Freitag , 2. Dezember 2022
Anzeige
HVL, Handball, Landesliga
Der HV Lüneburg mit Luis Mahnke (M.) ist heiß auf Spitzenreiter HSG Seevetal/Ashausen. Foto: t&w

HVL glaubt im Top-Spiel an seine Chance

Das Hinspiel ging gründlich schief. Eine Motivation mehr für den HV Lüneburg, jetzt Spitzenreiter HSG Seevetal/Ashausen richtig zu ärgern. HVL-Trainer Christian Fleßner würde gerne wissen, was der Tabellenführer in der Crunch Time drauf hat.

Lüneburg. Der ungeschlagene Tabellenführer kommt: Der HV Lüneburg empfängt am Samstag (19.30 Uhr, Oedeme) die HSG Seevetal/Ashausen zum Spitzenspiel der Handball-Landesliga. Tabellenführer werden die Gäste (25:1 Punkte) unabhängig vom Ausgang der Partie bleiben, zu gern aber möchte der Landesliga-Zweite aus Lüneburg (19:7) dafür sorgen, dass der Zusatz „ungeschlagen“ danach entfällt.

Seevetal bleibt Favorit

„Seevetal bleibt aber der klare Favorit“, meint HVL-Trainer Christian Fleßner, „wir haben schon viel erreicht, dass wir für diese Partie von einem Spitzenspiel sprechen können.“ Das Hinspiel ging für den HVL 23:33 verloren. Seinerzeit leisteten sich die Lüneburger viele leichte Ballverluste, die Seevetal zu einer ganzen Reihe erfolgreicher Tempogegenstöße nutzte.

„Das war dann nicht mehr zu verteidigen“, erinnert sich Fleßner, „deswegen müssen wir diesmal basierend auf einer guten Abwehrleistung darauf achten, keine leichten Tore des Gegners zuzulassen. Und wir müssen unnötige Fehler im Aufbauspiel unbedingt vermeiden. Das nutzt Seevetal gnadenlos aus.“

HVL hofft auf eine spannende Crunch Time

Die Lüneburger wollen das Spiel so lange wie möglich offenhalten. „Wenn uns das gelingt, wollen wir mal schauen, was Seevetal in der Crunch Time so drauf hat“, sagt Fleßner grinsend. Hintergrund: In den letzten Auswärtsspielen zeigten sich die Lüneburger gerade in der Schlussphase spiel- und nervenstark, entschieden die Begegnungen zu ihren Gunsten. Auch in dieser Hinsicht hat sich der HVL glänzend entwickelt.

Beim HVL fehlt Torhüter Kjell Moormann, sonst sind alle an Bord. In den Reihen der Seevetaler stehen mit Kreisläufer Henri Fasterling und Rückraumspieler Artjom Bruchno zwei Ex-Lüneburger. Zudem ist Torhüter Philip Pape nach dem Rückzug des MTV Embsen zum Spitzenreiter gewechselt.

Auswärtsspiel in Oyten

Corona hat HVL-Frauen erwischt

Auf eine extrem schwierige Mission begeben sich die Oberliga-Handballerinnen des HV Lüneburg. Fünf Spielerinnen sind aktuell an Corona erkrankt. Um eine Partie wegen Corona absagen zu können, braucht man laut Reglement aber mindestens sechs Fälle. So fahren die Lüneburgerinnen mit nur sieben Spielerinnen zum Tabellensechsten TV Oyten II (Sbd., 16.00).

Dabei wäre die Aufgabe auch so schon schwer genug gewesen. „Oyten ist zu Hause bärenstark, mit einem tollen Rückraum. Zuletzt haben die Hildesheim mit 13 Toren aus der Halle gejagt“, sagt HVL-Trainer Torsten Doberass.

Von Matthias Sobottka

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.