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Kryptowährungen: Wird bald nur noch mit Bitcoin bezahlt?

Ab März 2021 ermöglichte Elon Musk seinen Kunden, seine Tesla E-Fahrzeuge mit Bitcoins zu bezahlen. Zuvor machte Musk damit Schlagzeilen, dass er Bitcoins im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar gekauft hat. Die Folge war, dass der Bitcoin-Kurs in die Höhe schnellte. Im Mai hielt Tesla-Chef Elon Musk mit seinen Tweets den Kryptomarkt in Bewegung und Mitte Mai kam es zu einem rasanten Absturz des Bitcon-Kurses von 15.000 US-Dollar – auch weil Tesla die Kryptowährung nicht mehr unterstützte.

Hat Tesla den Anfang vom Ende geschrieben?

Es ist jedem der den Bitcoin beobachtet, dass die Kryptowährung oftmals starken Schwankungen unterlegen ist und eine sichere Geldanlage anders aussieht. Aber dennoch, der Bitcoin boomt weiter. Nicht nur Tesla hat Bitcoin als Bezahlmethode anerkannt – auch wenn dieses wieder zurückgenommen wurde – so ermöglichen dennoch viele Unternehmen und Wallets sowie neue online Casinos ihren Kunden mit Bitcoin einzuzahlen bzw. die Kryptowährung für die Zahlung zu nutzen.

Aber genau dieser Hype beweist, dass es sich beim Bitcoin weiterhin um ein Anlageprodukt handeln wird. Denn bei dem Bitcoin handelt es sich keineswegs um eine nützliche Währung, zumindest nicht bis zu diesem Zeitpunkt – oder?

Bezahlen mit Bitcoin – einige Unternehmen lassen es bereits zu

Das Bezahlen mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin ist für die meisten Verbraucher nicht denkbar. Doch das könnte sich ändern. Neben Elon Musk, der im Februar ankündigte, Bitcoins zu akzeptieren, erklärte auch PayPal im Oktober 2020, dass die US-amerikanischen Kunden bald die Möglichkeit hätten, Bitcoins zu nutzen. Andere Unternehmen lassen dies schon länger zu, wie bspw. der Microsoft-Store und die Streaming-Plattform Twitch. Auch das Online-Lexikon Wikipedia und die Umweltschutzorganisation Greenpeace nehmen Spenden in Form von Bitcoins an. Selbst der Essenslieferant Lieferando sowie einige deutsche Cafés, Geschäfte und Bars, ermöglichen es ihren Kunden, in Bitcoins zu bezahlen.

Mit Bitcoin & Kryptowährungen bezahlen dank Google Play

Fast jeder nutzt heutzutage Google Pay, dank der unzähligen Partnerbanken, die es ermöglichen die Bezahl-App zu nutzen und so bequem per Smartphone zu bezahlen. Nun hat Google Pay einen neuen Partner und mit diesem wird es erstmals möglich, mit Bitcoin & Co. im stationären Handel zu bezahlen. Aktuell befindet sich die dafür benötigte Coinbase Card noch in einer eingeschränkten Testphase.

Von der Google Pay App wird die physische Kreditkarte ersetzt und bringt diese auf das Smartphone. Somit kann diese an fast allen Akzeptanzstellen genutzt werden, an denen die Kartenzahlung möglich ist. Vor allem ist das bei den zahlreichen virtuellen Kreditkarten interessant, zu denen nun auch die Coinbase Card zählen wird.

Vor mehr als sechs Monaten wurde die Karte bereits in den USA vorgestellt, die den Besitzern die Möglichkeit bietet, ihr Guthaben in der Kryptobörse mit der Kreditkarte zu verwenden. Automatisch werden Bitcoin und Co. in US-Dollar umgewandelt, wofür allerdings entsprechende Gebühren anfallen.

Elon Musk ist verantwortlich für die Bitcoin Kursschwankungen

Nachdem Tesla im Februar bekannt gab, dass Bitcoins als Zahlungsmittel von Tesla anerkannt werden, schoss der Bitcoin-Kurs in die Höhe und erreichte eine Rekordmarke. Allerdings war nur ein Tweet von Elon Musk notwendig, um den Kurs ebenso schnell wieder ins Bodenlose fallen zu lassen. Mitte Mai verkündete Musk, dass das Unternehmen doch keine Bitcoins akzeptieren werde. Denn auch wenn er grundsätzlich die Kryptowährungen schätze, so sei der aktuelle Energieverbrauch doch umweltschädlich und damit nicht zukunftsfähig.

Sicherlich spielten auch die Bitcoin-feindlichen Berichte aus China eine entscheidende Rolle für die Talfahrt des Bitcoin. Allerdings kann niemand den Einfluss einer einzelnen Person hier wegdiskutieren, wenn es um die Zukunft der Kryptowährungen geht. Besonders in Hinsicht auf den Preis des Dogecoin, der aufgrund des Tweets von Elon Musk immer weiter anstieg.

Ist die Krypto-Zukunft gefährdet aufgrund einzelner Meinungen?

Waren die Kryptowährungen wie der Bitcoin ursprünglich dazu erschaffen, um ein Problem aus der Welt zu schaffen: das der byzantinischen Generäle. Dabei handelt es sich um nichts weiter als ein hypothetisches Gedankenspiel.

Um nichts anderes handelt es sich hier. Denn es ist pure Ironie, dass ein einzelner Mensch in der Lage ist, einen solch großen Einfluss auf die Kryptowährungen auszuüben. Denn im eigentlichen Sinne handelt es sich bei Bitcoin und Co. um ein digitales, zentrales Währungssystem. Genau dieses System soll unabhängig funktionieren und nicht abhängig sein von zentralen Autoritäten wie Banken oder eben von mächtigen Persönlichkeiten wie bspw. Elon Musk.

Aber dennoch die Experten sind sich sicher, dass die Kryptowährungen auch ohne externen Einfluss eine Zukunft haben.

Bildquelle:
Bild von MichaelWuensch auf Pixabay