Montag , 5. Dezember 2022
Anzeige
Salzstadtkeiler
Die Salzstadtkeiler kämpften sich in der Regionalliga Ost bis ins Finale vor und sicherten sich damit das Aufstiegsrecht für die 2. Bundesliga. Der Vizemeister, hinten von links: Klaas Jeschke, Maxi Bauer, Fynn Gringel, Felix Gause, Dennis Schütt, Tufan Salfeld; Mitte von links: Markus Schneider, Tim-Daniel Finke, Alexander Walden, Alexander Rokoss, Anton Naujoks; vorn von links: Adrian Grimm und Tobias Königsmann. (Foto: privat)

Salzstadtkeiler stolz auf die Vizemeisterschaft

Lüneburger verlangen den Berlin Buffalos im Finale der Regionalliga Ost alles ab. Doch nun muss das Inlinehockey-Team um seine Spielstätte zittern.

Lüneburg. Am Ende hat es nicht ganz gereicht. „Trotzdem gehen wir mit einem positiven Gefühl aus der Saison“, berichtete Spielertrainer Alexander Walden. Seine Lüneburger Salzstadtkeiler verpassten den Titelgewinn in der Inlinehockey-Regionalliga Ost, verloren das Finale gegen die Berlin Buffalos mit 6:9 (1:4, 3:2, 2:3).

Beim Endspieltag in Falkensee trafen in der Tat keine gewöhnlichen Drittligisten aufeinander, sondern die beiden eindeutig besten Teams der Liga. Die Buffalos hatten wie auch Lüneburg zahlreiche Cracks aus alten Erstliga-Zeiten aufs Parkett gebracht. Zudem können die Büffel als Kooperationspartner auch Spieler des Erstligisten Unitas Berlin einsetzen.

Trainer wechselt sich selbst aus

„Im ersten Drittel haben wir nicht richtig Zugriff aufs Spiel gefunden“, meinte Walden. Er hatte besondere Probleme mit dem rutschigen Boden, nahm sich selbst nach zwanzig Minuten ganz aus dem Spiel: „Wir haben in der Drittelpause geguckt, wer mit den Verhältnissen gut klarkommt und haben auf zwei Reihen umgestellt. Ab da lief es.“

Die Keiler erzeugten nun Dauerdruck, scheiterten mehrfach an Pfosten oder Latte. Walden: „Berlin hatte einfach mehr Schussglück.“ Schneider (2), Bauer, Gringel, Salfeld und Fitzner besorgten die Tore für die Keiler, bis sie sich auf 6:8 herangekämpft hatten. Doch das neunte Tor der Buffalos entschied die Partie endgültig.

Rundum überzeugend gegen Rostock

Zwei Tage zuvor hatten die Keiler erst das Finalticket gelöst. Im dritten Halbfinale schlugen sie die Rostocker Nasenbären dank einer rundum überzeugenden Leistung mit 11:4. Schneider (4), Bauer (3), Naujoks, Fritz, Jeschke und Salfeld schossen die Tore.

Wie geht es aber weiter? Die Keiler haben mit der Vizemeisterschaft auch das Aufstiegsrecht für die 2. Liga erkämpft. „Und wir könnten dort sicher auch gut mithalten“, glaubt Walden. Dort allerdings würden viele Fahrten bis ins Ruhrgebiet und weiter anstehen. Eine Alternative wäre die Neugründung der Regionalliga Nord, für die es in den vergangenen Jahren nicht genügend Interessenten gegeben hatte. Die Empelde Maddogs starteten einen neuen Versuch, eine solche Liga auf die Beine zu stellen, stoßen dabei auf großes Interesse bei den Keilern.

2. Bundesliga – oder ein Wechsel in den Norden?

Die fühlten sich im Osten auch wohl, abgesehen vom Theater um das zunächst vermeintlich kampflos gewonnene und dann doch neu angesetzte dritte Halbfnale gegen Rostock.

Planungssicherheit hat das Inlinehockey-Team aber aus einem ganz anderen Grund noch nicht. Die Stadt benötigt Sporthallen als Notunterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine, zurzeit werden die Hallen der ehemaligen Schlieffenkaserne umgerüstet. Walden: „Unsere Halle im Lünepark wäre als nächste dran.“ Und niemand weiß, wie lange diese Unterkünfte im Fall der Fälle benötigt werden.

Von Andreas Safft

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.