Montag , 21. September 2020

Besser sehen im Büro

Seit ein Großteil aller Deutschen im Büroumfeld arbeitet, nehmen Kurzsichtigkeit und andere Augenprobleme landesweit zu und das, obwohl sich die Augen an PC-Arbeitsplätzen mit Tipps zur richtigen Brille und Haltung theoretisch entlasten lassen.

Scharfe Sicht auf den PC verhindert Folgebeschwerden

Analog zu Trends wie der Digitalisierung ist die Anzahl der deutschen Büroarbeitsplätze in den vergangenen zehn Jahren auf über 17 Millionen angestiegen. Mit wahrnehmbaren Konsequenzen für die Gesundheit: Neben Bewegungsmangel begleiten Haltungsschäden und Augenbelastungen die Entwicklung. Die Überbeanspruchung der Rückenmuskeln und Augen hängt im Büro oftmals zusammen.

Um schlechte Sicht zu kompensieren, nehmen viele Angestellte ungesunde Haltung ein. Dadurch entstehen Folgebeschwerden wie Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen. Hierbei spielen sowohl die Arbeitsplatzbedingungen als auch die richtigen Brillengläser eine Rolle.

Von Einstärkegläsern bis hin zu Gleitsichtbrillen enthält das umfangreiche Sortiment gut ausgestatteter Online-Optiker die richtigen Modelle für jede Situation. Wer sich mit den Vor- und Nachteilen einzelner Brillenarten vertraut macht, kann den Arbeitsplatz in ergonomischen Einklang mit der Sehhilfe bringen.

Von Einstärkegläsern bis hin zu Gleitsichtgläsern

Welche Brille für Büroarbeitsplätze am geeignetsten ist, hängt nicht nur von der Art der Fehlsichtigkeit ab. Auch die individuellen Sehanforderungen spielen eine Rolle: Blickt man beispielsweise oft in die Ferne oder geht es vor allem um eine Unterstützung im Nahbereich?

Besteht der PC-Arbeitsplatz aus mehreren Monitoren? Wie schnell sollen bloße Augenbewegungen den Bildschirm erfassen können und ist die Bildschirmposition flexibel einstellbar?

Grundsätzlich gelten für die drei Brillenarten folgende Vor- und Nachteile:

  • Einstärkebrillen (Monofokalbrillen) wie die Lese- und Fernbrille ermöglichen bei natürlichen Kopfbewegungen deutliche Sicht im Nah- oder Fernbereich. Jede Stelle der Gläser weist die gleiche Stärke auf. Brillenträger mit Alterssichtigkeit benötigen bei dieser Brillenart oft zwei unterschiedliche Modelle für verschiedene Sehdistanzen.
  • Zweistärkebrillen (Bifokalbrillen) sind im oberen Bereich auf die Ferne und weiter unten auf den Nahbereich ausgelegt. Insbesondere Universal-Zweistärkebrillen ermöglichen dadurch sowohl im Nahbereich als auch im Fernbereich gute Sicht. Bei Sondermodellen wie Bildschirm-Bifokalbrillen ist der Nahbereich auf Sehabstände zwischen 70 bis 80 Zentimetern ausgelegt und eignet sich daher ideal fürs Büro.
  • Gleitsichtbrillen sind für den Nah- und Fernbereich vorgesehen, aber enthalten als Universalmodelle eine unscharfe Progressionszone. Auch der Nah- und Monitorbereich sind bei diesen Modellen begrenzt. Dadurch müssen Büroangestellte ihren Kopf vor Bildschirmen vermehrt hin und her bewegen. Bildschirmgleitsichtbrillen ersparen einem zwar diesen Nachteil, aber eignen sich nur begrenzt für die Ferne.

Übrigens muss es für das Büro nicht immer eine Brille sein. Auch Alternativen wie die Laserkorrektur bestehender Sehschwächen sind eine Überlegung wert.

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist individuell

Wie genau der Monitor, Stuhl und Tisch im Büro idealerweise zu positionieren sind, hängt vom Brillenmodell ab. Bei einer Bildschirmgleitsichtbrille beispielsweise sind Sehentfernungen zwischen 40 und 200 Zentimetern angemessen, während monofokale Lesebrillen Abstände von über 40 Zentimetern kaum bewältigen.

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung basiert demzufolge auf einer möglichst individuellen Arbeitsmitteleinstellung. Zu Zusammenhängen wie der richtigen Beleuchtung gibt es zwar Grundregeln, was die Sicht im Büro betrifft. Was jedoch als angenehm empfunden wird, unterscheidet sich von Fall zu Fall.

Titelbild: © iStock – Viorel Kurnosov