"Buchalik & Brömmekamp warnt davor, sich bei einer drohenden Insolvenzlage ihrer unternehmerischen Mandanten selbst zu überfordern."

Buchalik Brömmekamp klärt im Interview auf: Worauf Steuerberater bei einer möglichen Insolvenz ihrer Mandanten achten müssen!

Die Corona Krise bringt viele Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Oftmals verschärfen sich durch die Pandemie strukturelle Probleme, die vorher zumindest schon latent bestanden haben. Von gesetzgeberischer Seite her ist mit dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht die Insolvenzantragspflicht wegen Überschuldung bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt worden. Das Jahresende naht und die Corona Situation hat sich kürzlich eher verschärft. Es dürften zurzeit in einer ganzen Reihe von Betrieben Geschäftsführung und externe Berater darüber sprechen, wie es im neuen Jahr weitergeht und ob das Unternehmen insolvenzreif ist, was bei vielen Unternehmen vermutlich der Fall ist. Nicht immer schauen dabei die Beteiligten objektiv genug hin und werden schnell genug aktiv, wenn es um eine Insolvenzlage geht.

Welche Rolle spielt der Steuerberater im Vorfeld von Insolvenzen?

In der Regel wird der Steuerberater des Unternehmens jetzt in alle Überlegungen einbezogen. Er ist hier meist nicht nur mit der Buchhaltung des Unternehmens befasst, sondern berät auch betriebswirtschaftlich. Robert Buchalik von Buchalik Brömmekamp weist in diesem Zusammenhang in einem Interview auf eine Thematik hin, die viele Steuerberater leider häufig übersehen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Steuerberater bei einer Insolvenz seiner Mandanten in eine Haftungsfalle geraten und auch strafrechtlich wegen Beihilfe zur Insolvenzverschleppung belangt werden oder zivilrechtlich wegen Falschberatung haften, insbesondere wenn er nicht auf bestehende Insolvenzantragspflichten aufmerksam macht. Diese Gefahr droht dem Steuerberater insbesondere, wenn er - wie häufig üblich - das Unternehmen auch betriebswirtschaftlich berät oder den Jahresabschluss erstellt. Etwas anderes gilt nur dann, wenn er reine Buchhaltungsaufgaben übernimmt.

Buchalik Brömmekamp - Experten für Restrukturierung und Sanierung warnen Steuerberater vor Haftung

Robert Buchalik weiß, wovon er spricht. Sein interdisziplinär arbeitendes Team aus Juristen, Betriebswirten und Ingenieuren in der Kanzlei Buchalik Brömmekamp gilt bei Restrukturierung und Sanierung als erster Ansprechpartner besonders für mittelständische Unternehmen. Den Spezialisten von Buchalik Brömmekamp geht es dabei vor allem darum, Unternehmen in Eigenverwaltung dabei zu unterstützen, die Insolvenz abzuwenden und das Unternehmen zu erhalten. Der erfahrene Berater Buchalik kennt deshalb auch die möglichen Herausforderungen und Fallstricke, die im Umgang mit einer Insolvenzlage im Unternehmen drohen.

Er warnt Steuerberater davor, sich bei einer drohenden Insolvenzlage ihrer unternehmerischen Mandanten selbst zu überfordern und vor allem nicht schnell genug auf eine Insolvenzlage zu reagieren. Buchalik betont, dass gerade mit Blick auf eine Restrukturierung in Eigenverwaltung und auf die Insolvenzantragspflicht zügiges und konsequentes Vorgehen gefragt ist. Dabei geht es für den betriebswirtschaftlich beratenden Steuerberater auch darum, ein eigenes Haftungsrisiko in der Insolvenz seiner Mandanten zu vermeiden.

Im Jahr 2017 war der BGH von seiner bisherigen Rechtsprechung aus dem Jahr 2013 abgerückt. Vorher waren nach Ansicht der Richter Steuerberater nicht verpflichtet, im Rahmen ihrer üblichen Tätigkeit und der Fertigung von Jahresabschlüssen für Unternehmer-Mandanten diese auf eine mögliche Insolvenzreife hinzuweisen. Eine mögliche Haftung des Steuerberaters sah das oberste Zivilgericht damals nur dann als gegeben an, wenn der Steuerberater über das übliche Maß eines typischen Steuerberatungsmandates hinaus für das Unternehmen tätig wurde. Wenn er beispielsweise ausdrücklich mit der Prüfung einer möglichen Insolvenzlage beauftragt war oder umfänglich betriebswirtschaftlich beratend tätig wurde.

In seinem Urteil vom 26. Januar 2017 zum Aktenzeichen IX ZR 285/14 rückte der Bundesgerichtshof von dieser Betrachtungsweise ab. In dem zugrundeliegenden Fall sah der BGH einen Steuerberater in Kenntnis von mehreren Jahresfehlbeträgen bei dem Unternehmen in der Pflicht, das Unternehmen deutlich auf eine mögliche Insolvenzlage hinzuweisen.

Leitlinien für Steuerberater durch Rechtsanwaltskanzlei

Vor diesem Hintergrund ist der Hinweis von Robert Buchalik besonders wertvoll und kann Steuerberater gerade in der Corona Krisensituation eine Leitlinie dafür geben, wie mit unternehmerischen Insolvenzlagen umzugehen ist. Buchalik Brömmekamp möchte darüber hinaus besonders in der Pandemie-Situation Unternehmen dabei helfen, eine Insolvenzlage abzuwenden. Viele Steuerberater nutzen die erprobten Strategien der Experten, um mit ihnen gemeinsam Unternehmen jetzt zu restrukturieren und zu sanieren.

Mit Unterstützung von Buchalik Brömmekamp Arbeitsplätze retten und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken

Zu Recht haben Experten wie Robert Buchalik von Buchalik Brömmekamp erkannt, dass die aktuelle Corona-Krisenlage viele Unternehmen schnell wirtschaftlich gefährden kann. Die Spezialisten, deren Berufung Krisenbewältigung ist, möchten Unternehmen deshalb ermutigen, genau jetzt den noch bestehenden Handlungsspielraum zu nutzen, um die Bedrohung abzuwenden. Dafür halten die Experten eine Reihe von Strategien bereit, die Unternehmen aus der Krise führen können. Es sollte jetzt aber keine Zeit verloren und schnell gehandelt werden. Auch externe Berater von Unternehmen, wie Steuerberater, haben bei Buchalik Brömmekamp versierte Ansprechpartner in Sachen Insolvenz- und Krisenbewältigung. Hier lässt sich gemeinsam im Sinne der Unternehmen viel bewegen. Dabei bleibt auch der Steuerberater mit Unterstützung von Buchalik Brömmekamp haftungsrechtlich auf der sicheren Seite.

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