Dienstag , 6. Dezember 2022
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Frank Kathmann
Bienenbüttels Trainer Frank Kathmann (r.) kehrt nach zehn Jahren zurück zu seiner alten Wirkungsstätte, der Hasenburg. (Foto: be)

Kathmann freut sich auf die Rückkehr zur SV Eintracht

Coach vom TSV Bienenbüttel kehrt nach zehn Jahren mal wieder auf die Hasenburg zurück – sein Team ist arg gebeutelt

Lüneburg. Ein emotionales Spiel steht für Bienenbüttels Coach Frank Kathmann an. Am Sonntagnachmittag (14 Uhr) fährt er mit seiner Mannschaft zum Auswärtsspiel auf die Hasenburg. Für Kathmann ist es die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Vor 15 Jahren übernahm er das Traineramt bei der 2. Mannschaft der Eintracht, nachdem er dort schon einige Jahre als Spieler verbracht hatte. Nun kehrt er nach zehn Jahren wieder zurück auf die Hasenburg und muss sich mit seinem jetzigen Team einem überlegenen Gegner stellen. Kath­mann: „Ich freue mich, zurückzukehren. Ich weiß aber, dass wir der Underdog sind. Eintracht hat ganz andere Ambitionen als wir.“

Zuletzt gab es einen leichten Aufwärtstrend

Der TSV hatte zuletzt wieder einen leichten Aufwärtstrend und konnte in Gellersen gewinnen und gegen Wustrow einen Punkt mitnehmen. Ansonsten ist diese Saison für Kathmann aber alles andere als einfach. „Sowas habe ich in meiner ganzen Trainerlaufbahn noch nicht gesehen. Uns fehlen durchgehend 50 Prozent des Kaders. Wir haben so viele Langzeitverletzte und müssen jedes Spiel sehen, wie wir eine Mannschaft auf den Platz bekommen“, sagt er.

Ein bezeichnendes Beispiel für die schwierige Lage ist die Besetzung der Innenverteidigung. „Wir haben eigentlich sieben Innenverteidiger. Davon stehen uns nur zwei zur Verfügung. Wir gehen bei der Position auf dem Zahnfleisch“, meint Kathmann.

Zusammenhalt in Bienenbüttel als großes Plus

Aber der TSV lässt sich auch von schwierigen Zeiten nicht unterkriegen. Ein toller Zusammenhalt zwischen erster und zweiter Herren hilft bei der angespannten Situation ungemein. So trainieren beide Mannschaften regelmäßig zusammen und unterstützen sich gegenseitig.

Im Spiel gegen Lemgow eilten drei Spieler der Zweiten nach, obwohl sie zuvor selbst gespielt hatten. Kathmann ist stolz auf seine Truppe: „Natürlich ist die Situation scheiße. Aber wir haben einen Stamm von Jungs, die seit der Jugend zusammenspielen und richtig eingeschworen sind. Wir nehmen es, wie es kommt und ziehen es durch.“

Am Sonntag muss der TSV dann seine Kräfte bündeln, um der Eintracht Widerstand leisten zu können. Die Lüneburger sind Mitfavorit auf den Aufstieg und zeigen sich nach schwächelndem Saisonstart in Topform. Kathmann sieht dennoch eine Chance: „Wir müssen versuchen, die Null so lange es geht, zu halten. Wenn wir früh ein Gegentor bekommen, dann wird es schwierig. Sonst haben wir ein gutes Umschaltspiel und schnelle Stürmer. Trotzdem ist Eintracht für mich klarer Favorit.“

Von Dominik Schwerma

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