Dienstag , 6. Dezember 2022
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Joris Wendt
Joris Wendt (l.), hier gegen den TuS Barskamp, will mit Wendisch Evern weiter für Furore sorgen. (Foto: be)

SV Wendisch Evern will Siegesserie ausbauen

Gleich drei Landkreis-Derbys prägen den Spieltag der Fußball-Bezirksliga

Lüneburg. Gleich drei Landkreis-Derbys bietet die Fußball-Bezirksliga an diesem Wochenende. Bereits am Samstag um 14 Uhr trifft die SV Scharnebeck im Heimspiel auf den TuS Barendorf.

Nach durchwachsenen Wochen fingen sich die Scharnebecker und punkteten in Suderburg und gegen Vastorf. Am vergangenen Spieltag unterlag die SVS zwar Ligaprimus Bardowick, trotzdem lobte Bardowicks Trainer Roman Razza die Gäste für „einen mutigen Auftritt“.

Ähnlich wie in Scharnebeck verliefen die letzten Wochen auch beim TuS Barendorf. Einer Durststrecke folgten zwei Siege über Ilmenau und Reppenstedt, zuletzt verschenkte der TuS die Punkte aber an Breese. „Trotzdem bin ich mit dem Auftritt in den letzten drei Spielen zufrieden, unsere Formkurve zeigt nach oben“, so Barendorfs Trainer Bruno Schleiss.

Seit Jahren besteht zwischen Barendorfer und Scharnebecker Kickern eine freundschaftliche Beziehung. „Viele Barendorfer spielen in Scharnebeck. Man versteht sich gut und schaut auch gerne bei den Spielen des anderen zu“, sagt Schleiss, selbst zwei Jahre bei der SVS.

Freundschaft ruht zwischen der SVS und Barendorf

Trotzdem erwartet der Coach, dass die Freundschaft am Samstag ruht und der sportliche Kampf in den Vordergrund rückt. Ein TuS-Sieg wäre wichtig, damit die Barendorfer nicht in die Abstiegszone abrutschen. „Im Abstiegskampf befinden wir uns schon. Trotzdem können wir jeden schlagen, und ich erwarte von der Mannschaft, dass sie Gas gibt“, so Schleiss. Als Grund für die schwankenden Leistungen nennt der Trainer eine hohe Fluktuation im Kader. Viele Spieler stammen aus den 2000er-Jahrgängen und befinden sich im Studium oder in der beruflichen Orientierungsphase. Hinzu kommen familiäre Absagen oder Fortbildungen.

„Man sieht es gerade bei Wendisch. Wenn wir es schaffen würden, regelmäßig die gleiche Elf auf den Rasen zu schicken, könnten wir eine gute Rolle spielen“, meint Schleiss. Für das Spiel in Scharnebeck steht nahezu der gesamte TuS-Kader zur Verfügung.

Für die volle Ladung Bezirksliga-Fussball bietet sich nach dem Abpfiff in Scharnebeck eine Fahrt nach Wendisch Evern an. Dort möchte Wendisch den starken Trend von zuletzt fünf Siegen in Folge gegen Tabellenschlusslicht Vastorf fortsetzen (Anpfiff 18 Uhr). „Jeder erwartet einen Sieg von uns. Trotzdem müssen wir aufpassen, dass wir die Partie in den Köpfen nicht schon vorher gewonnen haben“, meint Wendischs Obmann Schelle Assenheimer.

Wendisch will sich von Tabelle nicht blenden lassen

So hoch siedelt Assenheimer den Derbycharakter der Partie ohnehin nicht an. In der Ü40-Spielgemeinschaft zwischen Heidetal, Ilmenau und Wendisch laufen auch einige Vastorfer als Gastspieler auf. „Unsere beiden Vereine arbeiten ja mit unterschiedlichen Ansätzen. Trotzdem sind wir gut beraten, nicht auf die Tabelle zu schauen und das Derbyflair anzunehmen.“

Mitte September hat seine Elf das letzte Spiel verloren, ist seitdem bis auf den fünften Tabellenplatz geklettert. Gut gestartet hatte Wendisch zu Saisonbeginn noch ein paar Punkte unglücklich liegengelassen, nun ist Assenheimer froh, dass der Knoten geplatzt ist. „Wir kommen über den Teamspirit und haben ein starkes Mannschaftsgefüge. Zudem haben wir uns jetzt in einen Flow gespielt, den man auch im Training merkt.“

Assenheimer freut die Breite im Kader

Neben einer hohen Trainingsbeteiligung sieht Assenheimer auch die geringe Ausfallquote als Schlüssel des Erfolgs. Einzig Niklas Azzalini steht Wendisch nach einem Muskelfaserriss derzeit nicht zur Verfügung, Sören Hansen befindet sich nach Verletzung wieder im Aufbautraining. Gegen Vastorf droht Kapitän Maxi Boelter aus privaten Gründen auszufallen.

„Wir haben eine gute Breite im Kader. Es gibt keinen großen Leistungsabfall, falls einzelne Spieler mal fehlen“, freut sich Assenheimer.

Das dritte Kreis-Derby steigt am Sonntag in Barskamp. Es kommt Ligaprimus TSV Bardowick. Aufgrund der Entfernung von knapp 35 Kilometern zwischen den beiden Sportplätzen spricht allerdings wohl niemand von einem Nachbarschaftsduell.

Aus den letzten vier Partien fuhr Barskamp starke zehn Zähler ein und entfloh der Abstiegszone.

Von Florian Langanke

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