Sonntag , 4. Dezember 2022
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Carlos Anson (am Ball) ist im Sturm des MTV Treubund gesetzt, dürfte auch am Mittwoch in Bardowick beginnen. (Foto: t&w)

LSK oder MTV Treubund in Bardowick?

Im NFV-Pokal kommt Papenburg heute nach Neetze, im Bezirkspokal trifft zeitgleich der Bezirks- auf den Landesligsten

Lüneburg. Für die Fußball-Fans in Stadt und Landkreis Lüneburg ist es an diesem Mittwoch schwer, sich zu entscheiden, zu welchem Spiel sie denn gehen sollen. Da können sie erstmals den runderneuerten Lüneburger SK im NFV-Pokal-Achtelfinale gegen Blau-Weiß Papenburg im Neetzer Jahnstadion inspizieren. Oder aber sie schauen sich auf dem Bardowicker Heinrich-Langeloh-Platz das letzte mit hiesigen Teams verbliebene Bezirkspokal-Viertelfinale an, bei dem der ambitionierte Bezirksligist TSV Bardowick und der voll auf die Jugend setzende Landesligist MTV Treubund aufeinandertreffen. Anpfiff ist jeweils um 18.30 Uhr.

Der 3:1-Sieg des Lüneburger SK am ersten Oberliga-Spieltag in Rotenburg überraschte nach der sehr holprigen Vorbereitung doch einige Fans, die den Abgesang auf den LSK schon vor dem Saisonstart fertig formuliert hatten. Doch die Realität zeigte, dass der bislang noch sehr kleine Kader viel Qualität besitzt. „Wir hatten eine klare Idee, die die Spieler gut umgesetzt haben“, freut sich LSK-Co-Trainer Gregor Trowitzsch. „Jeder unserer Spieler bringt sich in die Gruppe ein, jeder sieht unser Projekt.“

Dass der Trainerstab stets ruhig geblieben ist und dies auch allen Spielern erläuterte, ließ intern nie Unruhe aufkommen. „Wir haben eine coole Struktur in der Mannschaft“, sagt Trowitzsch, der jetzt nach dem Sieg „viel positive Stimmung“ wahrgenommen hat.

Trotzdem ist die Suche nach weiteren Spielern noch nicht abgeschlossen, wurde jetzt wieder ein Kicker nach Hause geschickt, bei dem es Restzweifel gab. „Nur wer sich voll und ganz auf den LSK einlässt, bekommt bei uns einen Vertrag“, sagt auch LSK-Finanzchef Henning Constien.

LSK-Tore in Rotenburg „keine Zufallsprodukte“

Gegen den starken Aufsteiger aus Papenburg, der lange mit 2:0 gegen den VfL Oldenburg führte, sich am Ende aber mit einem 2:2 begnügen musste, wird es der Kader richten, der in Rotenburg „effektiv seine Chancen genutzt hat“, so der Xhafolli-Vertreter. Und Trowitzsch ergänzt: „Die Tore waren keine Zufallsprodukte.“

Okafor und Seidel saßen in Rotenburg angeschlagen auf der Bank, sind nun gegen Papenburg wieder Optionen. Zudem wird erstmals auch Posipal im Kader stehen. Wunderdinge sind vom 34-Jährigen aber erst einmal nicht zu erwarten, denn erst in dieser Woche stieg er ins Training ein.

Verbesserungen sieht Trowitzsch noch im Spiel ohne Ball, zudem wird Papenburg „ein ganz anderer Gegner als Rotenburg“. Der Aufsteiger ist seit Jahren eingespielt, kommt über die körperliche Präsenz, hat viele große Leute. „Sie spielen einen interessanten Fußball, das wird ein hartes Stück Arbeit“, so Trowitzsch.

Ein hartes Stück Arbeit dürfte auch auf den MTV Treubund beim TSV Bardowick zukommen. Denn die Gastgeber bugsierten schon den Landesligisten TuS Neetze aus dem Wettbewerb, sind in guter Frühform.

„In der Mannschaft steckt ja viel MTV drin, viele Spieler haben eine MTV-Vergangenheit“, weiß Michael Zerr. Der Lüneburger Coach nennt Zeugner, Glüsing, Hußmann, Pahl, Holzhütter oder Böttcher, um nur einige zu nennen. „Sie haben eine gute Qualität, haben sich gut entwickelt“, so Zerr.

„Darauf können wir als MTV ja stolz sein“, findet der Coach. Dumm nur, dass die Spieler dann gehen, wie auch zum LSK jetzt Neumann oder Knacke. Aber warum blieben sie nicht an der Uelzener Straße? „Andere Vereine haben andere finanzielle Möglichkeiten als wir“, so der MTV-Coach.

Die Jugend-Karte wird voll ausgespielt

Deshalb setzen die Turner voll auf die Karte Jugend. Und von denen wird eine Handvoll auch gegen Bardowick auflaufen. „Wir werden unseren jungen Leuten auch weiter die Chance geben, zu spielen.“ Sicher fehlen weiter Demir (Armbruch), Winkelmann (Pfeiffer`sches Drüsenfieber), Winter (Achillessehne) und ein paar Urlauber. „Und die nicht ganz fitten Spieler bekommen ihre Pausen“, so Zerr. Denn die Saison ist lang. „Dennoch ist es unser Ziel, weiterzukommen.“

Von Ulrich Pott

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