Montag , 5. Dezember 2022
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Sie will im Lockdown zum Sport animieren, dabei spielt die Zahl 21 die Hauptrolle: Stefanie Labitzke vom TSV Mechtersen/Vögelsen- (Foto: t&w)

Mit der Zahl 21 runter vom Sofa

Die Zahl 21 spielt die Hauptrolle bei einer Challenge des TSV Mechtersen/Vögelsen. Übungsleiterin Stefanie Labitzke will die Vereinsmitglieder zu möglichst origineller Bewegung rund um die neue Jahreszahl animieren. Selbst eine Badewanne wurde bereits mit einbezogen. 

Mechtersen. Mehr Sport steht auf der Liste der Vorsätze fürs neue Jahr meist ganz oben. „Da ist ein erstes Ziel nicht verkehrt“, dachte sich Übungsleiterin vom TSV Mechtersen/Vögelsen und hat zum Jahreswechsel die Aktion #TSVcomeon21 ins Leben gerufen. Für die Vereinsmitglieder und alle, die sich sonst angesprochen fühlen. Die Idee: Alles an Bewegung ist ausdrücklich erwünscht, die Zahl 21 aber sollte die Hauptrolle spielen. „Das kann ein 21-minütiges Workout sein, 2,1 Kilometer Walken, 21 Wiederholungen einer Lieblingsübung oder für Ambitionierte 21 Kilometer Laufen oder Radfahren. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, erklärt Stefanie Labitzke.

Bis Ende Januar soll die Aktion vorerst laufen, mit der die 43-Jährige im Lockdown auch das Wir-Gefühl stärken will: Wer mag, kann seine sportliche Einheit bei Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #TSVcomeon21 versehen und so dafür werben oder Fotos direkt per Mail an stefanielabitzke@gmail.com schicken. „Ich sammle die Bilder und lasse mir am Ende etwas Schönes einfallen.“

#TSVcomeon21 soll auch das Wir-Gefühl stärken

Einige Beweisfotos haben die engagierte Übungsleiterin aus Mechtersen bereits erreicht. Schmunzeln musste sie da vor allem über den Triathlon von Simone Wulf, den die Lüneburgerin in „Spaß-21athlon“ umtaufte. Dafür ging sie 21 Minuten aufs Rad, für 2,1 Kilometer auf die Laufstrecke und verbrachte im Anschluss 21 Minuten im warmen Wasser ihrer Badewanne. Selbst beim anschließenden Einkauf auf dem Wochenmarkt ließ sie die Zahl 21 nicht aus den Augen, wie sie bei Instagram postete. „Um 12:21 Uhr habe ich 2,1 Kilo Gemüse gekauft.“

Auch Familien hat schon mit der Idee vor die Tür gelockt. „Challenge accepted“ schrieben ihr etwa die Klaukes aus Vögelsen, die sich gemeinsam auf eine 2,1 Kilometer lange Joggingrunde machten. Als Beweis gab es im Anschluss ein Foto von Mama und Papa Klauke mit ihren beiden Jungs. „Sogar eine Kollegin schickte mir ihre Zeiten von 21 Kilometer Laufen“, freut sich die Trainerin.

Mit Bewegung besser durch den Lockdown

Andere in Bewegung zu bringen, das macht sie mit Leib und Seele und am liebsten in der Gemeinschaft im Verein. Das allerdings geht zurzeit auch bei nur über Onlinekurse, die sie dreimal die Woche live anbietet. Zusätzlich zieht es aber auch sie regelmäßig an die frische Luft - natürlich mit der Zahl 21 im Hinterkopf. „Zuletzt bin ich viermal 2,1 Kilometer gewalkt.“ Denn mit Bewegung und einem Ziel, da ist sie sich sicher, schafft man es garantiert besser durch den Lockdown.

Von Kathrin Bensemann