Montag , 21. September 2020

Sorgenfrei heizen? Für wen lohnt sich Wärmecontracting?

Heizen ist bei uns ein notwendiges Übel. Besonders, wenn die alte Heizung gegen eine neue ausgetauscht werden muss, sehen sich die meisten Hausbesitzer einem erheblichen Problem gegenüber. Eine moderne Heizungsanlage schlägt mit etlichen Tausend Euro zu Buche, besonders, wenn man auf erneuerbare Energien setzen möchte. Doch gibt es jetzt eine neue Art, von einer neuen Heizungsanlage zu profitieren, ohne dabei die hohen Anschaffungskosten in Kauf nehmen zu müssen. Man kann die Heizung ganz einfach leasen.

Wärmecontracting – eine neue Art des Heizens

Immer mehr Hausbesitzer interessieren sich dafür, eine Heizung zu mieten. Der Vermieter der Heizung baut die Anlage ein, sorgt für die Wartung und ist bei den meisten Verträgen auch für Reparaturleistungen verantwortlich. So kann man als Hausbesitzer einfach nur Heizungswärme genießen, ohne sich um die Details kümmern zu müssen. Auch die hochpreisigen Anschaffungskosten kann man sich sparen. Es gilt lediglich, einen monatlichen Betrag an den Vermieter der Heizung zu entrichten. Zu den Contractingunternehmen, bei denen man eine Heizung mieten kann, gehören Stadtwerke und Energieversorger ebenso, wie Installateure oder Hersteller von Heizungen.

Für den Contractor bringt das System ebenfalls Vorteile mit sich. Über einen längeren Zeitraum hinausgehen regelmäßige Zahlungen ein, die eine sichere Betriebsplanung erlauben. Auch können Contractor Zuschüsse einstreichen, die häufig für moderne, umweltfreundliche Heizungsanlagen erhältlich sind.

Für wen lohnt sich das Wärmecontracting?

Will man eine Heizung mieten, so können die Verträge über unterschiedliche Zeiträume hinweg abgeschlossen werden. Während einige Verträge eine Dauer von lediglich 5 Jahren haben, können andere für 10 oder 15 Jahre gelten. Besonders interessant bei diesem Konzept ist die Tatsache, dass es sich hierbei um ein rundum-sorglos-Paket handelt. Man braucht sich selbst nicht um die Heizung zu kümmern und kann sich darauf verlassen, dass optimale Heizwärme stets zur Verfügung steht. Darum eignet sich das Konzept auch besonders für solche Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht selbst um ihre eigene Heizung kümmern möchten oder können.

Das Wärmecontracting ist beispielsweise für ältere Menschen eine ideale Form, um sicherzustellen, dass die Heizung immer funktioniert, ohne dass sie dabei selbst Hand anlegen müssen. Aber auch Hauseigentümer, die eine neue Heizung brauchen, jedoch das Geld zum Kauf einer solchen Anlage nicht zur Verfügung haben, können ihr Heiz-Problem mit einem solchen Mietvertrag unter Umständen auf praktische Weise lösen.

Vertragsbedingungen genau prüfen

Wie günstig es wirklich ist, eine Heizung zu mieten, hängt von den Vertragsbedingungen ab. Dazu sollte man zunächst einmal überprüfen, welche Leistungen man tatsächlich erhält. Ist ein 24-Stunden Notdienst eingeschlossen? Werden eventuelle Reparaturkosten vom Vermieter übernommen? Solche Fragen sollten geklärt werden, bevor man den Vertrag unterschreibt.

Wichtig zu wissen ist auch, was nach dem Vertragsablauf mit der Heizung geschieht. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Der Mieter kann unter Umständen verpflichtet sein, die Heizung nach Vertragsablauf zu kaufen, oder auch die Option haben, sie zu kaufen. In anderen Fällen kann die Heizung einfach entfernt werden und man hat die Möglichkeit, einen neuen Vertrag abzuschließen, oder eine eigene Heizung zu kaufen.

Alternativen abwägen

Oft kann es vom finanziellen Standpunkt sinnvoller sein, eine eigene Heizung zu kaufen. Verfügt man über einen guten Kredit, so kann eine Heizung leicht finanziert werden. Am Ende der Ratenzahlungen hat man dann eine eigene Heizung, während das beim Leasing nicht der Fall ist.

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ri auf Pixabay