Samstag , 3. Dezember 2022
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Dmytro Demianiuk
Dmytro Demianiuk (l.) bejubelt seinen Treffer zum 3:2 mit Domantas Cypas. (Foto: be)

8:5 – AEC macht es unnötig spannend

Eishockey-Regionalligist erzielt schöne Tore, leistet sich aber auch böse Fehler beim Heimsieg gegen die Weserstars Bremen. Ein dreifacher Torschütze ragt heraus.

Adendorf. Negativlauf gestoppt: Eishockey-Regionalligist Adendorfer EC feierte einen 8:5-Heimsieg gegen die Weserstars Bremen, ließ dabei die beiden Niederlagen vom Vorwochenende wenigstens ein bisschen vergessen. Angesichts der spielerischen Überlegenheit hätten die Heidschnucken allerdings deutlich höher gewinnen müssen. Am Sonntag in Sande muss sich vor allem die Defensivarbeit verbessern.

Andrushchenko nutzt gleich die erste Chance

Druckvoll nach vorn, bedenkliche Schwächen hinten: Dieser Trend zeichnete sich schon im ersten Drittel ab. Debütant Andrushchenko nutzte gleich die erste Adendorfer Chance und bereitete mit feiner Technik zwei weitere Tore schon im ersten Abschnitt vor. Der AEC war turmhoch überlegen, verzeichnete 24:9 Torschüsse und nutzte auch zwei Überzahlsitationen durchdacht.

Doch immer wieder mischten sich auch böse Fehler ins Spiel. Petersen leitete Bremens ersten Treffer unbedrängt mit einem Fehlpass ein, beim 2:2 kam Goalie Bierzahn viel zu zögerlich aus seinem Kasten, als Wieczorek durchgebrochen waren.

Bremen kontert gefährlich

Nach dem ersten Seitenwechsel verloren die Heidschnucken trotz optischer Überlegenheit zunehmend die Kontrolle und ließen sich immer wieder auskontern. Bremen stellte sich besser auf das zunehmend statisch wirkende Angriffsspiel der Gastgeber ein, ließ deutlich weniger Schüsse zu.

Eine zweite 5-3-Überzahl des AEC verpuffte ohne große Höhepunkte. Kaum war Bremen komplett, stießen die Gäste wieder einmal in die Adendorfer Lücken und kamen auf 5:6 heran. Und das obwohl die Unparteiischen wahrlich keine Weserstars-Fan waren.

AEC hat am Ende mehr Luft

Im letzten Drittel wirkte der AEC wieder konzentrierter, Heitmann gelang das fein herausgespielte 7:5 – sein dritter Treffer. Die Bremer machten noch einmal Rummel bei einer Überzahl, baute aber zunehmend ab. Der AEC spielte mit seinen drei Reihen eisern durch, die Gäste hatten nur zwei komplette Blöcke. Sicher mitentscheidend in einem so intensiv geführten Spiel.

Andrushchenko hatte auch das letzte Wort, versenkte den Puck zum 8:5 ins leere Bremer Tor. Damit hatten Neuzugänge alle acht Adendorfer Treffer erzielt.

AEC - Weserstars Bremen 8:5 (5:2, 1:3, 2:0)

Tore: 1:0 Andrushchenko (4., Cypas, Tomecko), 2:0 Heitmann (5., Kosianski, Petermann), 2:1 Gluchich (8.), 2:2 Wieczorek (13.), 3:2 Demianiuk (15., Cypas, Andrushchenko, 5-3), 4:2 Demianiuk (17., Andrushchenko, Heitmann), 5:2 Henry (20., Kulabuchov, Kosianski, 5-4), 5:3 Gawletz (26.), 5:4 Gluchich (31., 5-4), 6:4 Heitmann (32., Kosianski), 6:5 Gluchich (35.), 7:5 Heitmann (45., Henry, Petersen), 8:5 Andrushchenko (60., Demianiuk, 5-6).

SR: Frieske. ZS: 793. Strafen: AEC 4 Minuten, Weserstars 14.

Von Andreas Safft

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