Samstag , 25. September 2021
AAL erleichtert den Alltag und lässt Senioren länger ihr gewohntes Umfeld genießen!

Altersgerecht wohnen dank Smart Home

Ein gut durchdachtes und perfekt installiertes Smart Home System ermöglicht den Bewohnern eines Hauses eine ungeahnte Komfortsteigerung durch selbstständig kommunizierende Geräte. Die Integration smarter Alarmanlagen sowie Überwachungskameras und Feuermelder bedingen ganz neue Sicherheitsstandards. Intelligent arbeitende Heizungssysteme können zudem eine signifikante Einsparung bei der Energierechnung bewirken.

Besonders die ältere Generation profitiert von den elektronischen Helferlein. Die nachfolgenden Tipps für das Smart Home erleichtern den Seniorenalltag und können im besten Falle die Einweisung in ein Pflegeheim verzögern oder ganz verhindern.

AAL (Ambient Assisted Living)

Der demografische Wandel bringt es mit sich, dass die Bevölkerung Deutschlands im Jahre 2035 eine der ältesten der Welt ist und jeder dritte Bewohner die 60 überschritten haben wird. Auf die Bedürfnisse dieser Menschen muss dann eingegangen werden. Deshalb entwickelte sich rund um die Thematik Smart Home eine Philosophie, die diese gesellschaftliche Wandlung berücksichtigt und das eigenständige Wohnen betagter Menschen in den Vordergrund stellt.

AAL hat das Ziel, Technologien zu entwickeln, die es älteren Menschen erlauben, im gewohnten Umfeld selbstbestimmt, autonom und mobil zu leben. Dadurch wird die Gesundheit und Funktionsfähigkeit der Senioren erhalten und Personen mit physischen Einschränkungen ein besserer Lebensstil ermöglicht. Menschen werden der Isolation entrissen und Pflegeeinrichtungen und Angehörige unterstützt. Zudem können die Älteren der Gesellschaft länger ihre Ressourcen, ihre Erfahrungen und ihre Produktivität zur Verfügung stellen.

Smart Home steigert die Lebensqualität im Alter

Die Smart Home Systeme, welche auf die Bedürfnisse der älteren Generation eingehen, sind vielfältiger Natur. Die Gadgets werden von unterschiedlichen Anbietern vertrieben und es bedarf einer grundlegenden Planung, abgestimmt auf die persönlichen Bedürfnisse der Betroffenen, um deren Alltag zu erleichtern und die Lebensqualität im Alter zu erhalten.

Zentrale Schaltung – ein Knopf für alles

Eine Basisfunktion nimmt dabei eine zentrale Schaltung in der Nähe der Haustüre ein. Ein Handgriff ermöglicht es, alle angeschlossenen Geräte ein- oder auszuschalten. Es empfiehlt sich, Szenerien abzuspeichern, damit der Bewohner beim Eintreten ins eigene Haus die Wege zum Badezimmer, zur Küche oder zum Schlafzimmer beleuchtet vorfindet.

Smarte Türklingel

Für viele ältere Menschen bedeutet die Türklingel Stress. Sie möchten keinem Unbekannten öffnen oder sorgen sich, nicht schnell genug zur Türe zu kommen. Mit der smarten Türklingel können die Bewohner über das Tablet oder das Smartphone sehen, wer an der Türe steht und öffnen nur, wenn sie wollen.

Fingerprint – Erleichterung im Eingangsbereich

Das Türschloss kann für ältere Menschen bei einem Gichtschub oder mit Arthrose zu einem Problem werden. Zittrige Hände, Rollator und Gehhilfen erschweren das Einführen des Schlüssels ins Schloss. Hemmschwellen zum Verlassen des Hauses entstehen. Dank eines Türschlosses, welches per Fingerprint aktiviert wird, kann Barrierefreiheit geschaffen werden.

Fernüberwachung für Notfälle

Über intelligent installierte Kameras wird ein Überwachungssystem installiert, welches es den Angehörigen oder sonstigen Vertrauenspersonen ermöglicht, das Wohlbefinden der geliebten Person zu kontrollieren, ohne dass der Betroffene aktiv eingreifen muss. Im Notfall kann sich schnell mit dem Arzt oder Krankenhaus in Verbindung gesetzt werden, damit die ärztliche Versorgung nicht verzögert wird.

Smarter Feuerschutz

Der Herd ist eine der größten Gefahrenquellen im Haushalt älterer Menschen. Ein vergessener Kochtopf auf der brennenden Herdplatte führt schnell ins Unglück. Sensoren am Dunstabzug registrieren ungewohnte Temperaturanstiege und schlagen Alarm, bevor es zu einer Feuersbrunst kommt. Wenn dieser nicht innerhalb weniger Sekunden abgeschaltet wird, wissen die Angehörigen, dass etwas nicht stimmt, und können sich sofort kümmern.

Sturzschutz für Senioren

Für körperlich beeinträchtigte Personen bietet sich ein SensFloor an. Der Fußboden wird damit zum Touchpad. Bei einem Sturz werden automatisch Angehörige oder das Pflegepersonal benachrichtigt. Durch das Erkennen fremder Bewegungsmuster wird das SensFloor zur Alarmanlage bei Einbruchsversuchen.

Smartes Dusch-WC

Für die persönliche Entfaltung ist die körperliche Hygiene ein wichtiger Punkt. Ein barrierefreies WC mit Bidetfunktion ist für die Ehre und Würde der alten Menschen unabkömmlich. Es können über einen Bluetooth-Anschluss eine Sitzheizung, ein Warmluftföhn und ein Nachtlicht integriert werden.

Mehr Komfort im Alltag

Für die Mehrheit der Bevölkerung bietet Smart Home einen Mehrwert in puncto Einbruchsicherheit und Komfort. Für Senioren kann es lebenserhaltend sein, zumindest verbessert es entscheidend deren Lebensqualität.

Bildquelle:
Foto von Teona Swift von Pexels