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Firmengründung trotz Corona-Zeit – was ist zu beachten?

Die Pandemie hat der Wirtschaft geschadet, so viel steht fest. Nicht nur in Lüneburg, sondern deutschlandweit mussten Unternehmen kapitulieren – die Verdienstausfälle waren einfach zu hoch. Doch es sind nicht alle Branchen von der Krise betroffen, im Gegenteil. Obwohl es so viele Verlierer gibt, gibt es auch ein paar Gewinner.

Es ist also weder naiv noch besonders schwierig, während der Pandemie eine neue Firma zu gründen. Vorab sollten Gründer natürlich ein paar Punkte beachten und eine sorgfältige Planung in die Wege leiten. Dazu gehört nicht nur die Business Idee und die Wahl der optimalen Rechtsform, sondern auch viele Kleinigkeiten, die man nicht unbedingt im Fokus hat – beispielsweise die Pflicht für ein Geschäftskonto für GmbH oder UG.

Das Wichtigste ist eine gute Geschäftsidee

Schon vor Corona war die Geschäftsidee das A und O einer jeden Firmengründung. Doch gerade jetzt will die Geschäftsidee natürlich extrem gut durchdacht sein: Welche Produkte oder welche Dienstleistungen finden gegenwärtig und in Zukunft ausreichend viele Abnehmer, um erfolgreich zu sein? Wer ist die Zielgruppe und hat diese während der Krise überhaupt Bedarf am jeweiligen Produkt?

Die Finanzierung klären

Je nachdem, um welche Art von Produkt es sich handelt, kann es sein, dass das Eigenkapital der Gründer nicht ausreicht. Meist ist es sogar sinnvoll, das Firmenvermögen strikt vom Privatvermögen zu trennen. Ein Business Konto gehört daher zur Grundausstattung für Unternehmer. Für die Finanzierung bewähren sich in der Praxis drei Arten, nämlich ein Bankkredit für die Firma, die Suche nach Großinvestoren oder die Projektfinanzierung über Crowdfunding – Grundlage dafür bietet der Business Plan.
 

Motivation und eigene Situation

Schon vor der Gründung sollten angehende Unternehmer ihre persönliche Situation definieren: Weshalb soll gegründet werden? Stellt die Geschäftsidee ein innovatives Produkt dar, das den Markt verändern könnte? Gründet man aus der Arbeitslosigkeit oder Langeweile heraus? Oder gar einfach um des Gründens Willen?

Ist man sich über die eigenen Beweggründe bewusst, fällt es leichter, sich Ziele zu stecken und Strategien zu überlegen.
 

Habe ich die geeigneten Qualifikationen?

Wer ein eigenes Unternehmen gründet, sollte auch über Expertise in diesem Bereich verfügen. Fehlt diese Expertise, braucht man Menschen, die diese mitbringen. In Handwerksberufen benötigt man für die Gründung zum Beispiel einen Meistertitel. Informationen dazu findet man beispielsweise über die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Meist bringen Gründer auf ihrem Tätigkeitsfeld das entsprechende Knowhow mit, doch macht man beispielsweise sein Hobby zum Beruf, kann es sein, dass zu wenig unternehmerisches Wissen vorhanden ist. Gründer in Spe sollten deshalb nie vor guter Beratung zurückschrecken. Die hiesige IHK hilft dabei gerne weiter.

Ein Team aufbauen

Je nach Komplexität der Geschäftsidee und des Entwicklungs- sowie Herstellungsprozesses ist es schon frühzeitig nötig, ein Team aufzubauen. Sobald man seine Geschäftsidee konkretisiert, sollte man sich deshalb klare Gedanken über den zukünftigen Personalbedarf machen: Ist ein Team nötig? Falls ja, wie groß muss es sein und welche Qualifikationen müssen die einzelnen Teammitglieder mitbringen? Steht das Gerüst, kann man zu einem frühen Zeitpunkt ins Onboarding gehen und geeignete Mitarbeiter rekrutieren. So verhindert man unnötige Verzögerungen in der Startup-Phase der neuen Firma.

Ein gutes Marketing ist unersetzlich

Egal, wie gut die Geschäftsidee, der Business Plan oder das Team auch sein mögen – nimmt niemand das Unternehmen wahr, bleiben die Kunden aus. Damit das nicht passiert, gehört gutes Marketing zur erfolgreichen Unternehmensgründung dazu. Gründer sollten sich genau überlegen, wer ihre Zielgruppe ist und wie diese Zielgruppe am besten erreicht werden kann.

Ist das bekannt, geht es daran, mögliche Touchpoints zu definieren und abhängig davon Marketingkampagnen und -strategien zu entwickeln. Bei Werbemaßnahmen sollte man darauf achten, seine Zielgruppe dem eigenen Branding entsprechend anzusprechen. In der Fachsprache nennt man das Wording, also die Art, wie man zu seinen (möglichen) Kunden spricht. Eine Anwaltskanzlei wird ihre Klienten in aller Regel anders ansprechen als ein junges und innovatives Startup mit hipper Zielgruppe.

Ein klares Branding, ein attraktives Wording und einzigartige Kampagnen sind wichtig für den unternehmerischem Erfolg. Im Moment hat der Mittelstand durch die Krise mehr zu kämpfen als sonst. Doch wer in dieser Phase erfolgreich gründet, ist gewiss auch stark für die Zukunft.

Bildquelle:
Pexels.com