Montag , 5. Dezember 2022
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Svenja Glas
Svenja Glas (M.) zeigte zuletzt gegen Badenstedt eine starke Leistung als Kreisläuferin, ist auch jetzt gegen Hildesheim gesetzt. (Foto: t&w)

HV Lüneburg lädt zum großen Handballtag

Am Samstag steigen vier Heimspiele in Oedeme beim HV Lüneburg. Die Oberliga-Frauen erwarten einen heißen Tanz gegen Hildesheim, die Männer können eigentlich nur verlieren.

Lüneburg. So etwas gab es lange nicht mehr beim Handballverein Lüneburg. Die vier ranghöchsten Mannschaften des Clubs spielen alle hintereinander an diesem Samstag, 26. November, in der Sporthalle Oedeme. Den Beginn macht die noch ungeschlagene weibliche B-Jugend, die um 13 Uhr in der Landesliga den MTV Tostedt empfängt. Es folgt um 15 Uhr die männliche B-Jugend, die ihren Negativlauf in der Landesliga gegen den TuS Bergen stoppen will.

Die Jugend macht den Anfang

Um 17 Uhr folgen die Oberliga-Frauen des HVL, die mit einem Sieg gegen Eintracht Hildesheim ihr Punktekonto ausgleichen wollen. Um 19.30 Uhr beenden die HVL-Männer den Tag, die in der Landesliga Schlusslicht TV Oyten II begrüßen. Die Verantwortlichen hoffen auf volle Tribünen.

Die Oberliga-Frauen mussten zuletzt ihr Auswärtsspiel bei Germania List absagen, weil sie fünf Spielerinnen hatten, die entweder beruflich verhindert, verletzt oder erkrankt waren. Die Partie wird nun am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr in der Nähe von Hannover nachgeholt. Erst einmal steht aber nun der Heimauftritt gegen Hildesheim auf dem Papier.

Nur eine Niederlage war wirklich ärgerlich

Die Gäste sind mit 6:14 Punkten eher schwach in die Saison gestartet. „Ich bin immer vorsichtig mit solchen Äußerungen“, findet HVL-Coach Torsten Doberass. „Dann könnte man das auch über uns sagen.“ Bei 8:10 Zählern scheint es so, allerdings war nur die Niederlage gegen Großenheidorn „ärgerlich, weil wir da nicht gut waren“. Bei den verlorenen Partien gegen die Top drei und in Peine sah das anders aus.

Auch Hildesheim verlor sieben von zehn Spielen, überzeugte aber zuletzt mit einem 23:19 gegen Peine. Auf Rückraumspielerin Antonia Westland muss der HVL besonderes Augenmerk legen, sie kann halbrechts und halblinks auflaufen. „Sie hat eine gute Fackel“, so Doberass.

Hildesheim agiert gern mit offensiver Abwehr

Die Hildesheimerinnen spielen gerne mal mit einer offensiveren 5:1-Abwehr. Das dürfte den HVL nicht schocken, spielte doch auch der letzte Gegner aus Badenstedt so. Da agierten mit Jorid Zander und Birka Kossek dann zwei leichtfüßige Spielerinnen im Rückraum, die stark im Eins-gegen-Eins sind.

„Hildesheim ist kein Übergegner. Aber auch sie können Handball spielen“, weiß der HVL-Coach. „Sie stoßen immer wieder in die Lücken. Da müssen wir in der Abwehr konzentriert stehen und übers Tempospiel Tore machen.“

Nur Pauline Wagner fällt aus

Personell sind fast alle wieder fit. Birka Kossek und Svenja Glas setzten mit einer leichten Erkältung vorsichtshalber mit dem Dienstagstraining aus, sollten zum Spiel aber wieder fit sein. Somit muss nur Pauline Wagner passen, die mit ihrem Außenbandriss im Knöchel den Rest des Jahres ausfällt. Doberass setzt auf die Heimstärke: „Wir wollen zu Hause gewinnen und können es auch.“

Großer Favorit sind auch die HVL-Männer gegen Oyten II. Alle sieben Saisonspiele verlor der Gast bislang, zuletzt gab es eine 26:41-Klatsche zu Hause gegen Horneburg. „Nur nicht unterschätzen“ dürfte hier das HVL-Motto sein.

Von Ulrich Pott

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