Sonntag , 4. Dezember 2022
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Drei von vier Lüneburgerinnen, die am Schliersee starten: (v.l.) Antonia Koch, Franka Rust und Lea van Beek. (Foto: privat)

Ein ganz besonderes Highlight für die Lüneburger Triathletinnen

RSC-Team ist bereit und fit für das dritte Bundesliga-Rennen am Schliersee – Niederländerin Robin Dreyling mit am Start

Lüneburg. Ob die Athletinnen für das herrliche Alpenpanorama ein Auge haben, darf bezweifelt werden: Dennoch gehen die vier Triathletinnen des Dr. Loges Triathlon Team Lüneburg voller Vorfreude ins dritte Rennen der Frauen-Bundesliga, denn der Alpentriathlon am Schliersee ist immer ein Highlight im Kalender aller Aktiven. „Es ist ein ganz besonderer Wettkampf, extrem gut besetzt, mit vielen internationalen Top-Stars“, weiß RSC-Coach Jonathan Pargätzi.

Da steigt auch die Vorfreude bei den Lüneburgerinnen, die in den ersten beiden Rennen im Kraichgau (7. Platz) und bei den Finals in Berlin (8. Platz) überzeugten. „Mit einer erneuten Platzierung im Mittelfeld wäre ich sehr zufrieden“, sagt Pargätzi. In der Gesamtwertung steht der RSC auf Rang sieben, sehr gut für einen Aufsteiger. Zumal die Lüneburgerinnen das jüngste Team der Liga sind.

Da am vergangenen Wochenende ein hochrangiges Triathlon-Rennen in Hamburg anstand, bei dem viele internationale Top-Athletinnen am Start waren, reisen diese gleich weiter nach Bayern, um bei dem „besonders attraktiven Rennen dabei zu sein“, so der Coach weiter. Die Atmosphäre an der Strecke ist besonders, weil viele Zuschauer euphorisch anfeuern. Zudem steht die 33. Auflage an, es zeugt von einer besonderen Triathlon-Tradition. Und nach zwei Jahren Corona-Pause sind die Bayern besonders heiß auf das Comeback.

Fast fünf Kilometer mit heftiger Steigung

Und sportlich ist die Strecke sehr anspruchsvoll, dazu anders als bei anderen Wettbewerben. Besonders ist vor allem die 15 Kilometer lange Radstrecke, denn das letzte Drittel besteht aus einer permanenten neunprozentigen Steigung. „Da ist ein Windschattenfahren nicht möglich“, weiß der Coach. Er erwartet, dass die besten Schwimmerinnen am Ende stark zurückfallen, das Feld sich weit auseinanderzieht. „Uns fehlt da aber die Erfahrung, von daher ist eine Vorhersage schwierig“, so Pargätzi.

Er hat sich in der Startaufstellung für drei starke Radfahrerinnen und eine Allrounderin entschieden. Neben Franka Rust und Antonia Koch werden die Holländerin Robin Dreyling, die auch im Kraichgau schon dabei war, und wie in Berlin auch Lea van Beek für das Team antreten. „Lea hat nach ihrer Corona-Infektion erst seit drei Wochen wieder trainiert, da müssen wir abwarten. Aber Robin, Franka und Antonia sind gewappnet und alle auf dem Rad stark.“

Schon am Freitag haben sich die Lüneburgerinnen auf die zehnstündige Busfahrt gemacht, gleich vor Ort noch trainiert. Am heutigen Samstag guckt sich das Team die Strecke an, am Sonntag um 11.45 Uhr geht es in die Vollen. Pargätzi: „Für uns alle wird das ein Highlight.“

Von Ulrich Pott

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