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Kryptowährungen – Lohnt sich das investieren in Bitcoin und Co.?

Galten Kryptos noch zu Beginn als Nerdwährung, die nur von Technikaffinen wirklich verstanden wurden, sind Bitcoin, Ethereum oder Litecoin nun in aller Munde. Vor allem einschlägige Finanzmedien beschäftigten sich spätestens seit der Bitcoin Kurs Explosion 2017 ausgiebig mit den unterschiedlichsten Kryptowährungen. Auch wenn der Hype etwas abgeflacht, laut einer Umfrage der Postbank ziehen immer noch ein Drittel der Deutschen Kryptowährungen in Betracht, wenn es um Geldanlagen geht.

Statista zu Folge haben im Juni 2018 rund acht Prozent der Österreicher und Deutschen in Kryptos investiert, im europäischen Vergleich sind sie damit solides Mittelfeld, zusammen mit Italien. Die europäischen Spitzenreiter sind mit Abstand die Rumänen mit um die zwölf Prozent und die Türken mit um die 18 Prozent. Vorab soll gesagt sein, dass sich ein Investment in Kryptos lohnen kann, aber auch mit einigen Risiken verbunden ist. Bevor man überhaupt daran denkt, Geld in die Hand zu nehmen, sollte man Recherche betreiben. Dieser Artikel soll den Interessierten einen kleinen Überblick verschaffen.

Was sind Kryptowährungen?

Bitcoin ist die älteste dieser Währungen und wurde 2009 in einem White Paper von Satoshi Nakamoto veröffentlicht. Bei Satoshi Nakamoto handelt es sich um ein Pseudonym, bis heute weiß niemand genau, wer den Bitcoin schuf. Zu Beginn stand vor allem die Anonymität dieser Währungen im Vordergrund, da nie mit dem eigenen Klarnamen bezahlt wird und Transaktionen so nicht verfolgt werden konnten. Heutzutage werden diese Währungen eher als Investment gesehen, auch wenn immer mehr Shops Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren. Gab es im Januar 2009 nur 50 Kryptowährungen, sind es im März 2019 mehr als 2.100, Tendenz steigend. Mittlerweile bringen auch Techgiganten eigene Währungen auf den Markt, darunter zum Beispiel Facebook mit Libra (dt.: "Waage".

Im Prinzip handelt es sich um dezentralisiertes Geld, welches nur virtuell existiert und nicht unter der Kontrolle einer Zentralbank, wie der EZB steht. Die Grundlage dieser Währungen bildet dabei die sog. Blockchain, eine Open-Source-Software, die auf eine kontinuierliche erweiterbare Liste von manipulationssicheren Datensätzen setzt. Diese werden in Form von Blöcken zu einer komplexen Datenfolge zusammengefügt, wodurch Manipulationen fast unmöglich werden. Neue Bitcoins werden durch das sog. Mining (dt.: „schürfen“) erschaffen, hier lösen Rechner unter dem Aufwand von viel Rechenleistung komplexe Aufgaben und generieren so in einem Netzwerk diese Coins, insgesamt können maximal 21 Millionen Coins gemined werden. Das hilft Bitcoins eine gewisse Stabilität zu geben, da es nur eine begrenzte Anzahl gibt.

Warum in Kryptowährungen investieren?

Die Gründe und Motivationen in Kryptos zu investieren können vielfältig sein und reichen von rein finanziellen Gründen über pures Interesse bis hin zum Glauben das diese Art der Währung die Zukunft des Geldes ist. Die wichtigsten Gründe werden im Folgenden kurz aufgelistet.

  •       Profit: In den letzten Jahren war die Bewegung des Bitcoins und anderen Währungen tendenziell nach oben, aber aufgepasst massive Kurseinbrüche passieren. Auch gehört hier viel Glück dazu, da der perfekte Zeitpunkt zum Investieren wichtig ist.
  •     Anonymität: Der digitale Fußabdruck wird immer größer, überall hinterlassen wir unsere Spuren. Der gläserne Mensch ist im digitalen 21. Jahrhundert keine Zukunftsmusik mehr sondern Realität, Kryptos steuern dem entgegen, da Transaktionen ohne Klarnamen oder Bank ablaufen.
  •       Unterstützung des dezentralen Finanzsystems: Seit 2008 und dem Finanzcrash haben die Menschen zunehmend das Vertrauen in das traditionelle Bankensystem verloren, digitale Währungen sind dank der dezentralen Natur die perfekte Antwort auf dieses verlorene Vertrauen.
  • Praktischer nutzen: Die Anzahl an Shops, welche eine oder mehr Kryptowährungen akzeptieren nimmt Weltweit zu. Auch sind Überweisungen ins Ausland mit Kryptos eine Sache von Sekunden.

Welche Gefahren gibt es?

Bevor man sich fürs Bitcoin kaufen entscheidet, sollte man sich auch der Gefahren bewusst sein. Values Investoren warnen vor den Risiken, da im Gegensatz zu Aktien hinter Kryptos kein Unternehmen steht. Der gesamte Wert von Kryptos geht auf das Vertrauen des Kollektivs zurück und ist nicht in Unternehmenszahlen oder der gleichen widergespiegelt. Diese Value Investoren sprechen bei Kryptos zumeist vom Spekulieren und nicht investieren. Das macht Sinn, wenn man sich die Kursbewegungen des Bitcoins von 2017 bis 2019 anschaut. Stand er 2017 bei 20.000 USD fiel der Kurs auf 3.700, hat sich aber zugegebenermaßen seitdem erholt und liegt bei ca. 40.000 USD. In Bitcoins sollte nur investiert werden, wenn der Verlust des investierten Geldes nicht zu sehr schmerzt, für eine Rentenversorgung sollte lieber auf ETFs oder Aktien gesetzt werden.

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