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Ein US-Auto nach Deutschland importieren

Die USA, das Land der langen Landstraßen, ist auch das Land der schönen Autos für Sammler und Liebhaber. Wer ein US-Auto wie Muscle Cars oder einen Oldtimer amerikanischen Baus besitzen möchte, muss meist zum Import greifen. Hier erklären wir, wie man sein Traumauto findet und sicher in die eigene Heimat transportiert.

US-Auto kaufen und importieren in einer Hand

Die USA besitzen den größten Automarkt der Welt. Im Vergleich dazu hat der deutsche Markt ein Fünftel des Absatzes. Auf dem amerikanischen Markt sind Modelle, die sonst nur schwer zu finden sind. Darunter zum Beispiel Wagen, die nicht oder noch nicht für den Verkauf im deutschen Bereich gedacht sind. Der Kauf von Autos in den USA lohnt sich aber nicht nur wegen der großen Auswahl. Auch die Preise sind hier deutlich niedriger, sodass sich sogar der Re-Import von nicht-amerikanischen Autos lohnen kann.  

Es ist ein sinnvolles Geschäftsmodell, für Anbieter US-Amerikanischer Autos in den USA, diese auch internationalem Klientel zur Verfügung zu stellen. Dabei erleichtern sie den Kauf durch die Verbindung ihres Verkaufsservices mit den Aufgaben von Logistikunternehmen, die sich mit dem Import von amerikanischen Autos auskennen.

Auf diese Verkaufsplattformen hat man über das Internet Zugriff. Um ihren Kunden die Möglichkeit zu geben, den Transport des Autos und dessen Kosten eigenhändig zu gestalten, gibt es auch die Option, nur das Auto zu kaufen und den Transport selbst über ein Importunternehmen zu organisieren.

Kompetente Plattformen bieten hier Checks und die Fahrzeughistorie an, auch wenn sie nur Vermittler sind für den Verkauf zwischen Händler und Käufer. Damit kann der Kunde, ohne das Auto selbst in Augenschein genommen zu haben, sicher gehen, dass er keine versteckten Schummeleien kauft.

Ob sich der Kauf tatsächlich lohnt, ist eine Frage des spezifischen Autos und der Importkosten inklusive Transportversicherung, Gebühren, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer. Auch der derzeitige Wechselkurs hat darauf Einfluss. Je nach Modell müssen die deutschen Zulassungs-Regelungen beachtet werden, nach denen eventuell technische Umrüstungen notwendig werden.

Kostensenkung beim Import von Oldtimern aus Nicht-EU-Staaten

Die Einfuhr von Oldtimern hat besondere Vorteile. 2014 haben die EU-Länder die Zolltarifnummer 9705 untereinander harmonisiert. Ergebnis davon war es in Deutschland, dass die Zollgebühren auf den Import von Oldtimern vollständig entfallen. Zusätzlich wurde der Einfuhrumsatzsteuersatz auf 7 Prozent gesenkt.

Welche Kosten entstehen insgesamt bei einem Import?

Neben dem Kaufpreis sind feste Kosten die oben genannten Transportkosten, die Transportversicherung, Gebühren, Zoll und Einfuhrumsatzsteuerbeträge. Optional sind eventuelle Zusatzkosten der Kaufabwicklung je nach genutztem Kaufweg, zum Beispiel Treuhandkosten. In Deutschland selbst fallen eventuell Kosten für Fahrzeuginspektionen und Umrüstungen an.

Je nach gewählter Transportart können mehr oder weniger Transportkosten anfallen. Der Transport über Luftfracht ist deutlich teurer als der Weg über Seefracht. Es gibt außerdem verschiedene Transportumstände, wie den gemeinsamen Transport von bis zu 3 Autos verschiedener Käufer in einem 40-Fuß-Container. Dadurch werden Kosten gespart, aber das Risiko von Transportschäden durch die anderen Autos steigt.

Wenn neben der regulären Transportversicherung eine Zusatzversicherung gewählt wird, steigen auch dafür natürlich die Kosten. Viele Logistikunternehmen bieten zudem verschiedene Lieferungsservices an, die den Wagen entweder bis zum Ziel(flug)hafen oder bis zu der Haustür des Kunden transportieren. Je umfangreicher der Service, desto höher die Kosten.

Wie lange dauert der Import per Schiff?

Wie lange ein Wagen auf See-Weg von der USA bis Deutschland unterwegs ist, ist auch eine Frage des Standorts im weitläufigen Amerika. Eine Lieferung von der Ostküste aus dauert kürzer als der Weg von der Westküste. Grenzübergänge, Umrüstung, TÜV-Abnahme und Anmeldung sind nicht immer berechenbar und können Zeit kosten. Je nach Fahrzeugstandort und den gewählten Serviceleistungen ist die Transportdauer ab Kauf ein bis zweieinhalb Monate.

Fazit

Informiert man sich gut und rechnet man die Ersparnisse des Kaufs mit den Transportkosten ab, kann ein Autokauf in den USA nicht nur das Traumauto nach Hause holen, sondern auch Geld sparen. Dabei hilft die Zusammenarbeit mit professionellen Anbietern und Logistikunternehmen. Sie sind zwar keine Pflicht, aber gute Englisch-Sprachkenntnisse tragen außerdem dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden.

Bildquelle:
Pixabay.com