Samstag , 19. September 2020
Der Wohnungsmarkt lässt sich aufgrund der aktuellen Lage auch in Hannover schwer prognostizieren. Langfristig wird dieser für Investoren aber weiterhin attraktiv bleiben.

Immobilien kaufen und verkaufen in Hannover – welche Entwicklung steht 2020 bevor?

Im deutschlandweiten Vergleich liegen die Immobilienpreise in Hannover relativ niedrig. Etwa 520.000 Einwohner leben dort zurzeit. Regelmäßig hinzukommende Neubürger begründen die Einschätzung, dass die Zahl in den nächsten Jahren voraussichtlich um circa 10.000 ansteigen wird. In der niedersächsischen Kultur- und Wirtschaftsmetropole ist die Bauaktivität hoch. Die Bewohner finden Unterstützung durch die Stadtverwaltung. Ziel ist die Schaffung eines sozialen Umfeldes, in dem Mieten und Eigentumsbesitz bezahlbar sind. Der Immobilienmarkt ist in Bewegung: Immobilien zu kaufen und zu verkaufen ist in Hannover in der Regel unkompliziert. Um das große Angebot leichter überschauen und einzelne Objekte miteinander vergleichen zu können, empfiehlt sich die Einschaltung eines Maklers vor Ort.

Niedrigzinsen verhelfen zur Traumimmobilie

Den Traum von einem Eigenheim haben viele Menschen. Die Investition in eine Immobilie zählt zu den besten Absicherungen für das Rentenalter. Knapp 48 Prozent der Deutschen verfügen über Wohnungseigentum. Etwa drei Viertel äußern den Wunsch danach – durch die derzeitige Niedrigzinspolitik wird es den Menschen leichter gemacht, sich diesen zu erfüllen. Durch die geringe Zinshöhe, die sich in den monatlichen Raten widerspiegelt, können sich deutlich mehr Menschen die Finanzierung durch eine Kreditaufnahme leisten. Dabei macht es keinen Unterschied, ob ein Darlehen zum Bau oder Kauf eines Hauses genutzt wird.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den deutschen Immobilienmarkt

Winterende und Frühlingsanfang des Jahres 2020 sind überschattet von der sogenannten Corona-Krise. Dies gilt auch für den Immobilienmarkt. Mit Beginn der Ausgehbeschränkungen wurde ein deutlich geringeres Interesse an Hausverkäufen und -vermietungen festgestellt. Da seitdem weder Immobilienbesichtigungen noch Notartermine stattfinden können, verwundert dies nicht. Tatsächlich sank der Wert in Bezug auf den Hauskauf für die maximale Suchanzahl bei Google von 100 auf 66.

Durch Einkommensrückgänge oder sogar -ausfälle sowie Einwanderungsverbote sind zuverlässige Prognosen für die weitere Entwicklung des Immobilienhandels nicht so einfach möglich. Zudem hängt diese selbstverständlich auch von dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab. Experten wagen jedoch die Vermutung, dass diese langfristig die Wohnraumnachfrage nicht vermindert. Der Bedarf an Wohnraum und damit auch an Immobilieneigentum übersteigt seit langer Zeit in vielen Städten und Regionen Deutschlands das Angebot. Dies wird auch weiterhin so bestehen bleiben, sagen Fachleute, denn „gewohnt wird immer“. Gleichfalls ist momentan eine Veränderung der Preisentwicklung nicht erkennbar.

Durchschnittspreise von Häusern in Hannover und der Region

Die durchschnittlichen Kaufpreise für Immobilien in Hannover präsentierten sich in der letzten Zeit wie folgt:

  • Bauernhäuser: etwa 380.000 Euro
  • Doppelhaushälften: etwa 380.000 Euro
  • Einfamilienhäuser: etwa 480.000 Euro
  • Reihenendhäuser: etwa 350.000 Euro
  • Reihenmittelhäuser: etwa 300.000 Euro
  • Stadthäuser: etwa 550.000 Euro
  • Villen: etwa 770.000 Euro
  • Zweifamilienhäuser: 375.000 Euro

Preisentwicklung in Hannover von 2018 bis 2020

Die Preisentwicklung aller Immobilien mit Ausnahme von Mehrfamilienhäusern in Hannover stellt sich wie folgt dar:

  • März 2018 – Kaufpreis: 150.000 bis 849.000 Euro
  • März 2019 – Kaufpreis: 189.000 bis 980.000 Euro
  • Januar 2020 – Kaufpreis: 193.400 bis 998.000 Euro
  • Februar 2020 – Kaufpreis: 193.400 bis 995.000 Euro

Schaut man sich diese Entwicklung an, sind die Kaufpreise für Immobilien seit 2018 zunächst kontinuierlich angestiegen. Im Februar d.J. stagnierte jedoch die Untergrenze, die Obergrenze verringerte sich um 3.000 Euro. Wie die Preise sich in der nächsten Zukunft gestalten werden, kann im Moment nur vermutet werden. Schließt man sich der Meinung vieler Experten an, könnten sie im Verlauf des Jahres 2020 in etwa gleich bleiben. Letztendlich steht und fällt der Immobilienmarkt mit der Wirtschaftslage unseres Landes.

Etwas außerhalb Hannovers sind Immobilien bereits deutlich günstiger zu erstehen.

Häuserangebote nach Lage

Vom 01.01. bis 31.03.2020 standen in
Badenstedt 2,
Alt-Langenhagen und Bernerode 15,
Wettbergen 12,
Kaltenweide 10,
Misburg-Nord sowie Deister 9,
Heideviertel, Allgarbsen und Berenbostel 8
Immobilien zum Verkauf.

Immobilienpreis Hannover April 2020

Nachstehend zeigen wir den durchschnittlichen Immobilienpreis bezüglich des Monats April 2020 für Hannover auf. Er beruht jedoch nicht auf den Angaben der Stadt, sondern auf eigenen Recherchen. Zu beachten ist, dass es große Unterschiede gibt, da die Preise unter anderem von dem Baujahr der Immobilie, der Lage und Ausstattung abhängig sind. Deshalb ist er ausschließlich als Anhaltspunkt zu werten.

Im Durchschnitt muss in Hannover mit einem Quadratmeterpreis von 3.471 Euro gerechnet werden. In der Region Niedersachsen liegt er durchschnittlich bei 2.503 Euro, im gesamten Deutschland bei 3.624 Euro. Grundsätzlich sind Immobilien in ländlicher Lage günstiger als in der Stadt. Dies erklärt den relativ großen Unterschied zwischen dem Kaufpreis von Eigentum in Hannover und dem Bundesland Niedersachsen.

Preisprognosen für Wohnimmobilien in Deutschland aus dem Vorjahr

Im Jahr 2019 wurde eine Preissteigerung für Immobilien innerhalb Deutschlands vorausgesagt. Dies hat sich bestätigt, zudem übertrafen die tatsächlichen Zahlen die vermuteten bereits Anfang 2020. Vor der Corona-Krise waren sich Experten sicher, dass sich die steigenden Preise weiter fortsetzen. In großen Städten wie München oder Berlin fand eine Verteuerung von 13 bis 14 Prozent statt. Aber auch sogenannte B-Städte wie Hannover und Nürnberg zeigten bereits eine Preissteigerung im Immobiliensektor auf. Nimmt alles wieder seinen normalen Gang, wird vermutet, dass auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt eine 13-prozentige Erhöhung der Immobilienpreise erreicht wird.

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