Sonntag , 4. Dezember 2022
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Jorid Zander
Jorid Zander (am Ball) und ihre Mitspielerinnen vom HVL wollen am Samstag die Saison mit einem letzten Sieg krönen. (Foto: t&w)

Zwei Linkshänderinnen auf der Wunschliste des HVL

Lüneburger Handballerinnen schließen starke Oberliga-Saison am Samstag daheim gegen Germania List ab. Ihr Trainer Torsten Doberass hat eine besondere Stärke des Teams ausgemacht.

Lüneburg. Es ist das letzte Heimspiel der Saison, bei dem noch einmal ordentlich gefeiert und sich auch sportlich angemessen verabschiedet werden soll. Die Handballerinnen des HV Lüneburg empfangen am Samstag um 17 Uhr Germania List in der Oedemer Sporthalle, wollen mit einem Sieg ihre Vize-Meisterschaft begehen und sich bei Fans und Sponsoren bedanken.

Großes Dankeschön für die Zuschauer

Freier Eintritt, 100 Liter Freibier, dazu Bratwurst im Brötchen für 1,50 Uhr sowie eine Spendendose für die Jugend – es ist alles angerichtet. „Wir wollen noch einmal Danke sagen für die tolle Unterstützung in der ganzen Saison“, sagt HVL-Trainer Torsten Doberass. Und das am besten mit einem weiteren Sieg. „Mit einem Erfolg die Saison zu beenden, gibt uns ein gutes Gefühl“, sagt der Coach. „Auch wenn wir wissen, dass es kein Selbstgänger wird. Aber wir wollen beweisen, dass wir zurecht Vizemeister werden.“

Die Lüneburgerinnen spielten ihre beste Saison seit langem – mit bislang 17 Siegen, einem Remis und fünf Niederlagen. „Die Saison ist phänomenal verlaufen, besser als wir es je gedacht hätten“, sagt Doberass. „Die Mannschaft hat einen Riesen-Schritt gemacht.“

Alle Neuzugänge sind echte Verstärkungen

Was auch an den Neuzugängen der letzten zwei Jahre lag, die allesamt voll eingeschlagen sind. Es begann im Sommer 2020 mit der drittliga-erfahrenen Anne-Christine Miniers, die sofort ihre Klasse zeigte. In dem Sommer hatte der HVL davon profitiert, dass durch Corona die Saison abgebrochen wurde. Das abgeschlagene Schlusslicht HVL wäre sonst wieder Landesligist gewesen. Die Saison 2020/21 dauerte nur zwei Spieltage, schon da zeigten sich aber die Nachwuchsspielerinnen Jorid Zander und Juliana Fribus.

Als dann vor dieser Saison mit Kreisläuferin Pauline Wagner und Linksaußen Denise Wollny zwei weitere Neue kamen, die heute nicht mehr wegzudenken sind, war der Kader so homogen wie seit Jahren nicht mehr. Mit Ricarda Horrey gab es eine weitere junge Spielerin, die dazustieß und zeigte, dass auch auf den Nachwuchs aus dem eigenen Verein gesetzt wird.

Stärkster Angriff der Liga dank der Ausgeglichenheit

So besteht der Kader aus 13 Spielerinnen, aus der keine Akteurin heraussticht – die Mannschaft ist der Star. „Wir haben den besten Angriff der Liga“, sagt Doberass nicht ohne Stolz. Um sofort festzustellen, „dass unsere Torgefahr sich auf sechs, sieben Schultern verteilt“. Damit ist der HVL nie ausrechenbar. Trifft der Rückraum nicht, springen die Außen ein oder der Kreis.

Dennoch sieht Doberass weiter Verbesserungsbedarf. „Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich zwei Linkshänderinnen nehmen“, so Doberass. Doch der Markt ist überschaubar, etliche Spielerinnen, die ein Probetraining gemacht haben, kommen dann doch nicht. „Der Wohlfühlfaktor ist bei Frauen ganz wichtig“, sagt der Coach.

Da keine aktuelle Kader-Spielerin den HVL verlässt, sind Neuzugänge nicht zwingend notwendig. „Ich habe eine tolle Mannschaft“, weiß Doberass. „Da kann jede in jedem Spiel eine Matchwinnerin werden.“

Von Ulrich Pott

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