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Der TSV Gellersen empfängt am 11. Oktober zum ersten Landesliga-Derby den MTV Treubund. Während Andreas Demir (M.) mit dem TSV wieder den Klassenerhalt feiern will, sind die Lüneburger um Nino Pinnow-Karus (l.) und Nico Goldberg ein heißer Titelkandidat, wollen in die Oberliga. Foto: t&w

Ein extrem harter Wettbewerb

Lüneburg. Neetze gegen Wendisch Evern und Vastorf gegen Barendorf heißen die ersten beiden Derbys, mit denen die Fußball-Bezirksliga am Wochenende 5./6. September starten wird. Der Entwurf für die Landesliga sieht dagegen das erste Nachbarschaftsduell erst im Oktober vor. In jedem Fall stehen die beiden Klassen vor einer ganz besonderen Saison mit Meisterschafts- und Abstiegsrunden sowie einer größeren Zahl an Absteigern.

Die 17 Landesligisten wurden nach ihrer Platzierung aus der Vorsaison in zwei Qualifikations-Staffeln aufgeteilt, das hiesige Trio mit dem MTV Treubund, VfL Lüneburg und TSV Gellersen landete dabei geschlossen in der Staffel 1. Das sorgt zwar für viele Derbys bis zum letzten Spieltag am 21. März 2021, aber auch für einen extrem harten Wettbewerb.

Erst die Qualifikation, dann Auf- und Abstiegsrunden

Nur vier Teams erreichen die Meisterrunde, die fünf anderen ziehen in die Abstiegsrunde – die umfasst dann mit den letzten vier Teams der Staffel zwei insgesamt neun Teams, von denen im Regelfall fünf absteigen müssen. In der Meister- und Abstiegsrunde geht es nicht bei Null los, denn alle Teams nehmen die Ergebnisse aus den Spielen gegen die für die gleiche Runde qualifizierten Kontrahenten mit.

Damit stehen ab Ende März für die Titelkandidaten nur noch acht Partien gegen die vier besten aus der Parallelstaffel an, für die Abstiegskandidaten acht oder zehn, je nachdem, aus welcher Staffel sie kommen. Sollten weitere Corona-Wellen für eine Unterbrechung oder gar einen Abbruch sorgen, kann dieser Modus weiter gestrafft werden.

Vizemeister MTV Treubund empfängt zum Auftakt sicher als klarer Favorit den Neuling VfL Breese-Langendorf. Der TSV Gellersen muss bei der hoch gehandelten SV Ahlerstedt/Ottendorf antreten, der VfL beim FC Verden. Am zweiten Spieltag (12./13. September) geht es richtig in die Vollen. Der VfL empfängt Ahlerstedt, der MTV muss zum starken Neuling Etelsen reisen. Und Gellersen erwartet Teutonia Uelzen zum ersten von vielen Sechs-Punkte-Spielen gegen den Abstieg.

Alle drei Derbys innerhalb von zwei Wochen

Die ersten drei Derbys folgen ab 11. Oktober im Wochentakt: Gellersen empfängt erst den MTV Treubund, dann den VfL. Das Duell der Stadtvereine steigt schließlich am 25. Oktober.

Die Bezirksliga startet sogar mit zwanzig Teams, die in zwei Zehnergruppen spielen. Hier qualifizieren sich die ersten fünf für die Meisterrunde, die anderen fünf müssen gegen den Abstieg spielen. Und das wird ganz besonders hart, denn laut Ausschreibung werden gleich sechs der insgesamt zehn Mannschaften in die Kreisliga absteigen.

In der Staffel 1 wird quasi eine Ostheide-Meisterschaft ausgespielt – und die vier Vertreter aus der Samtgemeinde bleiben gleich am ersten Spieltag unter sich. Neetze geht favorisiert in die Partie gegen Wendisch Evern, offener ist wohl das Duell zwischen Neuling Vastorf und Vorjahresaufsteiger Barendorf. Die SV Eintracht trifft zum Auftakt auf den TuS Bodenteich – ein Traditionsduell zweier Vereine, die wahrlich schon bessere Zeiten erlebt haben.

Staffeltage in der kommenden Woche

Die anderen vier hiesigen Teams spielen in der Gruppe 2, dort geht es mit den Partien Rosche – Bardowick, SV Ilmenau – Südkreis, Ochtmissen – Barum und Eddelstorf – Scharnebeck los. Eine Woche später tragen Bardowick und Ochtmissen das erste Derby aus.

Auch in der Bezirksliga soll die Qualifikation nach 18 Spieltagen am 21. März enden, dann würden für alle noch zehn weitere Spiele anstehen. Wenn es denn die Pandemie zulässt.

Die exakten Termine werden in der Landesliga am kommenden Montag festgelegt, die Bezirksliga folgt am Freitag, 28. August.

Von Andreas Safft