Dienstag , 6. Dezember 2022
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AEC, Eishockey, Regionalliga, Salzgitter, Bremen
Dmytro Demianiuk (l.) und Yannick Henry, der hier von zwei Salzgitteranern in die Mangel genommen wird, wollen mit dem AEC Wiedergutmachung in der Eishockey-Regionalliga betreiben. Foto: be

Für den AEC steigt der Druck

Der Adendorfer EC ist heiß auf Wiedergutmachung. Nach zwei Niederlagen in Folge ist der Eishockey-Regionalligist unter Zugzwang. Gegen Bremen und in Sande müssen Siege her. Dabei soll ein prominenter Neuzugang helfen.

Adendorf. Das hatte sich der Adendorfer EC ganz anders vorgestellt: Der 3:5-Heimniederlage gegen die Salzgitter Icefighters folgte jüngst ein 0:3 beim CE Timmendorf. Nach dem 16:1-Pflichtsieg beim abgeschlagenen Schlusslicht Wunstorf drückte dieses Null-Punkte-Wochenende beim Eishockey-Regionalligisten so richtig auf die Stimmung.

Und es erzeugt Druck. Nämlich den Druck, an diesem Wochenende ordentlich zu punkten. Keine leichte Aufgabe: Am Freitag (20 Uhr) empfangen die Heidschnucken den alten Rivalen Weser Stars Bremen, am Sonntag muss das Team von Trainer Troy Stephens beim aktuellen Tabellenzweiten ECW Sande antreten.

AEC-Chef Sonntag war richtig sauer

Ein schweres Programm, doch das ist AEC-Geschäftsführer Finn Sonntag ziemlich egal. Er war nach dem vergangenen Wochenende ziemlich angefressen: „Wir müssen auf jeden Fall Wiedergutmachung betreiben. Ein Sieg im Heimspiel ist Pflicht, ohne wenn und aber. Eigentlich müssten wir sogar sechs Punkte holen.“

Beim 3:5 gegen Salzgitter hatte der AEC stark begonnen. „Dann aber haben wir uns durch unsere Strafzeiten nach Revanchefouls selbst rausgenommen“, sagt Sonntag. Ernüchternder war die Niederlage in Timmendorf. Sonntag: „Ich wusste nach zehn Minuten, dass wir das Spiel verlieren ohne ein Tor zu schießen. Es lief nichts zusammen, kein Zusammenspiel, keine Pässe, langsames Eishockey.“

Neuzugang Andrushchenko ist schon spielberechtigt

All das soll nun besser werden. Dabei soll ein ehemaliger KHL-Spieler helfen. Wie berichtet hat der AEC den Ukrainer Viktor Andrushchenko nachverpflichtet. Er ist bereits in Deutschland und die Freigabe vom Verband liegt vor. Einem Einsatz am Wochenende steht also nichts im Wege. Er soll in der ersten Sturmreihe mit Dmytro Demianiuk und David Tomecko spielen, da Boris Drozd aus Verletzungsgründen pausiert. Er hat Schulterprobleme, deren Ursachen jetzt auf den Grund gegangen werden sollen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz des erkrankten Kamil Hajsman.

Drozd fällt aus, Fragezeichen steht hinter Adendorfs Hajsman

Die Weserstars sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet und liegen derzeit hinter dem Adendorfer EC auf Platz 7 in der Tabelle. Gewannen die Bremer noch ihr Auftaktspiel gegen Wunstorf deutlich mit 16:3, musste man sich anschließend dem Meister aus Braunlage mit 2:5 geschlagen geben.

Im Vergleich zur Vorsaison hat sich bei den Bremern nicht viel getan. Spielertrainer Andrew McPherson hat fast das gleiche Personal wie noch zuletzt zur Verfügung. Neben zwei Abgängen kamen drei Spieler neu ins Team – alle drei kanadischer Herkunft.

Bremens Spiel ist nordamerikanisch geprägt

Mit Noah Holm und Marshall Renke lotste man zwei Verteidiger an die Weser und mit Ian Gawletz einen Stürmer, der bisher schon viermal traf. Bester Torschütze bei den Bremern ist derzeit der US-Amerikaner Jonah Henderson, der auch in der vergangenen Saison Topscorer der Weserstars wurde.

Der Adendorfer EC hofft, wie am vergangenen Wochenende, wieder auf eine volle Halle und empfiehlt, den Vorverkauf zu nutzen. Es wird aber definitiv noch Tickets an der Abendkasse geben. Diese öffnet im Walter-Maack-Eisstadion am Freitag um 19 Uhr.

Von Matthias Sobottka

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