Donnerstag , 21. Oktober 2021

Digitalisierung in Schulen: Es geht voran

Mit dem Ausbau der Digitalisierung an Schulen hat Norddeutschland eine große Herausforderung angenommen, die Schritt für Schritt umgesetzt wird. Jetzt hat sich Lüneburg mit einer Finanzspritze von 3,4 Millionen Euro an den digitalen Ausbau der Schulen gewagt. Die zeitnahe Umsetzung und ein schnelles Ergebnis sollten jedoch nicht erwartet werden.

Ohne digitalen Fortschritt bleibt die Zukunft auf der Strecke. In allen Wirtschafts- und Lebensbereichen ist die Anwendung von neuer Technik und moderner Entwicklung notwendig, um den Alltag effizienter zu bestreiten. Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten hängt Deutschland dieser Entwicklung jedoch noch weit hinterher. Da ist die Nachricht der finanziellen Förderung in Lüneburg ein kleiner Silberstreif am Horizont.

Mit 3,4 Millionen Euro Fördermitteln sollen die digitalen Möglichkeiten der Region besonders in Schulen und Ausbildungsstellen unterstützt werden. Ein erster Schritt, der für eine vernetzte Umgebung essenziell ist. Bevor es jedoch an die Versorgung mit Tablets, Computern und Smart Devices geht, muss die große Frage der Leitungskapazität geklärt werden. Leistungsfähige Glasfaserkabel sind Mangelware in der Lüneburger Region, die allerdings Voraussetzung für eine schnelle Anbindung sind.

Folgeschritte beachten

Der Glaube, dass die Digitalisierung allein durch Hardware und Anbindung vollbracht ist, ist falsch. Neben der entsprechenden Grundausstattung ist die Software ein weiterer Baustein für die digitale Funktionsfähigkeit an Schulen und Universitäten. Entsprechende Programme zur Anwendung als auch administrative Programme gehören zur Liste der umfangreichen To-dos. Ohne Überwachungs- und Kontrollprogramme wie Dameware Remote PC Control ist ein sicheres Arbeiten kaum möglich. Die Option, Zugriff auf PCs und Devices aus der Ferne zu haben, die von einem Admin übernommen werden, setzen bestimmte Netzwerk- und Arbeitsstationskonfigurationen voraus, die bereitgestellt werden müssen. Anders kann eine geschlossene Digitallandschaft nicht funktionieren.

Das Vereinfachen von Fehlerbehebungs- und routinemäßigen Verwaltungsaufgaben für einen Admin ist der Kern der täglichen Arbeit. Überwachung von Prozessen, Daten-Backups, Freigaben überprüfen: Die benötigte Software nimmt zwar viel Arbeit ab, doch muss am Ende von Experten bedient werden. Zur Finanzierung dieser Jobs ist die Finanzspritze gleichfalls einzusetzen.

Prioritäten definieren

Bis wann die Digitalisierung in der Lüneburger Region vollzogen oder zumindest fortgeschritten sein wird, wird die Zeit zeigen. Vorerst gilt es eine Priorisierungsstrategie festzulegen, die Schritt für Schritt abzuarbeiten ist. Welche Institutionen und Einrichtungen im Süden Hamburgs zuerst von der finanziellen Spritze profitieren, ist aktuell noch in Diskussion. Adressen und Baustellen gibt es reichlich, die infrage kommen. Mit Beginn des neuen Schuljahres ist die Nachfrage erneut gestiegen, um den aktuellen Lehrstoff entsprechend aufzubereiten. Für die diesjährigen Jahrgänge wird es jedoch kaum von Relevanz sein, denn der Ausbau wird sich noch einige Jahre hinziehen.

Bis die Frage für eine Glasfaseranbindung geklärt ist, vergeht noch viel Zeit. Ebenfalls wird die Anstellung von Personal und Support weiteren Aufwand bedeuten und somit Geduld fordern. Es ist gut zu wissen, dass die Mühlen begonnen haben zu mahlen, doch ein zufriedenstellendes Ergebnis wird sich erst in einigen Jahren abzeichnen. Der Plan, die finale Digitalisierung bis zum Ende des Jahres 2023 durchgeführt zu haben, klingt ambitioniert. Es bleibt spannend, ob das Ziel rechtzeitig erreicht wird oder Europa schon in Sachen digitaler Bildung Deutschland einen ganz großen Schritt vorauseilen wird.

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