Samstag , 3. Dezember 2022
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DenManTau kommt am Freitag wieder zurück nach Lüneburg. (Foto: privat)
DenManTau kommt am Freitag wieder zurück nach Lüneburg. (Foto: privat)

DenManTau: Rockin‘ all over the world

Sie waren Jahre in den USA, Monate in Australien, Wochen in der Ukraine. Die Lüneburger Band DenManTau ist als Profitruppe unterwegs. Das ist nicht immer leicht, aber selbst gewähltes Schicksal und eine Frage der Leidenschaft. Davon haben die Musiker viel.

Lüneburg. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Mehr als 2000 Auftritte auf Bühne und Straße, unterwegs in den USA, in Australien und Europa. Das ist erst die Zwischenbilanz der Lüneburger Band DenManTau. Zurzeit sind die Musiker mit ihrem energiegeladenem Rock wieder unterwegs, spielen auch dort, wo sie leben. Gerade waren sie bei Ben Boles‘ Feierabendkultur vor der KulturBäckerei. Am Freitag, 7. Oktober, spielen sie im Lüneburger Salon Hansen (Einlass: 20.30 Uhr), am 8. im Vakuum Bad Bevensen (20 Uhr). Dann geht’s quer durchs Land mit Finale am 28. im Hamburger Mojo Club.

Paul Weber, Stefan Pomplun, Jonas Gerigk und Julian Schonscheck machen seit 20 Jahren Musik zusammen, seit 2011 als DenManTau. Nur am Schlagzeug gibt’s Wechsel. Sehen sie sich als Profiband? Antworten gibt Julian Schonscheck, Gitarrist und Keyboarder der Band.

„Ja, wir machen alle nach wie vor nur Mucke, sind so eine Art Überlebenskünstler in einer verrückten Nische. Wir spielen auch nach wie vor viel Straßenmusik, sehr oft sind wir auf den Landungsbrücken in Hamburg. Alles in allem spielen wir mindestens 60 Konzerte im Jahr.

Was ist der Reiz an Straßenmusik?

Natürlich der unmittelbare Kontakt. Wenn wir einen neuen Song haben, merken wir sofort, ob der die Menschen erreicht. Bis so etwa drei Grad gehen wir raus.

Hat sich die Band mit der Zeit stilistisch gewandelt?

Inspiriert wurden wir von Bands wie Red Hot Chili Peppers, Led Zeppelin und anderen. Wir waren früher sicher etwas härter, aber bewegen uns nach wie vor im Bereich Indie-/Alternative-Rock. Auf der Bühne setzen wir heute auch mehr Elektronik ein.

Wie hält man sich in einer Band aus, in der man ja oft eng auf eng unterwegs ist?

Das ist eigentlich wie in einer Ehe, wir arbeiten eben an unserer Beziehung, haben auch mit Coaching gearbeitet, damit alles gut geölt ist.

Ihr wart 2014 bis 2017 in den USA. Gab es da Konzert-Highlights?

Ja, wir haben zum Beispiel im Whisky a Go Go gespielt, wo früher Bands wie die Doors, Led Zeppelin und Metallica aufgetreten sind. Wir haben auch den Support für Jefferson Starship gemacht und vieles mehr.

Es zieht Euch immer wieder hinaus, unter anderem neun Monate nach Australien und Neuseeland.

Ja. Wir haben aber jetzt den Fokus mehr auf Europa und Deutschland. Gerade waren wir auf einem Straßenmusikfestival in Italien, in Ferrara. Wir haben dort auch für Videos zu einer neuen EP gedreht. Letztes Jahr waren wir auch drei Wochen in der Ukraine, also vor dem Krieg.

Bestehen da noch Verbindungen?

Unsere besten Freunde von dort sind mittlerweile nach Deutschland geflüchtet. Über „social media“ laufen aber noch sehr viele Kontakte.

Covert Ihr auch?

Ja, das macht viel Spaß, wobei wir den Songs immer eine eigene Note geben, etwa mit der Trompete. Wir haben zum Beispiel „Love Is A Battlefield“ von Pat Benatar im Programm, auch „Ohne dich“ von Rammstein, in einer akustischen Version. Die sind übrigens auch eine Inspiration für uns.

Aktuell gibt es eine neue Single „Heart And Stone“ mit starkem Video, jetzt habt Ihr in Lüneburg gedreht. Wofür?

Gleich nach der Tour geht es im November ins Studio. Unsere sechste EP kommt im Winter raus. Da gibt’s dann auch ein neues Video.

Von Hans-Martin Koch

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