen einen Schritt nach dem anderen machen: Jetzt den Aufstieg klarmachen und danach die Meisterschaft.“

Im Titelkampf redet Römstedt noch ein Wörtchen mit – es sei denn, die SV Scharnebeck schafft eine Überraschung und gewinnt gegen den Neetzer Konkurrenten. Anpfiff in Römstedt ist schon am Sonnabend um 15 Uhr.

Auch in der Abstiegsrunde geht’s in die heiße Phase. Durch viele späte Gegentore ist der TuS Barendorf auf den siebten Platz abgerutscht. „Das war sehr ärgerlich“, sagt Obmann David Keese. „Aber so wie wir in den letzten Wochen gespielt haben, gehören wir in die Bezirksliga. Noch haben wir es selbst in der Hand.“

Hansen wechselt nach Barendorf

Ob Kreisliga oder Bezirksliga – das Trainerteam wird sich zur neuen Saison in jedem Fall verändern. Kevin Panek und Ronald Range hören auf. Dafür hat der TuS einen neuen Co-Trainer gefunden: Hendrik Hansen wechselt vom TSV Bardowick II nach Barendorf und wird neuer Assistent von Bruno Schleiss.

Hendrik Hansen wird Co-Trainer in Barendorf. (Foto: lüb)

Seit mehr als sieben Jahren trainiert Hansen die 2. Herren in Bardowick – derzeit zusammen mit Matthias Ravens, der weitermachen wird. „Der Trainerjob macht mir immer noch Spaß“, sagt Hansen. „Aber ich will mal etwas Neues machen, auch auf einem etwas höheren Niveau. Bisher habe ich immer in der Kreisklasse gespielt und trainiert. Barendorf ist ein toller Verein. Ich freue mich auf die neue Aufgabe.“ Den Bardowickern wird der 38-Jährige als Schiedsrichter und als Altherrenspieler erhalten bleiben.

Neuer Betreuer der 1. Herren in Barendorf wird Bjarne Herbst, der wegen Knieproblemen als Spieler aufhört. Ein paar andere wie Leonhardt und Foelske wollen sich in die 2. Herren zurückziehen, der restliche Kader bleibt beisammen. „An zwei, drei Neuzugängen sind wir dran“, sagt Keese. Darunter auch ein Torwart, der Dennis Neumann entlasten soll. Oldie Neumann hängt noch eine Saison dran, wird danach wohl aufhören und vielleicht ins Trainerteam wechseln.

Wendisch weiter mit kleinem Kader

Barendorf spielt am Sonntag zu Hause gegen Wustrow. Auch Wendisch Evern (gegen Rosche) und die SV Eintracht (gegen Emmendorf) haben Heimspiele. Bei Wendisch ist der Kader wieder dünn. „Wir haben nicht mehr als 12, 13 Spieler“, sagt Obmann Schelle Assenheimer. „Aber wir müssen jetzt wieder punkten. Wir wollen den Klassenerhalt nicht erst am letzten Spieltag gegen Südkreis entscheiden.“

Von Frank Lübberstedt

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