Dienstag , 6. Dezember 2022
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Xander Ketrzynski.
Bukarests Block, hier mit Razvan Mihalcea (Nummer 5) und Daniel Ramirez, punktete immer wieder gegen die SVG, hier Xander Ketrzynski. (Foto: be)

SVG stellt sich auf den nächsten Krimi ein

Am Mittwoch steigt das Rückspiel im CEV Cup: Volleyballer glauben fest an ihre Chance bei Dinamo Bukarest. Doch ein alter Bekannter beim Gegner ist sehr gut drauf.

Lüneburg/Bukarest. Zwei Fünfsatzspiele in Folge hat die SVG Lüneburg jetzt erlebt. Folgt am Mittwoch bei Dinamo Bukarest das nächste Marathonmatch? Der Volleyball-Bundesligist tritt um 18 Uhr MEZ (19 Uhr Ortszeit) beim rumänischen Vizemeister an, um im CEV Cup das Achtelfinale zu erreichen. Dazu muss die SVG nach dem 2:3 im Hinspiel unbedingt dieses Spiel gewinnen. Wenn ein 3:2 gelingt, würde ein Golden Set folgen – dann würde es also sogar einen Sechssatzkrimi geben.

Von daher war SVG-Coach Stefan Hübner nur froh, dass seine Mannen am Sonntag in der Bundesliga nach einem 0:2-Rückstand doch noch einen Erfolg gegen Herrsching feierten: „Wenn man so ein knappes Spiel gewinnt, dann fühlt sich das doch anders an. Die Stimmung ist gut.“

Abstimmung im Angriff eine Baustelle

Einen Trainingstag legte die SVG noch in der Heimat ein, ehe sie am Dienstag von Hamburg aus Richtung Rumänien abhob. Regenerieren war vor dem Abflug angesagt, doch auch die Aufarbeitung des Herrsching-Spiels. „Im Angriffsspiel taten wir uns etwas schwer, weil die Abstimmung nicht ganz gepasst hat“, meinte Hübner, der vor allem in den ersten beiden Sätzen zu viele Fehler gesehen hatte.

Vor einer Woche lief es im Hinspiel gegen Bukarest exakt andersherum. Die SVG legte zwei Satzgewinne vor, dann aber wechselte Dinamo viel Qualität ein. „Und wir fanden nicht die richtigen Mittel, die Neuen zu stoppen“, bilanzierte Hübner. Immerhin wird aber auch er wieder über eine gut besetzte Bank verfügen, denn alle Spieler haben die letzte englische Woche gut überstanden.

Bukarests Leistungsträger gehen ausgeruht in die Partie

Bukarest fuhr am Wochenende ein glattes 3:0 in Suceava ein, schonte einige Leistungsträger und festigte damit Platz zwei in der nationalen Liga hinter Craiova. Topscorer mit 13 Punkten und einer starken Angriffsquote von 73 Prozent war der ehemalige Friedrichshafener Rares Balean, der auch in Lüneburg als eingewechselter Spieler noch überragend punktete. Joe Worsley und Lukas Maase spielten jeweils eine Saison lang zusammen mit Balean für die Häfler.

Die Spielstätte namens „Sala Dinamo“ kennt selbst der weitgereiste Lüneburger Trainer noch nicht. Sie fasst gut 2500 Zuschauer, war bisher aber bei den Ligaspielen selten gut gefüllt. Die SVG hätte nichts dagegen, wenn Bukarests Heimvorteil sich so etwas relativieren sollte. Hübner: „Wir haben jedenfalls das Vertrauen, dass wir das noch schaffen können.“

Von Andreas Safft

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