Montag , 5. Dezember 2022
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Tomek Pauer
Tomek Pauer (M.) erzielte in Spelle den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1. Am Ende musste sich der LSK mit 1:2 geschlagen geben. (Foto: be)

LSK belohnt sich nicht

Nach gutem Auftritt in der Fußball-Oberliga geht es beim 1:2 gegen Spelle-Venhaus dennoch ohne Punkte nach Hause

Lüneburg. Sie verkauften sich deutlich besser als bei der 0:5-Pokalklatsche, dennoch konnte Fußball-Oberligist Lüneburger SK auch auswärts beim SC Spelle-Venhaus nicht gewinnen, verlor das Punktspiel mit 1:2 (0:1), bleibt damit weiter Vorletzter. Individuelle Fehler führten dazu, dass der LSK nichts Zählbares mitnahm, was durchaus möglich gewesen wäre.

"Es ist sehr schade, hier war deutlich mehr drin", ärgerte sich LSK-Coach Gregor Trowitzsch. "Aber wir nehmen viel Positives aus dem Spiel mit."

In der ersten Halbzeit spielte der LSK ganz gut mit, stellte sich nicht nur hinten rein und schlug die Bälle nach vorne, sondern versuchte, auch zu gestalten. Das klappte auch lange gut, wenngleich die Speller die deutlich besseren Chancen hatten. Doch zwei Standards der Gastgeber (7., 14.) landeten in der Mauer, die Nachschüssen gingen am Tor vorbei.

Vor dem Wechsel sind die Gastgeber effektiver

In der 21. Minute ging der Mitfavorit um den Aufstieg in Führung. Einen schöner Heber über die LSK-Kette nahm Torjäger Schmiederer auf, der dann unten links einschoss. Im Anschluss vergab Siemer freistehend am zweiten Pfosten (32.).

Offensiv kam wenig von den Lüneburgern, weshalb Trowitzsch noch vor der Halbzeit wechselte und mit Choi einen Offensivmann für den defensiv orientierten Dente brachte. Und beinahe hätte der LSK vor der Halbzeit noch den Ausgleich geschafft. Eine Freistoß-Hereingabe von Kunze segelte gefährlich Richtung SPV-Tor, doch nur Correia Cà und nicht der Ball landete im Tor der Gastgeber (42.).

Nach der Pause dreht der LSK auf und trifft durch Pauer

Nach dem Wechsel waren die Gäste 25 Minuten die bessere Mannschaft, Spelle-Venhaus schaltete in den Verwaltungsmodus. Die Lüneburger bestimmten das Spielgeschehen und hätten in der 51. Minute durch Correa Cà ausgleichen können, doch sein Kopfball nach Ibikunle-Pass strich knapp über den Kasten.

Elf Minuten später dann der verdiente Ausgleich für den LSK. Eine lange Freistoß-Hereingabe von Kunze landete am zweiten Pfosten bei Pauer, dessen Kopfball unter der Latte einschlug. Der Jubel im LSK-Lager war groß.

Patzer von Okafor entscheidet das Spiel

Zumal die Gastgeber an diesem Tag alles andere als stark waren. Doch ein individueller Patzer von Okafor brachte den LSK auf die Verliererstraße. Einen Speller Pass hätte der Linksverteidiger leicht klären können, doch seine Grätsche ging ins Leere, Ahrens war blank und traf satt zum 2:1 (70.). "Fehler passieren. Christian spielt ja ansonsten eine gute Saison". so Trowitzsch.

Danach bemühten sich die Gäste um den erneuten Ausgleich, hatten durch Hübner auch noch eine gute Chance, doch sein Distanzschuss strich knapp über die Latte (80.). So standen die Lüneburger nach dem Abpfiff mit leeren Händen da. Nicht die bessere, sondern die effektivere Mannschaft gewann an diesem Nachmittag.

LSK: Zlomusica - Kunze, Nishori, Correa Cà, Okafor (84. Marquardt) - Hübner, Dente (40. Choi), Pauer, Neumann (78. Mami) – Knacke (67. Posipal), Ibikunle.

Von Ulrich Pott

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