Montag , 5. Dezember 2022
Anzeige
Joris Wendt
Gut drauf sind derzeit die Wendisch Everner um Joris Wendt (l.) und Anton Plaschke (Nr. 7) und die Barskamper um Sebastian Bagunk. (Foto: be)

Wendisch Evern gegen Barendorf – da ist Würze drin

Der SV Wendisch Evern schwimmt vor Bezirksliga-Derby auf der Erfolgswelle. Reppenstedt ist gegen den SV Ilmenau längst nicht mehr der große Favorit, auch wenn ein Trainer von diesem Spiel die Wende erwartet.

Wendisch Evern. Von Woche zu Woche bestätigt Fußball-Bezirksligist SV Wendisch Evern derzeit seine starke Form. Am vergangenen Sonntag gelang der Elf um Obmann Schelle Assenheimer sogar der Coup, Ligaprimus Bardowick die erste Saisonniederlage zuzufügen. „Das ist eine weltklasse Momentaufnahme“, freut sich Assenheimer. Nun geht es im Derby gegen Barendorf (So., 14 Uhr).

Das ausgegebene Saisonziel „Klassenerhalt“ hat die Wendisch-Elf nahezu schon in der Tasche. „In den letzten Jahren hatten wir zu dieser Zeit mit Ach und Krach die Hälfte unserer aktuellen Punkte.“ Auch wenn Bardowick die Durchschlagskraft fehlte, trumpfte Wendisch im Topspiel einmal mehr mit einer starken Defensivleistung auf. „Wir haben gut verteidigt und so Bälle gewonnen. Damit haben wir uns Chancen erarbeitet“, erklärt Assenheimer.

Höherer Stellenwert als das Spitzenspiel

Konstanz in der Aufstellung und eine hohe Intensität im Training sind Indikatoren für den Erfolg. Im Derby gegen Vastorf kompensierte Wendisch den Ausfall von Kapitän und Innenverteidiger Boelter und gewann die Partie trotz weiterer Rotationen zu Null. „Durch die hohe Trainingsbeteiligung können wir ein attraktives Training anbieten. Wenn dann gut gearbeitet wird und zusätzlich alle Bock haben, steigt das Selbstvertrauen“, freut sich Assenheimer.

Für seinen SV ist das Derby gegen Barendorf deutlich interessanter als das Nachbarschaftsduell mit Vastorf. „Unsere Struktur ist sich sehr ähnlich. Die Partie hat schon noch eine andere Würze.“ Die Barendorfer befinden sich aktuell in einer ähnlichen Situation wie Wendisch in den letzten Bezirksligajahren. Die Partie genießt bei Assenheimer einen höheren Stellenwert als das Spitzenspiel gegen Bardowick: „Bis Dienstag war genießen angesagt, von da an zählte nur noch der Fokus auf Barendorf.“

Es läuft nicht mehr gut in Reppenstedt

Nach fünf Spielen ohne Erfolgserlebnis hofft der TuS Reppenstedt gegen den SV Ilmenau auf eine Trendwende. Der letzte Sieg der Reppenstedter fiel mit einem 6:1 über Vastorf deutlich aus, liegt aber knapp sechs Wochen zurück. Danach fing sich die Grabowski-Elf viele Gegentore und fuhr nur noch einen Zähler gegen Emmendorf ein. „Wir leisten uns unnötige Fehler und unsere Rückwärtsbewegung ist derzeit nicht gut. Vorne könnten wir auch ein paar mehr Tore schießen“, so Grabowski.

Auch wenn die Reppenstedter viel rotieren, um möglichst jedem Spieler ausreichend Einsatzzeit zu ermöglichen, leisten sich auch die etablierten Stammspieler Fehler. Torjäger Marcel Milberger kann durch Schichtdienste nur ein- bis zweimal in der Woche trainieren. Der studienbedingte Abgang von Kapitän Salzmann hat ein Loch gerissen. „Er war ein Teamplayer und zusätzlich der verlängerte Arm des Trainerteams auf dem Feld“, meint Grabowski.

Grabowski guckt allmählich nach unten

Hinter Martin (13 Treffer) klafft eine große Lücke zum nächsten Torjäger. Anstelle der gewohnt offensiven Ausrichtung probierte der TuS in Römstedt eine defensivere Ausrichtung. „Das hat nur in einer Halbzeit gut geklappt“, weiß Grabowski. Am Ende hieß es 1:4.

Die aktuelle Durststrecke wissen die Reppenstedter richtig einzuordnen, in den verbleibenden Partien bis zur Winterpause erhoffen sie sich trotzdem Erfolgserlebnisse. „Das SVI-Spiel sollte der Wendepunkt sein, da auch die Tabellenkonstellation nicht uninteressant ist“, so Grabowski. Der SVI steht derzeit mit 14 Punkten auf dem ersten Abstiegsrang, Reppenstedt ist mit 23 Zählern Siebter. „Gewinnt Ilmenau, beträgt der Abstand nur noch sechs Zähler“, weiß Grabowski.

SV Ilmenau besser als der Tabellenplatz

Trotz durchwachsener Leistungen ordnet der TuS-Trainer den SVI stärker ein, als es der Tabellenplatz aussagt. Meyer scheint seine Verletzung überstanden zu haben und mit Ahrens haben die Ilmenauer einen erfahrenen Kicker hinzugewonnen. „Derby und Heimspiel sind sehr gute Faktoren. Allerdings ist Ilmenau schon gefährlich für uns“, so Grabowski.

Neben seiner eigenen Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte machen weitere Freundschaften die Partie zu einem echten Derby: „Zwischen Florian Liegmann und Sebastian Martin besteht eine Freundschaft und auch Kevin Gert und Lenni Winderlich kennen sich sehr gut.“

Von Florian Langanke

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.