Montag , 5. Dezember 2022
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Alexander Walden (unser Bild) übernimmt gemeinsam mit Marcus Krützfeldt das Traineramt bei den Keilern. (Foto: be)

Keiler heiß auf den Neustart

Rückzug aus der 2. Bundesliga soll das Team nicht umwerfen. Trainerduo kann auf nahezu den kompletten Kader weiter setzen Der bisherige Chefcoach kümmert sich um die größte Baustelle in der Abteilung

Lüneburg. Altes Team, neues Trainerduo, neue Liga – die Salzstadtkeiler stellen sich nach einem Jahr ohne ein einziges Pflichtspiel für 2021 neu auf. Die wichtigste Entscheidung traf das Inlinehockey-Team des VfL Lüneburg in einer digitalen Mannschaftssitzung. "Viele waren zwar bereit, weiter in der 2. Liga zu spielen", sagt Alexander Walden, "aber den Aufwand können nicht alle leisten. Daher ziehen wir unser Team aus der Liga zurück."

Stürmer Walden übernimmt gemeinsam mit Verteidiger Marcus Krützfeldt die sportliche Verantwortung, da der bisherige Cheftrainer Klaas Jeschke aus beruflichen und privaten Gründen sein Traineramt zur Verfügung gestellt hat. Unklar ist aber noch, in welcher Klasse die Keiler jetzt spielen könnten. 2014 hatten sich die Lüneburger schon einmal aus der 2. Liga zurückgezogen, spielten dann vier Jahre lang in der Regionalliga Nord. Doch für diese Staffel fanden sich in der vergangenen Saison nicht genügend Teams, stattdessen bot der niedersächsische Verband eine zweigleisige Landesliga an, die letztlich wie alle anderen Spielklassen auch Corona zum Opfer fiel.

Regionalliga wäre jetzt die ideale Klasse

"Egal, welche Liga, wir sind dabei", gibt Walden das Stimmungsbild in der Mannschaft wieder, wobei er im sportlichen Sinn darauf hofft, dass sich wieder eine Regionalliga bildet. Ansonsten würden 1. und 2. Mannschaft der Keiler künftig auf gleicher Ebene spielen.

Hauptsache, es geht überhaupt mit dem Spielen los. Direkt vor dem geplanten Saisonstart Mitte März dieses Jahres in Bergedorf bremste der erste Lockdown die Keiler aus. "Bis zum zweiten Lockdown haben wir noch extrem gut trainiert", betont Walden, der sich um die Motivation der Spieler keine Sorgen macht: "Die Truppe hat Bock."

Saisonbeginn schon um sechs Wochen verschoben

Wann es exakt wieder mit dem Trainings- und Spielbetrieb losgehen kann, kann aufgrund der Corona-Lage natürlich noch niemand sagen. Der deutsche Verband ISHD, zuständig für die Bundes- und Regionalligen, hat allerdings den Start der Saison bereits jetzt vorsorglich um sechs Wochen auf das Wochenende 10./11. April verlegt sowie alle Pokalwettbewerbe abgesagt.

Die Keiler richten derweil ihre Blicke auf die größte Baustelle, so Walden, nämlich die Nachwuchsarbeit. "Wir wollen hier den längst überfälligen Grundstein für eine neue Keiler-Generation legen", meint Jeschke, der sich auf diesem Feld mit einem anderen Vater engagiert und innerhalb von drei Monaten knapp zwanzig Kinder für eine Bambini/U 10-Mannschaft begeistert hat. Doch auch das Training der Lütten muss zurzeit ruhen – die Fortführung des Neuaufbaus muss also noch etwas warten.

Von Andreas Safft

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