Freitag , 2. Dezember 2022
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Die HVL-Frauen sind nicht zu stoppen.
Die starken Svenja Glas, Pauline Wagner und Rika Spiller (v.l.), hier ein Archiv-Bild aus dem Heimspiel gegen Rosdorf, gewannen bei der HSG Schaumburg-Nord mit 22:20. (Foto: t&w)

HVL-Frauen mit kühlem Kopf zum 22:20-Sieg

Erfolgreiche Auswärtsfahrt nach Schaumburg zementiert Platz zwei in der Handball-Oberliga
Lüneburg. Es war eine anstrengende Auswärtsfahrt, aber sie hat sich gelohnt: Die Oberliga-Handballerinnen des HV Lüneburg gewannen am Dienstagabend bei der HSG Schaumburg-Nord mit 22:20 (11:11) und zementierten damit ihren zweiten Platz. Noch ein Sieg in den verbleibenden zwei Spielen, dann schließen die Lüneburgerinnen die Saison als Vize-Meister ab.

"Das war eine kämpferisch gute Leistung von uns, vor allem mit einer starken Abwehr", freute sich HVL-Coach Torsten Doberass. Seine corona-geschwächten Spielerinnen ließ er erst einmal draußen, begann mit Denise Wollny und Swantje Grote auf den Außen und Svenja Glas im Rückraum. Letztgenannte lieferte über 50 Minuten eine richtig starke Leistung ab, musste dann mit einer völlig überzogenen Roten Karte frühzeitig gehen (54.).

Auf Pöbeleien cool reagiert

Doch selbst diesen Rückschlag verdaute der HVL cool, wie auch die teilweise üblen Pöbeleien der Zuschauer in der engen Halle. "Das war unterste Schublade, aber die Mädels sind ruhig geblieben", sagte Doberass.

Sein Team ging schnell mit 4:0 in Führung (4.), woraufhin die Gastgeberinnen sofort eine Auszeit nahmen. Im Anschluss kämpften sie sich zurück ins Spiel und hielten dies lange offen.

Ab Mitte der 2. Halbzeit abgesetzt

Doch der HVL, bei dem sowohl Carina Gans als auch Juliana Fribus gut hielten, entschied die Partie, als sie Mitte der 2. Halbzeit mit einem 3:0-Lauf von 13:13 auf 16:13 davonzogen. Näher als auf 18:16 kam Schaumburg nicht mehr heran, selbst vier Minuten in Unterzahl überstand der Gast.

In dieser Phase brachte Doberass dann Rika Spiller, die alle vier letzten HVL-Tore warf. "Dass wir dann noch mal so viel Qualität bringen können, ist Wahnsinn", so der zufriedene Coach. Da kann man es auch mal verkraften, wenn man erst weit nach Mitternacht wieder zu Hause ist.

HVL: Gans, Fribus - Glas (4), Spiller (4), Miniers (3), Wollny (3), Wagner (2), Steinbach (2), Draoui (2/1), Zander (1), Grote (1), Horrey.

Von Ulrich Pott

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