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Innenstadt-Garten

Die Pandemie hat uns an unser Zuhause gekettet. Gerade im Sommer betrauern deshalb viele ihren Urlaub, den sie nun in der Heimat umsetzen müssen. Dafür muss der eigene Garten herhalten. In Innenstädten finden wir davon aber wenige. Hier gibt es ein paar Tipps, wie man sich auch zu Hause eine grüne Oase aufbauen kann.

Land- und Gartenflucht

Ob als Beschäftigung oder als ‚Urlaubsziel‘, durch die Corona-Pandemie sind viele Menschen zu Hobbygärtnern geworden, die gelernt haben Gemüse anzubauen, oder sich seine Umgebung einfach so schön zu gestalten wie möglich, wenn man schon zu Hause sitzen muss. Das merkt man sogar in der digitalen Welt, in der immer mehr Menschen Farm- und Gartensimulatoren spielen. Ganz so verzweifelt müssen wir aber nicht sein. Wer keinen Garten hat, hat dafür vielleicht einen Balkon oder Innenhof. Auch die eigenen vier Wände lassen sich grüner gestalten. Davon hat man dann auch nach Corona noch etwas.

Eine grüne Wohnung

Die eigene Wohnung mit Pflanzen zu dekorieren ist nicht nur reine Beschäftigung. Pflanzen dienen in der Wohnung als:

  • Sauerstoffspender. Pflanzen erzeugen durch die Fotosynthese Sauerstoff. Dabei nutzen sie die Energie des Sonnenlichts, um CO2-Moleküle, die sie über ihre Blätter aufnehmen, unter anderem in Sauerstoff umzuwandeln.
  • Luftfilter. Pflanzen binden Schadstoffe. So filtern sie zum Beispiel Giftstoffe wie Formaldehyd, Benzol oder Trichlorethylen aus der Luft, die in Farben, Lacken, Kunststoffen und Spanplatten enthalten sein können.
  • Staubfänger. Staub und die Schadstoffe, die an ihn gebunden sein können, fliegen ungehindert durch die Luft, bis sie an etwas hängen bleiben. Pflanzen mit großen Blättern können viel Staub aufnehmen, der dann von ihnen entfernt werden kann.
  • Schalldämpfer. Wie durch Möbel wird ein leerer Raum durch Pflanzen gefüllt und diese nehmen den Schall auf. Je mehr Pflanzen man hat, desto weniger schallempfindlich ist der Raum.
  • Luftfeuchtigkeitsspender. Wer Probleme mit trockener Luft hat, kann die Luftfeuchtigkeit durch das Aufstellen von Pflanzen steigern. Vor allem Pflanzen mit vielen Spaltöffnungen wie Zyperngras oder ein Hibiskus produzieren viel Feuchtigkeit.
  • Dekoration. Nicht zuletzt sind Pflanzen dekorativ. Sie anzusehen kann sogar den Stresslevel einer Person senken. Wer Premium Blumenkübel nutzt, kann den Deko-Effekt noch steigern und sie farblich an die Umgebung anpassen.
  • Nutzpflanze. Mit Fensterbank, Hydrokulturen und Solarstrahlern lassen sich auch im inneren eines Hauses kleine Beete anlegen. Vor allem Kräuter und Salate lassen sich so gut züchten.

Ein grüner Balkon und Hinterhof

Unendlich viel Platz haben wir auf unserem Balkon voraussichtlich nicht. Deshalb pflanzen wir hier nicht horizontal, sondern vertikal. Dabei können wir alte Leitern oder Euro-Paletten zweckentfremden, indem wir sie an die Wand lehnen oder schrauben. In den Paletten entstehen so automatisch Öffnungen, die wie für Blumenkästen gemacht sind.

Sichtschutz

In der Stadt stehen die Häuser nah aneinander. Wer nicht unbedingt möchte, dass man auf den Balkon blicken kann, kann sich mithilfe von Pflanzen einen Sichtschutz bauen. Am besten funktioniert das mit Hänge- und Rankpflanzen, die ganz von selbst die vorgegebene Fläche füllen. Auch große Kübel- und Blumenkästen mit üppiger Bepflanzung versagen ganz schnell den Blick auf den Balkon.

Für den Hinterhof bietet sich eine Pergola an. Sie muss nicht aufwändig gebaut sein. Wenn man möchte, kann man ihre Decke aus Rankpflanzen bauen. Dafür braucht man nur wenige Fäden oder Holzstreben, an denen sich das Grün festhalten kann.

Atmosphäre

Die richtigen Accessoires darf man nicht vergessen. Eine Decke aus Rankpflanzen, die an horizontal gespannten Fäden wächst, lässt sich ganz wunderbar mit einer Lichterkette verbinden, die man dazu flechtet. Auch die Gartenmöbel sind ein wichtiger Punkt. Sie sollten zwar funktional und schön, aber auch bequem sein. Rankgitter aus Holz können kahle Wände abdecken und den Balkon oder Hof gemütlicher machen.

Wer möchte, kann sogar einen Teppich, Polstermöbel und Kissen nach draußen bringen. Diese gibt es nämlich auch in wasserfesten Stoffen, bei denen man sich keine Gedanken um die Witterung machen muss. Mit wasserfesten Bluetooth-Boxen kann man jederzeit Musik mit nach draußen nehmen.

Fazit

Wer will, kann es sich zu Hause richtig schön machen. Ein grünes Zuhause ist nicht nur ein einmal Projekt, das viel Spaß bei Planung und Umsetzung macht. Wer den Balkon oder Hof nutzt, um sein eigenes Gemüse anzubauen, hat eine Aufgabe und eine Ernte, die weiterverwendet werden kann. Aber auch Zierpflanzen müssen umpflegt werden. Für die, die glauben dafür kein Händchen zu haben, gibt es Hilfsmittel wie automatische Gießsysteme.

Bildquelle:
Pexels.com