Montag , 5. Dezember 2022
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Alexander Walden
Alexander Walden (M.) hört bei den Salzstadtkeilern als Spieler und als Trainer auf - die Lüneburger suchen zurzeit in ihren eigenen Reihen einen Nachfolger. (Foto: t&w)

Salzstadtkeiler Lüneburg auf Trainer- und Liga-Suche

Spielertrainer Alexander Walden zieht sich aus dem Inlinehockey-Team zurück. Die Regionalliga Nord steht vor Comeback, denn für die Keiler und für viele Nordrivalen kommt ein Start in der 2. Liga aus dem gleich Grund nicht infrage.

Lüneburg. Die Salzstadtkeiler werden in der kommenden Saison mit einem neuen Trainer antreten – und dann auch in einer neuen Liga? Das Inlinehockey-Team des VfL Lüneburg muss in den kommenden Wochen gleich zwei drängende Fragen beantworten. Definitiv aufhören wird Coach Alexander Walden, der auch nicht mehr spielen möchte.

Keiler setzen weiter auf ihren Unterbau

Walden hat sich selbstständig gemacht und muss sich auch privat um einiges mehr kümmern. „Es gab Warnzeichen“, sagt der langjährige Stürmer, der sich daher erst einmal ganz zurückziehen will. Spartenleiter Sven Wedler führt mittlerweile die ersten Gespräche mit potenziellen Nachfolgern, wobei vieles auf eine interne Lösung hinausläuft.

Dabeibleiben möchte Marcus Krützfeldt, der auch mit 51 Jahren immer noch unverwüstlich vorangeht und Walden zuletzt als Co-Trainer unterstützt hat. Ansonsten wird sich im Kader wohl nicht viel ändern. In den Corona-Jahren sind viele Talente aus dem Nachwuchs oder der 2. Mannschaft nachgerückt. Wedler hofft, dass weitere Spieler aus der Zweiten bei der Ersten zumindest im Training reinschnuppern.

Aufstieg war nicht zu finanzieren

Als Vizemeister der Regionalliga Ost haben sich die Keiler eigentlich einen Platz für die 2. Bundesliga erkämpft. Schnell war aber klar, dass die Lüneburger – ebenso wie die Meister aus dem Südwesten und Südosten – auf den Aufstieg verzichten, weil sie ihn sich nicht leisten können. 10 der insgesamt 17 Teams aus den beiden Staffeln stammen aus Nordrhein-Westfalen, ebenso die meisten Schiedsrichter.

„Da müssten wir pro Heimspieltag allein 500 bis 600 Euro für die Schiedsrichterkosten zahlen“, rechnet Wedler. Inklusive Verbandsabgaben und Fahrtkosten wären die Keiler bei deutlich mehr als 10.000 Euro Kosten für die Saison. Das ist für eine kleine Sparte nicht zu stemmen.

Alternative bleibt der Osten

Nun stellt sich die Frage, ob die Keiler im Osten bleiben, wo sie, abgesehen von Rostock, nur auf Teams aus dem Großraum Berlin treffen. Die Regionalliga Nord hatte sich nach der Saison 2018, die die Keiler als Meister und Aufsteiger in die 2. Liga abgeschlossen hatten, mangels Masse aufgelöst.

Die Empelde Maddogs leiten jetzt die Bemühungen, die Staffel wieder zum Leben zu erwecken – für Teams, denen die 2. Liga zu teuer, aber die Landesliga zu schwach ist. Neben den Keilern sind auch Bissendorf II, Kiel, Bremerhaven und die Hamburg Hawks mehr oder weniger interessiert. Wenn alle sechs Vereine ja sagen, kann‘s losgehen.

Von Andreas Safft

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