Montag , 26. Oktober 2020

Haarausfall vorbeugen: Mit diesen Tipps gelingt´s bestimmt!

Haarverlust kann ganz unterschiedliche Haarausfall Ursachen haben. Ob erblich bedingter, diffuser, kreisrunder oder stressbedingter Haarausfall, wer betroffen ist, kann etwas dagegen unternehmen.

Die häufigste Haarausfall Ursache ist erblich bedingter Haarausfall. Besonders Männer leiden darunter, denn erste Symptome zeigen sich bei ihnen oft schon mit Anfang 20. Bei rechtzeitigem Erkennen und Behandeln kann jedoch sogar der erblich bedingte Haarausfall eingeschränkt werden.

Haarwachstum verstehen

Nicht immer handelt es sich bei Haarausfall um eine Form von Alopezie, denn ein natürlicher Haarausfall von bis zu 100 Haaren täglich ist bei Menschen normal. Das liegt daran, dass das Haarwachstum zyklisch ist und in drei Phasen verläuft:

  • 1. Aktive Wachstumsphase: Das Haarfollikel bildet ein Haar aus, welches über einen Zeitraum von zwei bis sechs Jahren in die Länge wächst.
  • 2. Übergangsphase: In dieser Phase wird das Haar von der Nährstoffversorgung durch das Haarfollikel abgeschnitten. Dieser Prozess dauert ca. zwei bis drei Wochen.
  • 3. Ruhephase: Die Ruhephase dauert einige Monate bis schließlich das Haar ausfällt, das Haarfollikel sich regeneriert und dann ein neues Haar bildet.

Durchschnittlich 14 Mal wiederholt sich dieser Zyklus im Leben eines Menschen, bevor die Haarwurzel abstirbt und kein neues Haar mehr produziert.

Haarausfall Ursachen erkennen

Um Tipps und Kniffe gegen Haarausfall vorbeugend anzuwenden, ist es wichtig, die vier hauptsächlichen Haarausfall Ursachen erkennen und unterscheiden zu können.

Erblich bedingter Haarausfall

Diese Art von Haarausfall ist am weitesten verbreitet wird von einer durch Mutter oder Vater vererbten Genmutation verursacht. Durch eine Empfindlichkeit der Haarfollikel auf Dihydrotestosteron wird die Wachstumsphase der Haare verkürzt und die Haarwurzel stirbt ab, sodass schon früh stellenweise keine neuen Haare mehr ausgebildet werden können. Forscher vermuten, dass die Haarfollikel im Bereich der Stirn besonders sensibel auf DHT reagieren, wodurch sich die typischen Merkmale, wie Geheimratsecken ergeben.

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall ist immer ein Zeichen, dass auf körperlicher oder geistiger Ebene etwas aus der Balance geraten ist. Die Haarausfall Ursachen sind dabei vielfältig. Dazu gehören zum Beispiel Hormonschwankungen durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille oder Medikamente, Hauterkrankungen, Narkosemittel, Vergiftung durch Schwermetall, Stress, Chemotherapie oder auch Extremsport und radikale Diäten.

Stressbedingter Haarausfall

Wenn das Stresslevel über einen langen Zeitraum hinweg erhöht ist, kann es in der Folge zu Haarausfall kommen. Das hängt vor allem mit bestimmtem Neurotransmittern zusammen, deren Konzentration bei Stress steigt. Neurotransmitter sind Botenstoffe, die über die Nervenbahnen transportiert werden. Haarfollikel sind von zahlreichen solcher Nervenbahnen umgeben. Gelangen die entsprechenden Neurotransmitter während der Übergangsphase zu den Haarfollikeln, kommt es zu Entzündungsprozessen, die Haarausfall verursachen.

Kreisrunder Haarausfall

Kreisrunder Haarausfall wird auch als Alopecia Areata bezeichnet. Die Haarausfall Ursache ist noch unklar, jedoch vermuten Experten, dass es sich um eine Autoimmunreaktion des Körpers handelt. Das körpereigene Immunsystem richtet sich dabei gegen die Haarzellen, sodass es zu Entzündungen kommt und die Haare ausfallen. Dies führt zu kreisrunden und ovalen kahlen Stellen am Kopf, kann aber auch Gesicht und Körper betreffen.

Wer unter kreisrundem Haarausfall leidet, sollte einen Arzt aussuchen. Meist kann die individuelle Haarausfall Ursache mithilfe eines Mediziners geklärt werden und die Haare wachsen wieder nach.

Haarausfall vorbeugen

Wenn Haarausfall innerhalb der Familie ein Thema ist und Eltern oder Großeltern unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, sollte man schnellstmöglich mit einer Behandlung anfangen. Je mehr Haarwurzeln aktiv bleiben, desto höher die Chance, fortsetzendem Haarausfall entgegenzuwirken. Mit den folgenden Tipps kann den meisten Haarausfall Ursachen vorgebeugt werden:

  • 1. Das richtige Pflegeprodukt
    Vor allem bei erblich bedingtem Haarausfall kann ein Shampoo, welches auf die besonderen Bedürfnisse von Kopfhaut und Haar abgestimmt ist, sehr wirksam sein. Spezielle Shampoos gegen Haarausfall beinhalten den Wirkstoff Coffein. Dieser hemmt einerseits die Wirkung von DHT, sodass die Wachstumsphase nicht gestört wird und andererseits kurbelt es das Haarwachstum an.

    Da diese Shampoos keinerlei bekannte negative Nebenwirkungen haben, können sie auch vorbeugend eingesetzt werden.

  • 2. Gutes Stressmanagement
    Forscher wissen schon lange, dass Stress krank macht und auch den Haarwachstumszyklus behindern kann. Umso wichtiger ist es, Stress weitestgehend zu reduzieren und vor allem zu lernen, mit Stress umzugehen. In vielen Fällen entsteht Stress nicht auf Basis einer externen Situation, sondern basierend auf negativen Gedankenspiralen, die dramatische Zukunftsszenarien vor dem inneren Auge ablaufen lassen. Den Umgang mit dieser Art von Gedanken kann man unter anderem mithilfe von Achtsamkeit erlernen.
  • 3. Gesunde Ernährung
    Eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen, Ballaststoffen, Eiweißen und Fetten ist für sämtliche Prozesse des Körpers enorm wichtig. Gerade im Winter, wenn auch Vitamin-D-Mangel eine Haarausfall Ursache darstellen kann, kann durch Vielfalt auf dem Teller eine gute Grundlage für anhaltende (Haar-)Gesundheit geschaffen werden. Die Haare bestehen hauptsächlich aus Keratin und Kollagen, also Eiweißen, die mit der Hilfe von Zink gebildet werden. B-Vitamine sorgen für eine intakte Haarstruktur, während Vitamin C bekanntlich das Immunsystem stärkt.

Mit den drei Grundpfeilern richtige Pflege, Stressmanagement und gesunde Ernährung kann allen Haarausfall Ursachen vorgebeugt werden. Dabei ist es wichtig sich darüber bewusst zu sein, dass mit Ausnahme von erblich bedingtem Haarausfall, alle Haarausfall Ursachen nur Symptome sind, deren tiefere Wurzel genauer untersucht werden sollte.

Bildquelle:
Martin Slavoljubovski  auf Pixabay