Sonntag , 4. Dezember 2022
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Triathlon Team Lüneburg
Starke Sechste in Schliersee: Antonia Koch, Heidi Juránková, Franka Rust und Lea van Beek (v.l.) fuhren ein Top-Ergebnis ein. (Foto: Kellerer)

Lüneburger Triathlon-Frauen auf Höhenflug in den Bergen

Franka Rust sorgt für das erste Top-Ten-Resultat des RSC in der Bundesliga, auch ihre Teamkameradinnen schlagen sich gut. Dabei war eine eigentlich nur aus Spaß mit nach Schliersee gereist.

Lüneburg. Die Triathletinnen des RSC Lüneburg sind endgültig in der 1. Bundesliga angekommen. Erster Top-Ten-Platz in der Einzelwertung, erstmals Platz sechs in der Tages- und der Gesamt-Tabelle – und das trotz einiger Widrigkeiten im Vorfeld und einer Umbesetzung keine 24 Stunden vor dem Rennen im bayerischen Schliersee. "Und wir waren wieder das jüngste Team. Dafür war es extrem gut", freute sich Jonathan Pargätzi, Trainer des Dr. Loges Triathlon Team.

Nur zehn Sekunden hinter der Weltmeisterin

Außerordentlich gut lief es vor allem für Franka Rust, die diese Sprintdistanz in 1:03:19 Stunden absolvierte und damit Neunte wurde. Nur zehn Sekunden trennten sie von der achtplatzierten Jule Behrens (Potsdam), der Europa- und Weltmeisterin bei den Juniorinnen aus dem Vorjahr.

"Der Kurs kam ihr sehr stark entgegen", meinte Pargätzi mit Blick auf die sehr anspruchsvolle Radstrecke, auf der sich Schwächen im Schwimmen wieder ausgleichen lassen. Die Lüneburgerin schlug sich beim Schwimmen und Laufen wacker, absolvierte den gut fünf Kilometer langen Schlussanstieg auf dem Rad bei knalligem Sonnenschein beherzt. Nur eine Vierer-Spitzengruppe blieb in diesem starken Feld außer Sichtweite.

Heidi Juránková springt kurzfristig ein

Den 20. Platz belegte Heidi Juránková in 1:05:34 – die junge Tschechin wollte eigentlich nur locker das Altersklassen-Rennen an gleicher Stelle bestreiten, musste aber kurzfristig für die erkrankte Robin Dreyling einspringen. Die hatte zunächst grünes Licht für ihren Einsatz gegeben, doch am Abend vorm Rennen ging es der Niederländerin wieder so schlecht, dass Heidi Juránková voll aus dem Training heraus doch im Liga-Rennen an den Start ging.

Komplettiert wurde der RSC von Antonia Koch (47./1:10:29) und Lea van Beek (51./1:11:03). Antonia Koch hatte mit Magenproblemen zu kämpfen und kam erst beim Laufen auf Touren. So konnte sie noch diverse Konkurrentinnen überholen – und ihre Teamkameradin Lea van Beek, die wenige Wochen nach einer Corona-Infektion noch etwas geschwächt wirkte.

Starke Ergebnisse auch im Männer-Wettbewerb

Platz sechs haben die Lüneburgerinnen jetzt aber gemeinsam mit dem Team Berlin inne, auch Viernheim auf vier und Köln auf fünf sind nicht außer Reichweite. Das vierte von insgesamt fünf Rennen steigt am 7. August in Nürnberg.

Pargätzi war aber auch stolz auf die Ergebnisse der drei Lüneburger im Männer-Wettbewerb – dort starten das RSC-Trio für drei verschiedene Klubs. Fabian Schönke (Potsdam) wurde 16., Timo Behrens (Weimar) 26. und Lasse Schöfisch (Köln) 36. saf

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