Bares für Rares – Aus Gold Geld machen

In unserer heutigen Gesellschaft wird es immer wichtiger, sich stabile Rücklagen aufzubauen. Und da sich die deutschen Gehälter exponentiell entwickeln, sind die Staatsbürger in der Lage, ihr Geld zu investieren. Während Aktien eine recht gewagte Angelegenheit sind, haben sich Immobilien und Gold zu einer sicheren Investition etabliert. Dennoch bietet sich vor allem Gold an, um in finanziellen Notlagen und Engpässen schnell Abhilfe zu leisten. Wer die glänzenden Nuggets verkaufen möchte, sollte sich im Vorfeld allerdings gründlich informieren, um einen fairen und angemessenen Preis für seine Ware zu erhalten. Im folgenden Artikel legen wir Ihnen die Grundlagen des Goldverkaufes dar und zeigen Ihnen, wo Sie das Aurum in Scheine verwandeln können.

Gold verkaufen – Darauf sollte man achten

Gold ist in unterschiedlichen Arten, Formen und Größen erhältlich. Man hat die Auswahl zwischen Barren, Münzen, Schmuck, Bruchgold, Zahngold und Elektroschrott. Trotz dieses großen Sortiments ist nicht jeder Händler geneigt, das Gold in sämtlichen Variationen zu akzeptieren. Dementsprechend kann es sein, dass das Gold zunächst erst extrahiert beziehungsweise verarbeitet werden muss. Liegen die Wertsachen jedoch in den Händen des Käufers, spielen folgende Faktoren eine übergeordnete Rolle:

  • Feingehalt
  • Gewicht
  • Aktueller Goldpreis
  • Abschlag des Käufers

Wo kann man Gold überhaupt verkaufen?

Im Laufe der Jahre haben sich viele Möglichkeiten ergeben, Gold zu veräußern. Ist der Marktpreis für Gold besonders hoch, zeigt sich plötzlich eine Vielzahl an Interessenten. Aus diesem Grund gilt es vorsichtig zu bleiben und gründliche Recherchen anzustellen, bevor man das Gold verkauft. Es ist möglich, bei folgenden Stellen Gold abzutreten:

Gold erst nach einem Jahr steuerfrei verkaufen

Momentan erhebt die Bundesrepublik Deutschland noch keine Steuer für Gold oder Edelmetalle. Es kann allerdings sein, dass Ihre Gewinne als privates Veräußerungsgeschäft eingestuft werden nach § 23 EStG. Dementsprechend fielen beim gewonnenen Profit laut Grenzsteuersatz Abgaben an. Da diese Vorschrift allerdings nur im ersten Jahr nach dem Kauf des Goldes greift, können Sie diese Bestimmungen ganz einfach umgehen.

Fachbegriffe beim Goldverkauf

Des Weiteren ist es wichtig, dass man sich mit dem Fachjargon auskennt:

  • Feingewicht: Zur Ermittlung des Wertes wird das Feingewicht herangezogen. Das bedeutet, dass man sich lediglich auf den Anteil des dominierenden Edelmetalls konzentriert. Zum Beispiel kann es vorkommen, dass ein Goldschmuckstück zu Teilen aus Silber besteht. Dieser Anteil wird vom Gewicht subtrahiert.
  • Feingehalt: Diese Bezeichnung steht für den Masseanteil des vorherrschenden Edelmetalls.
  • Karat: Eine Maßeinheit, welche die Reinheit des Goldes beschreibt.

Wertermittlung von Barren, Münzen oder Schmuck

Ankäufer gehen bei der Berechnung des Goldwertes sehr simpel vor. Zunächst wird analysiert, wie hoch der Anteil des Feingoldes ist. Mithilfe des aktuellen Goldpreises kann dann im Anschluss daran der Wert ermittelt werden. Von diesem werden im letzten Schritt die sogenannten Scheidekosten abgezogen. Unter diesem Begriff werden die Ausgaben für das Einschmelzen des Goldes verstanden.

Im Internet kursieren außerdem Listen, die genaue Informationen über Münzen bereitstellen. Anhand der Münzprägung können Rückschlüsse auf das Alter der Goldmünze gezogen werden. Denn während ältere Modelle zumeist über einen Feingoldgehalt von 90 Prozent verfügen, liegt der Anteil der neuen Goldmünzen weitaus höher. Sollte Ihr Exemplar nicht gelistet sein, empfiehlt es sich, einen Münzexperten zu kontaktieren.

Die Rolle des aktuellen Goldpreises

Wie auch der Aktienkurs ändert sich der Goldpreis beständig. Bevor Sie sich also auf den Weg zum Ankäufer machen, sollten Sie den momentanen Preis für Edelmetalle ausfindig machen. Durch diese Vorgehensweise können Sie einschätzen, ob der gebotene Preis des Händlers stark unterhalb des aktuellen Marktwerts liegt. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass nur selten der volle Goldpreis gezahlt wird. Sie müssen mit kleinen Minderungen rechnen.

Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass Sie sich mehrere Angebote einholen und stets skeptisch bleiben. Erkundigen Sie sich bei den Händlern und Ankäufern ruhig, auf welcher Grundlage der Kaufpreis ermittelt wurde. Nur so schützen Sie sich unseriösen Händlern.

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