Montag , 5. Dezember 2022
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Fußball, Bezirksliga, Scharnebeck, Bardowick
Der TSV Bardowick (grün-weiße Trikots), hier im Spiel gegen Reppenstedt, will diesmal auch gegen die SV Scharnebeck die Oberhand behalten. Foto: be

Scharnebeck fordert Spitzenreiter Bardowick heraus

Gelingt es der SV Scharnebeck, dem TSV Bardowick in der laufenden Saison der Fußball-Bezirksliga die erste Niederlage beizubringen. SVS-Trainer Carsten Lorenzen ist optimistisch. Hier erzählt er, warum.

Bardowick. Nur dem SV Ilmenau gelang es in dieser Saison der Fußball-Bezirksliga bisher, dem souveränen Spitzenreiter TSV Bardowick mit einem 1:1 zwei Punkte abzuknöpfen. Nur zu gern würde auch die SV Scharnebeck den Domstädtern ein Bein stellen. Am Samstag (14 Uhr) kommt es in Bardowick zum Derby.

SVS-Trainer Carsten Lorenzen ist grundsätzlich froh, „dass wir jetzt grundsätzlich wieder in der Spur sind“. Nach einem kleinen Tief holten die Scharnebecker in Suderburg ein 0:0, schlugen danach den Vastorfer SK 3:0.

SVS hat ihre Stabilität wiedergefunden

„Wir haben wieder zu unserem Spiel gefunden“, meine Lorenzen, „die Defensive ist wieder stabil und wir machen keine dummen Fehler, die den Gegner zum Toreschießen einladen.“ In den vergangenen Wochen wurde die SVS immer wieder durch Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen. „Jetzt haben wir unser Stammgerüst gefunden und müssen nicht ständig drei oder vier Kernpositionen hin- und hertauschen“, freut sich Lorenzen. Diese personelle Konstanz macht den Scharnebeckern Mut.

Scharnebecks Kader deutlich ausgeglichener

Mehr noch: Der Coach hat in den vergangenen Trainingseinheiten „eine unglaubliche Leistungsbereitschaft der Jungs“ ausgemacht. Und es gibt noch etwas, was ihn optimistisch stimmt. „In der jüngeren Vergangenheit haben wir die Spiele gegen Bardowick oft hinten heraus verloren, weil wir im Gegensatz zum TSV nicht ohne Leistungsabfall personell nachschieben können. Diesmal haben wir einen Kader, mit das möglich ist“, erklärt Lorenzen, „wir rechnen uns diesmal ein bisschen was aus in Bardowick.“

Roman Razza wird es gerne hören, ist doch der Bardowicker Trainer dafür bekannt, dass er es gern sieht, wenn sein Team gefordert wird. „Wir sind in dieser Saison in der Rolle, in der andere Teams vorher waren“, sagt er.

Razza hat eine hohe Meinung von Lorenzen

Er rechnet mit einem Gegner, der „stark über die Geschlossenheit kommt“. Das sei grundsätzlich eine Stärke der Teams, die von Carsten Lorenzen trainiert. Von diesem hat Razza eine ganz hohe Meinung: „Ich hatte Casey noch als Trainer bei der Eintracht. Er hat mich in Sachen Menschenführung und Motivation immer ganz toll mitgenommen.“ Bardowick und Scharnebeck agieren mit einer ähnlichen Grundordnung, zum Beispiel drei zentralen Mittelfeldspielern.

Bardowick fehlen einige Spieler

Auch darin sieht Razza eine Stärke des Gegners: „Sie wollen Fußball spielen, sind stark gegen den Mann.“ Der Bardowicker Trainer freut sich jedenfalls auf die Partie: „Ich erwarte ein gutes Bezirksligaspiel mit viel Tempo. Die Spiele gegen Scharnebeck waren immer eng. Wir sind ja auch nicht die typische Mannschaft, die den Gegner vom Platz fegt. Zumindest nicht vom Ergebnis her.“

Nico Zemke, David Schneider und Eike-Sven Suhrke fallen verletzt aus, dafür kehren Thorben Glüsing und Lennart Holzhütter in den Kader der Domstädter zurück.

Barskamp will Serie in Vastorf fortsetzen

In einem weiteren Derby will der TuS Barskamp seine Erfolgsserie fortsetzen. Die Mannschaft holte sieben Punkte aus den letzten drei Partien und will nun auch bei Schlusslicht Vastorfer SK dreifach punkten, um so schnell wie möglich aus der Abstiegszone wegzukommen (Sonntag, 14 Uhr).

Von Matthias Sobottka

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