Dienstag , 27. Oktober 2020
Teurer Zahnersatz bleibt mit der richtigen Zusatzversicherung günstig!

Welche Zahnzusatzversicherung passt zu mir?

Beim Zahnersatz kann viel Geld gespart werden

Bei vielen Menschen sorgt der Zahnarztbesuch für Alpträume. Die Behandlung kann sehr schmerzhaft sein. Bauchgrimmen garantiert dann die saftige Rechnung, wenn die Maßnahmen der Behandlung über die Regelversorgung hinausgehen. Schnell kommt da ein nettes Sümmchen zusammen, dass eigentlich für den Urlaub oder den neuen Fernseher eingeplant war. Die Krankenkassen geben sich bei Behandlungen von Gebiss und Zähnen zugeknöpft und ersetzen nur 50 % der Standardversorgung. Wer sein Bonusheft akkurat geführt hat, dem werden 65 % in Aussicht gestellt. Wenn dann eine Krone, eine Brücke, ein Implantat oder ein teures Inlay fällig wird, ist die Schmerzgrenze im Geldbeutel schnell erreicht. Deshalb sollte frühzeitig darüber nachgedacht werden, ob nicht eine entsprechende Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist, die diese Kosten abfedert.

In vielen Fällen haben die Versicherer allerdings Barrieren aufgebaut. Karenzzeiten sind einzuhalten und Sonderangebote sollten verglichen werden. Das Gebiss ist eine individuelle Einrichtung und Anbieter gehen mit einer Vielzahl von verschiedenen Tarifen auf diese Tatsache ein. Manche legen Wert auf eine gute Prophylaxe, andere wiederum deckeln in den ersten Jahren die Leistungen und wer einen Zahnersatz sofort braucht, sollte einen Tarif abschließen, der sofort gültig ist. Wer noch keine Probleme mit den Zähnen hat, für den empfiehlt sich eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit eher nicht. Vergleichstests im Internet geben fundierte Informationen für jeden Einzelfall.

Zahnzusatzversicherung individuell auswählen

Die meisten Tarife sind darauf ausgelegt, die ersten sechs bis acht Monate keine Leistungen zu zahlen. Damit wollen sich die Versicherer gegen Missbrauch schützen. In die gleiche Kerbe schlägt die Klausel, in den ersten Jahren nur eine beschränkte Leistungsübernahme zu gewährleisten. Zudem übernehmen die Tarife keine Behandlungen, deren Notwendigkeit schon bekannt ist. Wenn also einem Patienten von seinem Zahnarzt eine bestimmte Behandlung nahegelegt wurde, übernimmt die Zusatzversicherung diese nicht. Vor einem Abschluss muss der Patient diese Tatsache offenlegen. Da die Versicherer Einblick in die Krankenakte haben, sind falsche Angaben nicht zu empfehlen.

Deshalb raten Experten, eine Zusatzversicherung spätestens ab dem 30. Lebensjahr abzuschließen. In diesem Alter sind die Beiträge überschaubar. Die Wartezeiten und die Jahre der gedeckelten Leistungen lassen sich einfacher mit gesunden Zähnen aussitzen. Zudem sollte der Interessierte auf den Leistungsumfang achten. Dies gilt vor allem bei der Vielzahl an Sonderangeboten. Oft wird mit einer Komplettübernahme der prophylaktischen Maßnahmen wie der professionellen Zahnreinigung geworben. Diese sind aber von den Kosten her erträglich und es bleibt zu kalkulieren, ob es nicht sinnvoller ist, diese aus eigener Tasche zu bezahlen, um die Beitragszahlungen zu begrenzen. Schmerzhaft teuer werden die Kosten beim Zahnersatz. Gerade bei den Discount-Versicherungen wird hierbei gerne gespart.

Höhe der Beiträge und Grad der Abdeckung

Hinsichtlich der Beitragshöhe sind zwei verschiedene Modelle zu erkennen. So arbeiten viele Tarife mit einem Sparanteil. Die Beiträge werden schon zu Beginn der Vertragslaufzeit etwas höher angesetzt. Dafür stehen später dann, wenn es vermehrt zu Behandlungen kommen wird, keine entscheidenden Erhöhungen an. Der Patient wird dadurch stärker an den Versicherer gebunden, denn bei einem Wechsel verfallen die angesparten Beträge. Dementsprechend können auch niedrige Eingangsbeiträge gewählt werden. Diese steigen dann mit zunehmendem Alter an. Der Vorteil dabei ist der, dass bei einem Wechsel des Tarifes kein Sparanteil verloren geht.

Eine wichtige Frage ist die nach dem Abdeckungsgrad. Bei einer kompletten Abdeckung schießen die monatlichen Beiträge in die Höhe und wer sich 25 % Selbstbeteiligung vorstellen kann, der läuft mittel- bis langfristig besser. Abschließend kann vermerkt werden, dass, unabhängig vom Einzelfall, eine Zusatzversicherung dann Sinn ergibt, wenn eine teure Zahnbehandlung in absehbarer Zeit zu erwarten ist. Sicherlich darf nicht davon ausgegangen werden, dass eine Vollsanierung direkt nach Abschluss eines Vertrages gewährleistet wird. Auch eine Zahnzusatzversicherung mit Sofortleistung achtet darauf, ihre Leistungen in diesem Falle anzupassen. Vorausschauende Planung in Verbindung mit einer regelmäßigen Vorsorge und eine sorgfältige Zahnpflege bleiben deshalb unverzichtbar, um auch im Alter noch herzhaft zubeißen zu können.

Bildquelle:
Bild von Christine Gudd auf Pixabay