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Sparkasse und Volksbank ebnen den Weg für Kryptowährungen

Banken wird häufig vorgeworfen, den Einstieg in den Kryptomarkt zu verschlafen und damit wertvolles Potenzial zu vergeuden. Doch das soll sich ändern: Bereits im Dezember gab es erste Anzeichen für ein Pilotprojekt der Sparkassen, das sich mit dem hauseigenen Kryptohandel beschäftigte. Seit April gibt es immer mehr Meldungen darüber, dass Sparkasse und Volksbank sich den Kryptowährungen öffnen und Konzepte zum Handel damit vorlegen möchten.

Verpassen Banken den Einstieg in den Kryptomarkt?

Kundenschwund und wachsende Digitalisierung sorgten in den letzten Jahren für einen enormen Wandel in der Welt der Banken und Sparkassen. Tausende Filialen wurden und werden deutschlandweit geschlossen. Ursächlich dafür sind vor allem die sich ändernden Kundenwünsche. Immer mehr Kunden suchen nach smarten Möglichkeiten für Bankgeschäfte und wollen alternative Anlagemöglichkeiten wie beispielsweise Kryptowährungen nutzen. Banken und Sparkassen machten es bislang unmöglich, in Bitcoin und Co. zu investieren und standen daher häufig der Frage gegenüber, ob sie den Einstieg in den Kryptomarkt verpassen. Für viele Kunden der Sparkassen und Volksbanken ließe sich der Einstieg in den Kryptohandel möglicherweise komfortabler gestalten, wenn sie direkt über den Finanzdienstleister ihres Vertrauens Kryptos kaufen könnten. Bislang war diese Möglichkeit allerdings nicht vorgesehen. Interessierte Anleger und Trader können selbstverständlich den Weg über Broker und Krypto-Börsen nehmen. Um herauszufinden ob ein Anbieter seriös ist empfiehlt es sich zu recherchieren und Kundenberichte zu lesen. Wenn man über die Hausbank Zugriff hätt, bliebe einem das erspart.

Die Commerzbank ist bereits aus dem Krypto-Schlaf erwacht und hat als erste Bank eine Krypto-Verwahrlizenz bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beantragt. Damit will sich das Unternehmen das Klientel der Krypto-Interessenten sichern und seine Position stärken. Doch Sparkasse und Volksbank ziehen nun nach.

Pilotprojekte bereits im Dezember geplant

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband ist sich einig: Krypto-Assets und die Blockchain-Technologie werden auch künftig große Einflüsse auf die Finanzwelt haben. Bereits im Dezember war zumindest für die Sparkasse von Pilotprojekten zum Kryptohandel die Rede. Geheimpläne enthüllen, dass künftig bereits ganz einfach mit einem Girokonto in Bitcoin investiert werden kann.

Ein Meilenstein für die über 50 Millionen Kunden der Sparkasse, denn sie hätten endlich Zugang zu den Krypto-Handelsoptionen. Alexander Hartberg (Sprecher des DSGV) ließ unlängst verlautbaren, dass es intern tatsächlich fortgeschrittene Prüfungen zur Integration von Wallets und den Realisierungsmöglichkeiten für sichere Transaktionen gibt. Bereits im ersten Halbjahr 2022 soll das geheime Projekt den Entscheidungsgremien der Sparkassen-Finanzgruppe vorgestellt werden. Geplant ist der Start für die Krypto-Investments über das Sparkassen-Girokonto noch 2022.

Vorreiterrolle: Die Kryptostrategie der Volksbank

Bislang war es vor allem die fragwürdige Sicherheit von Bitcoin und anderen digitalen Währungen, welche Banken und Sparkassen zumindest offiziell von der Einführung der Handelsmöglichkeiten abhielt. Doch die sich wandelnden Bedürfnisse der Kunden müssen sich auch Banken und Sparkassen unterwerfen, wenn sie wettbewerbsfähig am Markt bleiben möchten.

Die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG stellt sich dem Trend mutig entgegen und initiierte unlängst den Krypto-Handelsstart. Seit April 2022 können Kunden über das eigene BitcoinGo-Handelsportal in die Kryptowährung investieren. Darüber hinaus gibt es im VR-OnlineShop Bitcoin-Produkte.

So bietet die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG beispielsweise nicht nur informative und kostenpflichtige Bitcoin-Informationsgespräche, sondern auch sichere Wallets oder die eigene VR-BitcoinGoCard. Damit beschreitet die Volksbank neue Wege und kombiniert ihre Stärken als zuverlässige Beraterbank mit innovativen Neuerungen. Ein gelungener Coup, denn auf diese Weise werden nicht nur bisherige Kunden angesprochen, sondern auch neue Zielgruppen mit Bitcoin-Affinität erschlossen, welche bislang bei anderen Banken noch nicht vom Kryptomarkt profitieren können. Kein Wunder also, dass die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG in Bezug auf Kryptostrategie hier eine Vorreiterrolle einnimmt.

Auch Sparkassen öffnen sich für den Kryptohandel

Immer mehr regionale Sparkassen können es kaum erwarten, ihren Kunden Zugang zu Kryptohandelsmöglichkeiten bieten. Hierzu gehört die Sparkasse Schleswig-Holstein. Oliver Stolz, Präsident des regionalen Sparkassenverbandes, spricht sich für eine rasche Öffnung der Sparkassen für den Kryptohandel aus.

Als Grund hierfür führt er vor allem die Kundenwünsche an, denn in Zeiten von Nullzinsen, Wertpapierturbulenzen und Co. wollen immer mehr Kunden den Kryptomarkt entdecken. Zögert die Sparkasse weiterhin, könnten womöglich unzählige Kunden zu anderen Banken oder Finanzdienstleistern abwandern. Bei den vorangegangen Schließungen der Banken und dem Rückgang der Kunden wäre das kaum hinnehmbar. Die Sparkassen verstehen sich vor allem als bürgernahe Anlaufstelle, wenn es um Finanzdienstleistungen geht.

Die Herausforderung für die Sparkassen besteht vor allem darin, den Kryptohandel auf ein digitales Niveau zu heben. Dies bedeutet beispielsweise auch, die Bereitstellung von sicheren Wallet-Lösungen sowie eine neue, smarte Kommunikations- und Handelslösung für Kunden. Das wäre eine Chance, um nicht nur die mehr als 50 Millionen Kunden zu behalten, sondern auch neue Märkte zu erschließen.

Fazit

Noch immer sind viele Banken und Sparkassen zögerlich, wenn es um den Einstieg in den Kryptohandel für ihre Kunden geht. Doch immer mehr Kunden wünschen sich den smarten Handel mit Krypto und Co. direkt über das Girokonto. Die Commerzbank geht mit ihrer Lizenz für die Kryptoverwahrungen mutig voran, auch die Volksbanken und Sparkassen wollen schon bald mit eigenen Krypto-Konzepten im großen Stil beginnen. Eine Chance für alle, die Abwanderung der Kunden aufzuhalten und vom Kryptohandel und dem hohen Wert von Bitcoin und Co. zu profitieren.

Bildquellen:
Aufmacherbild: Pixabay © borevina CCO Public Domain
Textbild: Pixabay © sheadquarters CCO Public Domain