Montag , 5. Dezember 2022
Anzeige
Eduard Miller
Eduard Miller (M.) gehört zwar streng genommen noch dem Hohnstorfer Kader an, ist aber seit Längerem verletzt und fungiert nun als Interimstrainer. (Archivfoto: be)

Miller übernimmt in Hohnstorf für Miebs

Der Verein aus der 1. Fußball-Kreisklasseist mit der Saison bislang nicht zufrieden und zieht die Konsequenzen daraus. Der Neue kennt die Mannschaft bestens und könnte vielleicht auch länger bleiben.

Hohnstorf. Der TuS Hohnstorf und Trainer Gerd Miebs gehen künftig getrennte Wege. Nach der Niederlage gegen den VfL Bleckede reagierten die Hohns­torfer auf die bislang enttäuschende Saison und stellten den Coach frei. Für die kommenden drei Spiele bis zur Winterpause übernimmt Eduard Miller den Posten an der Seitenlinie.

Weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben

Die Gründe für die Trennung sind vor allem sportlicher Natur. Dies teilte der 2. Vorsitzende Fabian Kruse mit. „Nach dem Spiel gegen Bleckede haben wir uns zusammengesetzt und die bisherige Saison analysiert. Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir weit hinter unseren Erwartungen zurückbleiben und wir eine Veränderung brauchen.“

Der TuS Hohnstorf, der aus der Vergangenheit deutlich bessere Tabellenregionen gewöhnt ist, steht in dieser Saison mit nur 21 Punkten auf Platz elf. „Die Formkurve zeigte zuletzt stark nach unten. Das hatte auch Auswirkungen auf unser Training. Wir hatten oft eine schlechte Trainingsbeteiligung und Motivation“, sagte Kruse.

Einige Spieler sind auf den Vorstand zugekommen

Allerdings hatte die Trennung neben der sportlichen Misere auch interne Gründe. Kruse: „Es gab auch Unstimmigkeiten zwischen manchen Spielern und dem Trainer, sodass einige Spieler auf den Vorstand zugekommen sind und eine sportliche Veränderung gefordert haben. Dabei ging es nicht direkt um einem Trainerwechsel, aber die Mannschaft war unzufrieden mit dem taktischen Konzept.“

Am Dienstagabend vor dem Mannschaftstraining fand eine Besprechung statt, in der die Situation mit dem Team noch einmal aufgearbeitet wurde, meinte Kruse. Dem Vorstand ist wichtig, festzuhalten, dass man im Guten auseinandergegangen sei.

"Spaß und Taktik in die Mannschaft bringen"

Eduard Miller, der selbst noch für Hohnstorf aktiv ist, verletzungsbedingt aber zuletzt kaum zum Einsatz gekommen ist, erklärte sich sofort bereit, der Mannschaft auszuhelfen. „Eduard hat Dienstag spontan das erste Training übernommen und einen positiven Eindruck hinterlassen“, berichtet Kruse.

Der TuS Hohnstorf blickt nun mit Interimstrainer Miller positiv in die Zukunft. „Eduard hat uns ein eigenes Konzept vorgestellt und will vor allen Dingen wieder Spaß und Taktik in die Mannschaft bringen. Das ist uns in der letzten Zeit abgegangen.“

Miller könnte auch länger Trainer beim TuS bleiben

Stand heute ist der Plan der Hohnstorfer, bis zur Winterpause mit Miller zu überbrücken und sich dann für die Rückrunde nach einem Nachfolger umzusehen. Aber Kruse will auch nicht ausschließen, dass Miller dem Trainerteam in Zukunft erhalten bleibt: „Eduard hat uns sig­nalisiert, dass er auch nach der Winterpause weitermachen würde. Das müssen wir erstmal abwarten, aber wir können uns durchaus vorstellen, dass er, in welcher Form auch immer, weiter an der Seitenlinie stehen wird.“

Von Dominik Schwerma

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.