Sonntag , 4. Dezember 2022
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Adendorfer Serenade die Altistin Juliane Sandberger und den Bratschisten Thomas Rühl eingeladen.
Pianistin Katharina Hinz (Mitte) hat als Leiterin der Adendorfer Serenade die Altistin Juliane Sandberger und den Bratschisten Thomas Rühl eingeladen. (Fotos: Martina Denker, t&w Claudia Höhne)

Adendorfer Serenade: Mit Gott im Ungewitter

Eigentlich wollte Katharina Hinz schon 2020 ihr zehnjähriges Jubiläum als künstlerische Leiterin der Adendorfer Serenade feiern. Doch das fällige Konzert der Pianistin fiel Corona zum Opfer. Jetzt wird die Feier mit vielen Gästen und einem opulenen Romantik-Programm mit Werken von Brahms und Schubert im Castanea Forum nachgeholt.

Adendorf. Wer im Jahre 2020 ein musikalisches Jubiläum feiern wollte, hatte schlechte Karten – Corona. Das traf beispielsweise Konzerte mit der Musik Beethovens, der 250 Jahre alt geworden wäre. Und das traf die Pianistin Katharina Hinz, die ihr zehnjähriges Jubiläum als künstlerische Leiterin der Adendorfer Serenade feiern wollte, natürlich mit einem Konzert. Das wird nun, zwei Jahre später, nachgeholt: Sonnabend, 8. Oktober, 19.30 Uhr im Castanea Forum.

Angekündigt ist „ein opulentes Programm für alle Liebhaber der Romantik“, mit Kammermusik und Chorwerken von Franz Schubert und Johannes Brahms, dazu kommen „Three Songs“ von Frank Bridge (1879-1941), den man noch als Spätromantiker bezeichnen kann. Natürlich ist – neben selteneren Stücken wie etwa „Gott im Ungewitter“ – das berühmte „Ständchen“ von Schubert im Programm, und auch von Brahms gibt es ein Ständchen.

Opulentes Programm von Brahms bis Schubert

Eigentlich ist die einst von Günther Feller gegründete und lange betreute Serenade eine Kammermusikreihe. Zum Dienstjubiläum aber darf es eben ein bisschen opulenter sein. Katharina Hinz hat den Lüneburger Kammerchor St. Michaelis unter der Leitung von Kantor Henning Voss eingeladen, als Solisten sind die Altistin Juliane Sandberger und der Bratschist Thomas Rühl dabei.

Katharina Hinz absovierte ihr Musiker-Diplom an der Dresdener Musikhochschule, anschließend studierte sie an der Musikhochschule Karlsruhe Liedgestaltung bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll. Prägend für ihren künstlerischen Werdegang als Solistin, Orchesterpianistin und Liedbegleiterin waren außerdem Meisterkurse bei Thomas Quasthoff, Norman Shetler und Wolfgang Rihm. Sie gewann Stipendien und Förderpreise, gastierte als Kammermusikpartnerin in England, beim Kammermusikfestival in Tallinn/Estland und beim internationalen Brahmsfestival in Südkorea.

Kulturförderpreis des Landkreises

In den Jahren 2020/2021 gab sie Liederabende zur Eröffnung des Rheinsberger Musiksommers und auf NDR Kultur mit der Sopranistin Hanna Zumsande. 2021 erhielt sie ein Stipendienprogramm Klassik im Rahmen von Neustart Kultur für eine Lied-CD. Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Katharina Hinz auch eine gefragte Pädagogin und als Dozentin in der Begabtenförderung des Hamburger Konservatoriums tätig. In diesem Jahr erhält sie den Kulturförderpreis des Landkreises Lüneburg.

Die Sängerin Juliane Sandberger wirkte an zahlreichen Projekten unter namhaften Dirigenten wie Christoph Eschenbach und Ingo Metzmacher mit. Als Solistin reicht ihr Repertoire von der Renaissancemusik über die großen Oratorienpartien Johann Sebastian Bachs, die einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden, bis hin zum romantischen und zeitgenössischen Repertoire.

Der Bratschist Thomas Rühl ist Dozent für die Jeneusses Musicales Deutschland und seit 2006 Mitglied des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.

Von Frank Füllgrabe

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