Dienstag , 6. Dezember 2022
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SV Scharnebeck
Den letzten Sieg feierten die Scharnebecker mit Jonas Koch, Lennart Schilf und Julian Menzel (rote Trikots, von links) gegen Barskamp, hier mit Yannik Lau. (Foto: be)

Vastorf der richtige Aufbaugegner für Scharnebeck?

Kleiner Krisengipfel am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga. Der Vastorfer SK will sich nicht kampflos ergeben - und auch die SVS hat Probleme.

Scharnebeck/Vastorf. Die einen haben die Spitze aus den Augen verloren, die anderen sind ans Tabellenende abgestürzt. Ein kleiner Krisengipfel steht am Sonntag (14 Uhr) in der Fußball-Bezirksliga auf dem Programm, wenn die SV Scharnebeck den Vastorfer SK empfängt. Die SVS ist seit fünf Spielen sieglos, Vastorf hat sogar sechs Spiele in Folge verloren und dabei insgesamt 30 Tore kassiert. In dieser Form wäre der Abstieg sicher nicht zu vermeiden.

Zumindest die Defensive funktioniert wieder besser

Solche Sorgen hat Scharnebecks Trainer Carsten Lorenzen angesichts des Polsters auf die Abstiegsränge wohl nicht. Allerdings ärgerte er sich schon über die vielen Gegentore - viermal in Folge jeweils zwei. Der Coach sah aber Fortschritte beim jüngsten 0:0 seiner Mannen in Suderburg: „Der Defensiverbund stand sehr gut. Und wir haben zwei Super-Torhüter.“ J. Gimball hielt in Suderburg den Kasten rein, doch auch J. Pfeifer soll immer wieder seine Chance bekommen. Die Verteidigung stand mit der Rückkehr von B. Lorenzen gleich wieder besser.

Probleme gibt es aber auch in der Offensive. Fricke startete mit neun Treffern in den ersten sechs Punktspielen, danach hat er aber aus Verletzungs- und Krankheitsgründen die Torproduktion eingestellt. Auch Peters kommt seit Wochen nicht mehr auf die Beine, während Fricke wenigstens zweimal eingewechselt wurde.

Gegenwehr muss wieder erkennbar sein

Sehr viel größere Sorgen hat der Vastorfer SK. „Bei uns drückt gefühlt überall der Schuh“, meint Obmann Christoph Ortmann. Er sagt aber auch: „Wenn sich die Mannschaft zusammenreißt und kämpft, dann ist es okay, wenn sie am Ende doch absteigt. Manchmal war aber gar keine Gegenwehr mehr zu erkennen.“

Nachdem Böhm und Kämpfer den VSK Richtung Uelzen verlassen hatten, haben die Vastorfer nur noch 19 Spieler im Kader. Wenn ein paar Leistungsträger langfristig ausfallen, wird es sehr kritisch, oft mussten Aushilfen aus der Zweiten einspringen.

Winterzugänge für die Offensive gesucht

Nawrot, Brilz und Halawi kehren zurück - wichtig vor den wegweisenden Derbywochen gegen Scharnebeck, Barskamp und Wendisch Evern. „Irgendwann müssen wir ja den Hebel umlegen“, weiß Ortmann. Er möchte sich bald mit den Spielern über die kommende Saison unterhalten, damit die Planung nach einem möglichen Abstieg nicht bei Null losgeht: „Und wir hoffen, dass wir uns in der Winterpause verstärken können, am besten im Sturm.“

Von Andreas Safft

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