Sonntag , 4. Dezember 2022
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Handball, Landesliga, HVL, Seevetal
HVL-Kreisläufer Jurek Schnackenberg setzt sich hier kraftvoll gegen die Seevetaler Deckung durch. Im Hintergrund Colin Dorka. Foto: be

HVL und Seevetal zeigen Handball-Spektakel

Im Spitzenspiel der Handball-Landesliga gab es, mindestens, zwei Gewinner. Die HSG Seevetal und den Handball selbst. Denn was der HVL und Seevetal zeigten, war Werbung für den Handballsport.

Lüneburg. Am Ende stand eine Niederlage. Mit 30:33 (17:15) verloren die Landesliga-Handballer des HV Lüneburg das Spitzenspiel gegen die HSG Seevetal/Ashausen, die dadurch Meisterschaft und Aufstieg de facto perfekt machten. HVL-Trainer Christian Fleßner aber war weit davon entfernt, sich von der Niederlage die Laune verderben zu lassen.

„Es war ein fantastisches Spiel und eine tolle Werbung für den Handball“, schwärmte Fleßner. In der Tat sahen 300 Zuschauer in der rappelvollen Oedemer Halle ein erstklassiges, schnelles Handball-Spiel auf hohem technischen Niveau.

Grandiose erste Halbzeit des HVL

Die erste Halbzeit war wahrscheinlich die beste des HVL in dieser Saison. Die Abwehr agierte ebenso variabel wie entschlossen, die Angriffe wurden gut und konzentriert ausgespielt, die Lüneburger hielten das Tempo hoch. So viel Gegenwehr hatten die Seevetaler in dieser Saison bisher kaum erlebt.

Mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit erzielte Matthias Pengel das viel umjubelte 17:15. Der HVL war seinem Ziel, dem Tabellenführer die erste Saisonniederlage beizubringen, ziemlich nahe.

Seevetal legt im zweiten Abschnitt eine Schippe drauf

Aber, und das zeichnet Spitzenteams eben aus, legte Seevetal im zweiten Abschnitt eine Schippe drauf. „Wir sind nach der Pause nicht gut ins Spiel gekommen“, sagte Fleßner.

Leon Petersen, mit zwölf Toren überragender Werfer bei Seevetal, und Björn Heinzelmann machten innerhalb von knapp vier Minuten aus dem 15:17-Rückstand eine 18:17-Führung für die Gäste. Den Lüneburgern gelang noch einmal der Ausgleich zum 18:18, danach lagen sie immer knapp im Rückstand, kamen nicht mehr ran oder gar vorbei.

Viele Kleinigkeiten machen Unterschied aus

„Es waren viele Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten“, analysierte Fleßner, „wir waren in der Abwehr nicht mehr ganz so entschlossen. Seevetal war effektiver, während wir bei der Chancenauswertung etwas nachgelassen haben.“

So bewiesen die Seevetaler, dass sie eben auch Crunch Time können. Die Schlussphase der vergangenen Spiele hatte nämlich immer dem HVL gehört. „Es waren tolle Emotionen im Spiel und die Mentalität beider Teams hat mir super gefallen“, freute sich Fleßner dennoch. Beim HVL waren Colin Dorka (9 Tore), Routinier Timo Bleckwedel (6) und Newcomer Lenny Tran auf Linksaußen (6) waren die besten Schützen.

Spenden für die Ukraine-Hilfe

An dem Abend wurden zudem vom HVL 450 Euro Spenden für die Stiftung Hof Schlüter gesammelt. Die Stiftung organisiert Hilfe für die Menschen in der Ukraine.

HVL: N. Tran, Haskarl - Dorka (9), Bleckwedel (6/2), L. Tran (6), Westphal (4), Schnackenberg (2), Strauss (1), Squillante (1), Pengel (1), Hahn, Manke, Düngelhoef.

Von Matthias Sobottka

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