Dienstag , 6. Dezember 2022
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SVG Lüneburg
Siegerfoto in Bukarest: Nach nur drei Sätzen haben die Volleyballer der SVG den Einzug ins Achtelfinale des CEV Cups erreicht. (Foto: SVG)

Volleyball-Gala in Bukarest: SVG Lüneburg wie aus einem Guss

Volleyballer sind diesmal bestens auf Dinamo Bukarest eingestellt und gewinnen 3:0. Schon am 30. November steigt das Achtelfinale im CEV Cup – und da haben die Lüneburger einen Vorteil.

Bukarest. Die SVG Lüneburg kann's auch ohne Drama. Unerwartet glatt mit 3:0 setzte sich das Team von Stefan Hübner bei Dinamo Bukarest durch, buchte damit nach dem 2:3 im Hinspiel doch noch das Ticket fürs Achtelfinale im CEV Cup. 25:23, 25:23, 25:20 – die Satzergebnisse deuten aber schon an, dass dieser Erfolg alles andere als ein Spaziergang war.

Nächster Gegner ist Lycurgus Groningen. Die SVG spielte in der Vorbereitung mehrmals gegen die Niederländer, die Calcit Kamnik nach einem 0:3 im Hinspiel noch im Golden Set mit 15:13 rauswarfen. Die SVG wird am 30. November in Groningen antreten, das Rückspiel steigt am 14. Dezember in der Arena.

Konstant gut vom ersten bis zum letzten Ball

"Es war ein unglaublich enges Spiel auf sehr hohem Niveau", meinte Hübner. Immer wieder hatten sich seine Mannen in den vergangenen Wochen kürzere oder auch längere Schwächephasen geleistet, so auch im Hinspiel nach der 2:0-Satzführung. Hübner: "Dies war auf alle Fälle unser konstantestes Spiel bisher."

Das Team trat voll fokussiert auf, spielte sehr aufmerksam und konsequent. 215 Zuschauer waren nur gekommen – und es wurde schon sehr ruhig, als die Gäste im ersten Satz über 12:6 auf 18:12 davonzogen. Nach einer starken Aufschlagserie war der rumänische Rekordmeister wieder auf 17:18 dran, doch den knappen Vorsprung behauptete die SVG bis zum Schluss.

Bukarest-Block steht diesmal nicht

Durchgang zwei gehörte, wieder dank starker Aufschläge, zunächst den Rumänen. Doch die Gäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie hatten den Gegner gut gelesen. So kam Dinamo diesmal auf insgesamt nur drei Blockpunkte, im Hinspiel waren es noch 18. Vor allem dem variantenreichen Zuspiel von Joe Worsley war es zu verdanken, dass die rumänische Wand diesmal große Risse bekam.

Zudem gingen die Gäste beim Service nicht volles Risiko, sondern setzten verstärkt auf Float-Aufschläge, um den Gegner möglichst weit vom Netz wegzubekommen. Die Taktik ging voll auf. Die Rumänen leisteten sich bei gleicher Zahl an Assen deutlich mehr Fehlangaben als die Deutschen (12:8) – das kann in einem engen Match entscheidend sein.

Kein Grund für Wechsel im dritten Satz

Die Einwechselspieler hatten in der Crunch Time der ersten beiden Sätze ihren Teil zum Erfolg beigetragen, im dritten aber spielte sich die erste Sechs zum Schluss in einen derartigen Rausch, dass Hübner ganz auf Wechsel verzichtete.

Ewert war mit 17 Punkten einmal mehr Topscorer vor Schnitzer (11) und Maase (10). Extralob an einzelne Spieler wollte Hübner aber bewusst nicht verteilen: "Das war eine komplett geschlossene Mannschaftsleistung."

Am Sonntag wartet schon KW-Bestensee

Groß ausruhen auf ihren Lorbeeren können sich die Lüneburger aber nicht, denn schon am Sonntag (15 Uhr) steht die Bundesliga-Partie bei KW-Bestensee an – und in der kommenden Woche dank des Pokalspiels bei den BR Volleys gleich die nächste Doppelschicht.

SVG: J. Worsley, Cowell, Schnitzer, Maase, Ewert, Eshenko - G. Worsley. Eingewechselt: van de Kamp, Gerken, Böhme.

Von Andreas Safft

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