Sonntag , 4. Dezember 2022
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Fußball, Regionalliga, LSK
LSK-Kapitän Lukas Pägelow quer in der Luft: Der Abwehrchef ist sich für keinen Zweikampf zu schade, geht im Abstiegskampf für sein Team voran. Foto: be

LSK-Abwehr soll in Drochtersen Grundstein legen

Die SV Drochtersen/Assel zählt nicht gerade zu den Lieblingsgegner des Lüneburger SK. Doch das zählt nicht im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga. Trainer Xhafolli gibt eine klare Marschroute aus. Immerhin gibt es im Umfeld eine gute Nachricht.

Lüneburg. Vor dem Spiel bei der SV Drochtersen/Assel gab es für Fußball-Regionalligist Lüneburger SK gute Nachrichten. Der Verein erhielt vom norddeutschen Fußball-Verband die Lizenz für die kommende Regionalliga-Saison. „Erstmals ohne Auflagen“, wie LSK-Finanzvorstand Henning Constien auf der LSK-Webseite verkündete.

In der Tat ist es in erster Linie Constiens solider Finanzpolitik zu verdanken, dass sich der Verein wirtschaftlich wieder in ruhigerem Fahrwasser befindet. Vielleicht gibt diese positive Meldung der Mannschaft noch einen zusätzlichen Schub im Abstiegskampf. Denn die offizielle Zulassung für die Regionalliga ist schön und gut, entscheidend für den Moment ist aber der sportliche Klassenerhalt.

Nur Siege zählen

Am Sonnabend (14 Uhr) tritt das Team von Trainer Qendrim Xhafolli beim Tabellendritten Drochtersen an. „Ich kann es nur noch einmal wiederholen“, sagt der Coach, „in unserer Situation zählen nur Siege.“

Natürlich galt diese Aussage auch schon vor dem Spiel gegen Altona, am Ende kam „nur“ ein 1:1 dabei heraus. Dafür gab es Gründe: ein überraschend spielstarker Gegner, viele Ausfälle, ein frühes Gegentor, eine gelb-rote Karte für Nico Hübner. „Im Fußball gibt es eben diese Unwägbarkeiten, dass man Ende auch mal mit weniger zufrieden sein muss. Aber für das Spiel in Drochtersen gilt: Um unsere Möglichkeiten am Leben zu erhalten, müssen wir gewinnen.“

Personell sieht es deutlich besser aus

Immerhin sieht es personell wieder deutlich entspannter aus. Hübner fällt zwar gesperrt aus, dafür kehren Tomek Pauer nach seiner Gelbsperre, Alessandro Otte und auch der zuletzt erkrankte Malte Meyer in den Kader zurück.

In der Defensive hat der LSK weniger Probleme. Mit dem formstarken Abwehrchef und Kapitän Lukas Pägelow ist eine Persönlichkeit da, die die Dinge in die Hand nimmt und organisiert. Die Probleme liegen vorne. „Wir haben einfach Schwierigkeiten, Tore zu erzielen. Deshalb ist auch in Drochtersen eine starke Abwehrleistung nötig, damit wir nicht wieder einem Rückstand hinterherlaufen müssen“, so Xhafolli, der ergänzt: „Die wenigen Chancen, die wir uns erarbeiten, müssen wir dann einfach nutzen.“

Xhafolli schaut nicht auf andere Teams

Natürlich blicken viele LSK-Fans auch immer wieder auf den FC St. Pauli II. Sollte es richtig schlecht laufen, könnte der LSK nach diesem Wochenende und vor dem direkten Duell am 15. Mai vier Punkte Rückstand auf die Hamburger haben. Nämlich dann, wenn der LSK in Drochtersen verliert und St. Pauli den HSC Hannover schlägt. Xhafolli dazu: „Das ganze Taktieren bringt nichts. Wir haben in den letzten Wochen gut daran getan, uns nur auf uns selbst zu konzentrieren. Das wollen wir beibehalten.“

Von Matthias Sobottka

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