Samstag , 3. Dezember 2022
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Sascha Fitzner (l.) und Slawa Fritz
Sascha Fitzner (l.) und Slawa Fritz hatten viel zu lachen beim ersten Vergleich mit Rostock. Am Samstag empfangen die Keiler die Nasenbären erneut. (Foto: be)

Salzstadtkeiler müssen nochmals gegen Rostock ran

Posse um das dritte Halbfinale in der Inlinehockey-Regionalliga, das nun doch am Samstag steigen wird. Zwei Tage später wird es für den Sieger nochmals ernst.

Lüneburg. Es ist nicht gerade eine Liebesbeziehung, die die Salzstadtkeiler Lüneburg und die Rostocker Nasenbären seit ihrem ersten Date vor 17 Jahren verbindet. Nun hat‘s zwischen den beiden Inlinehockey-Teams wieder einmal gekracht – Anlass ist die Verabredung zum dritten Halbfinale in der Regionalliga Ost, die Rostock erst platzen ließ und auf die der Club nun doch besteht. Folge: Die Salzstadtkeiler, die sich eigentlich schon auf das Endspiel am Montag gegen die Berlin Buffalos eingestellt hatten, müssen nun doch noch einmal gegen Rostock ran. Und zwar am Samstag um 19 Uhr im Lünepark.

„Da wird sicher eine ganz andere Härte im Spiel sein“, befürchtet Lüneburgs Spielertrainer Alexander Walden. „Wir müssen da so emotionslos wie möglich reingehen.“ Das allerdings fällt den Keilern schwer. Am vergangenen Samstag erzwang Rostock mit einem 12:10-Sieg ein drittes und entscheidendes Playoff-Halbfinale, das für den vergangenen Sonntag in Lüneburg angesetzt war. So stand es auf der Homepage des Berliner Verbands BISHL, der für die Regionalliga Ost zuständig ist. „Einige Rostocker hatten beim Abklatschen noch ,bis morgen‘ gesagt“, so Walden.

Verband vergisst die offizielle Mitteilung

Plötzlich aber müssen die Nasenbären wohl gemerkt haben, dass sie für ein drittes Spiel am Tag darauf nicht genügend gute Spieler zusammenbekommen würden – eine Rumpftruppe war beim ersten Spiel in Lüneburg (1:11) chancenlos. „Am Samstagabend teilte uns einer der Ligen-Leiter noch via WhatsApp mit, dass das dritte Spiel am Folgetag (Sonntag) angesetzt wurde. Diese Info wurde jedoch im Vorfeld über keinen offiziellen Verbandskanal an die Rostocker Nasenbären kommuniziert“, betonte Nasenbären-Chef Christian Ciupka auf der Facebook-Seite des Vereins.

Rostock sagte den Lüneburgern also für den vergangenen Sonntag ab. Die Keiler glaubten, dass sie nun kampflos das Finale erreicht hätten – ein Irrglaube. Walden vermutet ein Kalkül dahinter, dass die Rostocker angeblich keine Ahnung vom Termin für das dritte Spiel hatten. „Letztlich war es der Fehler des Verbands, Rostock keine offizielle Einladung geschickt zu haben“, hakt er den Fall ab.

Nun können sich die Keiler am Samstag immerhin nicht kampflos, sondern auf einwandfrei sportlichem Weg für das Endspiel qualifizieren. Schütt und Kowalenko fallen verletzt aus, dafür kehrt Merten ins Team zurück und kann die zuletzt arg wackelige Abwehr stablisieren.

Finale steigt wie geplant schon am Montag

Der Sieger trifft bereits am Montag, 3. Oktober, im Rahmen des großen Endspieltages auf die Berlin Buffalos. Die Partie steigt um 15.30 Uhr in Falkensee. Die Busse sind gebucht – sollten die Keiler aber ausscheiden, übernimmt der Verband die Kosten für die Reservierung. Walden aber gibt die eindeutige Meinung seines Teams wieder: „Jetzt wollen wir das auch zu Ende bringen.“ Klingt nach echter Liebe zum Sport...

Von Andreas Safft

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