Samstag , 3. Dezember 2022
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HVL, Handball, Oberliga, Landesliga
Birka Kossek (r.) will mit dem HV Lüneburg gegen Plesse gewinnen, um das Punktekonto so schnell wie möglich ausgleichen zu können. Foto: t&w

HVL-Trainer Doberass fordert volle Konzentration gegen Plesse

Bloß nicht verlieren, um ein weiteres Abrutschen zu vermeiden und die Chance auf die alleinige Tabellenführung – die Ausgangssituationen vor dem Wochenende sind unterschiedlich für die Handball-Teams des HVL.

Lüneburg. Mit gemischten Gefühlen erinnert sich Torsten Doberass, Trainer von Handball-Oberligist HV Lüneburg, an die Partie seiner Mannschaft vor knapp zwei Wochen gegen Aufstiegsanwärter VfL Wolfsburg.

Beim 32:34 legten die Lüneburgerinnen in der zweiten Halbzeit eine beeindruckende Aufholjagd hin. „Ja, es ist schön, dass wir die zweite Halbzeit gewonnen haben. Andererseits hat uns das Spiel geärgert. Denn nur eine gute Halbzeit reicht eben nicht und wir haben uns nicht belohnt.“

HVL-Deckung wird viel zu tun bekommen

Abgehakt habe man das Spiel aber mittlerweile. „Hannover und Wolfsburg, die beide in die 3. Liga wollen, haben wir nicht im Blick“, so Doberass. Dafür den tabellarischen Nachbarn HSG Plesse-Hardenberg. Der Tabellen-Achte ist am Samstag um 17 Uhr zu Gast beim HVL in der Sporthalle Oedeme.

Die Lüneburgerinnen, aktuell Neunte mit 4:8 Zählern, wollen ihr Punktekonto so schnell wie möglich wieder ausgleichen. Dafür aber ist eine hochkonzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit erforderlich.

Beke Hartig könnte den Lüneburgerinnen zu schaffen machen

„Wir dürfen die erste Halbzeit nicht wieder verschlafen“, mahnt Doberass, „Plesse ist eine sehr anspruchsvolle Mannschaft mit guten Einzelspielerinnen. Wir müssen sicher in der Abwehr stehen und 100 Prozent geben.“

Der HVL-Trainer hat vor allem Beke Hartig im linken Rückraum der Gäste im Blick. Sie erzielte in vier Spielen bisher 26 Tore, also 6,5 pro Partie. Nachlässigkeit in der Deckung dürften sofort bestraft werden.

Kader ist für das Spiel komplett

Überhaupt sind 180 Gegentore in sechs Spielen bislang sicher nicht das, was sich der HV Lüneburg vorgestellt hat. Immerhin stehen dem auch starke 180 erzielte Treffer gegenüber.

„Dennoch“, so Doberass, „Leichtfertigkeit dürfen wir uns nicht erlauben.“ Auch wenn es mit Quervergleichen immer so eine Sache ist: Immerhin hat Plesse den MTV Großenheidorn geschlagen, wo der HVL knapp verloren hat. In Heidmark zuletzt hatten die Gegnerinnen beim 27:30 „einfach Pech“, wie Doberass weiß.

Das alles deutet auf eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe hin. Nach jetzigem Stand haben die Lüneburgerinnen alle Spielerinnen an Bord.

Handball-Landesliga

HVL-Männer zum Spitzenspiel in Achim

Den Handballern des HV Lüneburg steht das Spitzenspiel in der Landesliga bevor. Das Team von Trainer Christian Fleßner tritt am Samstag, 16.30 Uhr, bei der SG Baden-Achim II an. Beide Mannschaften sind mit je 8:0 Punkten noch verlustpunktfrei.

„Wer mit 8:0 Punkten in die Landesliga-Saison gestartet ist, kann sicher Handball spielen“, sagt Fleßner leicht grinsend. Gemünzt ist diese Aussage zwar auf den Gegner, gilt aber natürlich genauso für sein eigenes Team. Und genau das ist für den HVL-Coach entscheidend: „Mir ist egal, wer da kommt. Ich bin voll auf meine Mannschaft fokussiert.“

Fleßner ist gespannt darauf, wie sich die zwei Wochen Pause auswirken werden: „Sicherlich war es ganz gut, einfach mal runterzukommen. Andererseits ist es auch immer gut, im Rhythmus zu bleiben.“ Der HVL konnte in den Ferien trainieren und will nun auch diesen Härtetest bestehen – trotz einiger Erkältungsfälle.

Von Matthias Sobottka

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