Samstag , 3. Dezember 2022
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Finn Jordan Richter
Finn Jordan Richter "Finnio" produziert und schreibt seine eigene Musik, z.B. seine erste Single "Chill". (Foto: privat/: Timm Markgraf)

Finnio – Ein Musiker mit Herz und Blut

Finn Jordan Richter nennt sich als Musiker Finnio und arbeitet an seinem Debütalbum „Wihr“. Den etwas rätselhaften Titel erklärt er so: "Für ein wir braucht man ein ihr". Der 24-Jährige arbeitete bereits in den Studios von Peter Hoffmann, als erste Auskopplung des Albums ist zunächst die Single "Chill" erschienen, die im Netz erfreuliche Resonanz findet.

Lüneburg. Eine rosa Second-Hand Jacke ist sein Markenzeichen. „Finnio“, gebürtig Finn Jordan Richter, ist mit seinen mehr als 2000 Klicks auf seiner ersten Single „Chill“ ein echter Nachwuchskünstler aus Lüneburg. Der 24-Jährige hatte schon als kleines Kind den Drang, Musik zu machen. So erzählt er, dass er schon als kleines Kind auf dem Airbag getrommelt hätte, in der Hoffnung, dass dieser nicht herausspringen würde.

Ab da fing dann seine Reise als Musiker an – mit 13 Jahren gab es die ersten Versuche, auf dem Computer irgendwas zu klimpern; später wollte er dem Keyboard irgendwelche Töne entlocken. Schon immer war er leidenschaftlich dabei und hatte schon früh entschieden, Musik zu seinem Beruf zu machen.

Man vergisst alles um sich herum

Mit 18 ging er nach Zürich, wo er durch seine Schule bereits im Altenheim die Senioren begeisterte. Ein Jahr später war dann Australien dran. Dort lernte er viele andere Künstler kennen, zusammen sangen sie auf Campingplätzen oder auf der Straße.

Über seine Zeit dort schwärmt Finnio: „Wenn man nachts Musik macht, hat es etwas Zauberisches. Wenn dann noch Sterne und Mond scheinen, fühlt man sich einfach mal allein auf der Erde und vergisst alles um sich herum.“ Sein erstes Konzert hatte er 2019 im Studio von Peter Hoffmann in Vögelsen. Dieser hatte ihn in seine Arbeitsräume aufgenommen, damit Richter dort seinem Traum nachgehen konnte, seine eigene Musik selbst zu produzieren. Zusammen wollten sie sogar eine EP auf den Markt bringen, was jedoch durch Corona scheiterte.

Eine etwas hiphoppigere Nummer

Im Studio lernte Finnio unter anderem die Musiker Timm Markgraf und Benjamin Klein kennen. Die beiden gründeten das Projekt „Corona Künstler Hilfe“, das Künstler in der Zeit von Corona finanziell unterstützte. Finnio half den beiden Gründern, indem er andere interviewte. Die Pandemie hielt ihn aber nicht auf, er produzierte und schrieb weiter, sodass seine erste Single „Chill“ dieses Jahr herauskam. Eine etwas hiphoppigere Nummer, die ausdrückt, dass man „einfach zusammen die Zeit genießen soll“.

Jetzt steht aber noch sein erstes Album vor dem Start, im Dezember soll es erscheinen. „Wihr“ wird es heißen: „Für ein wir braucht man ein ihr“, erläutert er den Titel. Das Album sollte schon seit drei Jahren veröffentlicht werden. Jetzt ist die Musikrichtung sehr vielseitig geraten. Ob etwas Akustisches mit Streichquartett, etwas Rockiges, Poppiges oder Balladen: Seine Musik sei sehr eigen, aber für jeden Hörer sei etwas dabei. Demnach wünscht sich Finnio, der aktuell in Berlin wohnt, dass man es sich ganz anhören soll.

Erwachsenwerden bringt Glücksgefühle und auch Sorgen

Bis zur Veröffentlichung will der Künstler jeden Monat einen neuen Song schreiben und singen, der nächste steht im Oktober an. Aktiv ist er auf auf Instagram, Tiktok und Youtube unterwegs, wo er Musikvideos von seinen Songs hochlädt. Finnio wünscht sich einfach, seiner Leidenschaft nachzugehen und die Menschen mit seiner Musik zu begeistern, die sagt: „Erwachsenwerden bringt Glücksgefühle und auch Sorgen, aber das ist okay.“

Von Ayleen Rauschenbach

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